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04.11.11

Sicherungsmaßnahmen und Ermittlungen gegen Inkassoforderungen

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen betrügerische Inkassofirmen wegen Betrugs hat die Staatsanwaltschaft deren Konten eingefroren und die vorhandenen Vermögen sichergestellt.Wenn Sie durch einen der nachfolgend genannten Gewinnspieldienste (in rot Schrift) betrogen wurden, haben Sie als Opfer dieser Gauner die Möglichkeit, ihre Ansprüche gegenüber der StA Krefeld geltend zu machen.

Staatsanwaltschaft Krefeld

2 Js 933/10

Die Staatsanwaltschaft Krefeld führt unter dem Aktenzeichen 2 Js 933/10 ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Firmen Medialog Marketing Company (MMC), FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG und KT Vermögensmanagement UG in Krefeld wegen des Verdachts des Betruges zum Nachteil von vermeintlichen Kunden von Gewinnspieleintragungsdiensten.

Gemäß § 111e Abs. 3 StPO werden Personen, die im Auftrag einer der genannten Firmen von den Inkassounternehmen CL Inkasso AG, Lindau (Gewinnspielprodukte „WinnTeam77“, „Easywin“, „Ihr Bonusvorteil“, „Deutschlandtipp“, „Allianz-Tipp ABO“, „Ihr Premiumanteil“, „Giantwinner“ oder „Maxikombi100“), Culpa Inkasso GmbH, Stuttgart („Superbonus49 AN“, „Bonusrunde 100“, „DSM24“ und „Maxxikombi 100“), W&S Wirtschaftsservice GmbH, Schwerte („Superbonus49 AN“), Soldos Inkasso, Bissendorf („Maxxikombi 100“), Proinkasso GmbH, Neu-Isenburg („Bonusrunde 100“ für CSS Kontor GmbH sowie „Die Gewinnchance 24“ und „Jackpot77“), Focus GmbH, Ludwigshafen („Die Gewinnchance 24“, „Jackpot77“, „Garantie 500“ und „DSM24“), Volox Inkasso, Stadtilm („Die Gewinnchance 24“, „Maxi Win Plus“, „Tipalianz“, „Max Vorteilsgemeinschaft“, „Deutschland sucht den Supermillionär“ und „Hol dir den Preis“) und GMI GmbH, Osnabrück („Big 7 Corporation“) zur Zahlung aufgefordert wurden und auf diese Aufforderung Zahlungen geleistet haben, wie folgt unterrichtet:

Im Rahmen des vorgenannten Ermittlungsverfahrens sind bei den Verantwortlichen folgende Vermögenswerte in Höhe von 483.763,42 EUR gesichert worden:

Durch gerichtlichen Beschluss wurden die folgenden Konten der FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Krefeld, gepfändet, bei denen laut Drittschuldnererklärung der Kreditinstitute nachstehende Guthabenforderungen bestehen:

Sparkasse Krefeld Kto-Nr. 184341
156.862,89 EUR
Sparkasse Krefeld Kto-Nr. 65462475
37,86 EUR
Sparkasse Krefeld Kto-Nr. 3100854581
316,35 EUR
Sparkasse Krefeld Kto-Nr. 3101084741
0,97 EUR
Sparkasse Solingen Kto-Nr. 1326107
20.360,01 EUR
Deutsche Bank Kto-Nr. 123674400
2.709,26 EUR

Durch gerichtlichen Beschluss wurden zudem die Konten der KT Vermögensmanagement UG bei der Postbank (Nr. 0998216434 und 0694303909) zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Krefeld, gepfändet, bei denen laut Drittschuldnererklärung der Postbank Guthabenforderungen von insgesamt 199.115,01 EUR bestehen.

Des Weiteren wurden durch gerichtlichen Beschluss die Forderungen der FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG gegen die Firmen Volox Inkasso, GMI GmbH und Culpa Inkasso zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Krefeld, gepfändet, die in Höhe von 3.000,00 EUR bzw. 12.177,37 EUR bzw. 323,66 EUR bestehen.

Ebenso wurden durch gerichtlichen Beschluss die Forderungen der KT Vermögensmanagement UG gegen die Firma Focus GmbH zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Krefeldn gepfändet, die in Höhe von 9.395,22 EUR bestehen.

Zuletzt ist zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Krefeld, in Abteilung III des Grundbuches Traar, Amtsgericht Krefeld, Blatt 3155, Gemarkung Traar, Flur 65, Flurstück 318 eine Sicherungshypothek in Höhe von 80.000,00 EUR eingetragen worden.

Die Maßnahmen erfolgten zur Sicherung von zivilrechtlichen Ansprüchen der aus den Straftaten Geschädigten. Diese Mitteilung erfolgt, um Tatverletzten im Falle von Ersatzansprüchen die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Recht geltend zu machen.

