29.06.10

Polizeiaktion wegen Missbrauchs von Telefonzentralen der Swisscom

Vor einigen Tagen standen sie vor seiner Tür: In Absprache mit den Aargauer Kollegen durchsuchten Zürcher Polizisten die Wohnung von Michel François Kocsis. Als sie wieder gingen, war Kocsis um einige Akten und Computer ärmer. Er steht im Verdacht, fürs schnelle Geld diverse Gaunereien begangen zu haben. ...

Ende April 2010 erhielten Swisscom und Sunrise auffällig viele Reklamationen von Kunden, die offenbar eine Porno-Nummer gewählt haben, davon aber nichts wussten. Kostenpunkt: Ein Anruf von wenigen Sekunden wurde mit fast 100 Franken verrechnet. ...

Recherchen der Redaktion a-z zeigen: Erst reservierte sich Kocsis beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) Mehrwertnummern (so genannte 0900er-Nummern), dann aktivierte er sie gleich selbst. Denn die für Anrufer sehr teuren Nummern werden erst zu Geld, wenn sie auch jemand nutzt.

So sehen es die Untersuchungsbehörden: Kocsis verschafft sich Zugang zu diversen Telefonzentralen der Swisscom. Zuerst im Kanton Aargau, dann in Zürich. Er geht in die Telefonzentralen, stöpselt die Kabel um und - schwupps - haben x Personen die teure Nummer gewählt, die er vorher beim BAKOM reservieren liess. Er steckt einfach die Telefonverbindungen um, wie wenn jemand zu Hause sein Netzwerkkabel einsteckt. ...

Quelle und vollständiger Bericht: a-z.ch