Es wird darauf hingewiesen, dass von Seiten der Staatsanwaltschaft Krefeld keine weiteren Auskünfte, insbesondere telefonischer Art, über die seitens der Tatverletzten zu ergreifenden Maßnahmen gegeben werden können. Es wird insoweit anheimgestellt, sich zwecks Beratung an einen Rechtsanwalt zu wenden.

Krefeld, 21.10.2011

Quelle: eBundesanzeiger

17.05.11

Vorläufige Sicherungsmaßnahmen gegen Gewinnspielfirmen

Staatsanwaltschaft Krefeld

2 Js 933/10

Die Staatsanwaltschaft Krefeld führt unter dem Aktenzeichen 2 Js 933/10 ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Firmen MMC Medialog Marketing Company, Krefeld und FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG, Krefeld, wegen des Verdachts des Betruges zum Nachteil vermeintlicher Kunden von Gewinnspieleintragungsdiensten.

Gemäß § 111e Abs. 3 StPO werden Personen, die im Auftrag einer der genannten Firmen von den Inkassounternehmen CL Inkasso AG, Lindau (Gewinnspielprodukt „WinTeam77“ oder „Maxikombi100“), Culpa Inkasso GmbH, Stuttgart („Superbonus49 AN“"), W&S Wirtschaftsservice GmbH, Schwerte („Superbonus49 AN“), GMI Gesellschaft für Mahn- und Inkassowesen mbH, Proinkasso GmbH, Neu-Isenburg („Bonusrunde 100“ oder „Jackpot77“) und Focus GmbH, Ludwigshafen („Jackpot77“) zur Zahlung von Forderungsbeträgen aufgefordert wurden und diesem auch nachgekommen sind, wie folgt unterrichtet:

Im Rahmen des vorgenannten Ermittlungsverfahrens sind bei den Verantwortlichen folgende Vermögenswerte in Höhe von 138.302,76 EUR gesichert worden:

Durch gerichtlichen Beschluss wurde das Konto der FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG bei der Sparkasse Krefeld Kontonummer 184341 in Höhe von 178.102,28 EUR zugunsten des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten durch den Leitenden Oberstaatsanwalt in Krefeld gepfändet. Laut Drittschuldnererklärung der Sparkasse Krefeld besteht eine gepfändete Guthabenforderung in Höhe von 137.907,17 EUR.

Zudem wurden die Konten 65462475 und 3100854581 bei der Sparkasse Krefeld durch gerichtlichen Beschluss gepfändet, die eine Guthabenforderung von 80,81 EUR bzw. 314,78 EUR aufweisen.

Die Maßnahme erfolgte zur Sicherung von zivilrechtlichen Ansprüchen der durch die Straftat Geschädigten. Diese Mitteilung erfolgt, um Tatverletzten im Falle von Ersatzansprüchen die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Recht geltend zu machen.

Es wird darauf hingewiesen, dass von Seiten der Staatsanwaltschaft Krefeld keine weiteren Auskünfte, insbesondere telefonischer Art, über die seitens der Tatverletzten zu ergreifenden Maßnahmen gegeben werden können. Es wird insoweit anheimgestellt, sich zwecks Beratung an einen Rechtsanwalt zu wenden.

Quelle: ebundesanzeiger.de

13.04.10

Inkasso-Abzocke für die Gewinnspielmafia

Ilka S. war sprachlos, als sie den Brief las. Ein Inkasso-Unternehmen forderte die Rentnerin auf, eine ausstehende Rechnung umgehend zu bezahlen. Die angebliche Teilnahme am Gewinnspiel Allianz Tipp von der Firma MMC - Medialog Marketing Company - sollte sie einschließlich Inkassogebühren und Zinsen 208,70 Euro kosten. "Das klang so hochoffiziell", sagt die Elmenhorsterin und zeigt das Schreiben. Darauf sind unter anderem Adresse und Telefonnummer der CL Inkasso AG, eine Steuernummer und eine detaillierte Kostenaufstellung angegeben. "Aber mir war klar, dass da was nicht stimmen konnte. Bei Gewinnspielen mache ich grundsätzlich nicht mit."

Trotzdem war sie verunsichert. "Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte." Auf Anraten eines Bekannten wandte sie sich an den Bargteheider Rechtsanwalt Ernst Hoffmann.

"Das ist eindeutig Betrug", sagt Hoffmann ...

.....

... "Die im Brief genannte Gewinnspielfirma MMC - Medialog Marketing Company - taucht immer wieder im Zusammenhang mit Betrügereien auf."

Sie bietet auch ein Onlinegewinnspiel an, bei dem persönliche Daten angegeben werden müssen, die laut Kleingedrucktem für Werbung genutzt werden. Das Impressum auf der Firmenseite im Internet sei zudem lückenhaft, so Hoffmann. Er wird Strafanzeige gegen das Krefelder Unternehmen stellen. Die Firma Inkasso CL sitzt in Lindau. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Hamburger Abendblatt