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05.07.11

Kino.to: Ermittlungen auch gegen Werbepartner

Nach Presseberichten ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Dresden auch gegen die Firmen, die durch ihre Werbung das Betreiben dieser Streamingseite so lukrativ machten, bzw. evtl. gar ermöglichten - und die Werbeeinahmen waren beachtlich: So soll Kino.to nach Berechnungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mindestens 14,6 Mio. Euro innerhalb des letzten Jahres durch Werbung erwirtschaftet haben.
Neben dem Begehen gewerblicher Urheberrechtsverletzungen sollen sich die Verantwortlichen auch der Geldwäsche, der Steuerhinterziehung, sowie der Bildung einer kriminellen Vereinigung schuldig gemacht haben. ...

Auch ist es nennenswert, wen die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die werbenden Unternehmen auf Kino.to betreffen dürfen.
Neben weiteren Werbepartnern wären das:

  • der Usenetanbieter Firstload, ...
  • weitere Fritzmann-Projekte, wie diverse Browsergames der Inqnet GmbH, ...
  • Die Global Online Holding Inc., bzw RS Web Services, ...
  • ...und zu guter Letzt die bekannten Abzock-Seiten Opendownload.de, dann Softwaresammler.de, bzw. top-of-software.de.

Quelle und vollständiger Beitrag: gegen-abzocke.blogspot.com     via Abzocknews

   

In einem Artikel über Kino.to berichtet auch Focus-online von einem Vorgehen gegen ehemalige Werbepartner.

Der ehemalige Betreiber der stillgelegten Raubkopie-Seite kino.to, Dirk B., muss mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn auch wegen des Verdachts der Geldwäsche. ...

Quelle und vollständiger Beitrag: FOCUS Online

07.03.10

Fakten eines Insiders zum Mega-Downlaods.netZ

Heute auf den Tag genau gibt es diesen Blog nun sieben Monate. Eine turbulente Zeit, die es in sich hatte. Und vielleicht der richtige Zeitpunkt, um mal ein paar Fakten sprechen zu lassen und klare Lügen aufzudecken, die seitens des mafiös anmutenden Netzwerkes um Babenhauserheide & Co. so verbreitet werden. Ein paar Appetithäppchen gibt es also nun in diesem Beitrag, weitere interessante Fakten bewahre ich mir dann doch für die anstehende Verhandlung vor dem Landgericht Bielefeld auf.

Die Gegenseite versucht ständig abzulenken und scheut auch nicht davor zurück, klare Lügen zu verbreiten. Der Tisch ist gedeckt, guten Appetit!

Babenhauserheide hat nie etwas mit der L & H GmbH zu tun gehabt und war erst recht nicht weisungsbefugt. Schon gar nicht war er in gleichwelcher Art und Weise in die L & H GmbH involviert.

Lüge. Nicht nur diese Mail, welche er von seinem Handy aus versandte gibt mir eine klare Arbeitsanweisung und zeigt, daß er involviert war.

Weiterhin wurde Babenhauserheide in Mails, die vom Buchhalter der InQnet GmbH, Herrn Reinhard Pils, kamen, stets im CC vermerkt, ...

Quelle und vollständiger Beitrag: inside-megadownloads.blogspot

02.12.09

Kooperierte Valentin Fritzmann mit Kriminellen?

Es ist erst eine Woche her, dass das Bundeskriminalamt gegen Internet-Kriminelle vorging und zu einem entscheidenden Schlag gegen die „Underground Economy“ ausholte. Die Aktion galt vor Allem Deutschlands kriminellstem Forum, der 1337-crew.to und dem User 13speedtest37 als vermeintlichen Betreiber und Administrator von Heihachi.net.

Mit dem Bust der 1337-Crew gibt es nun Beweise, dass 13Speedtest37 mit der InQnet GmbH zusammengearbeitet hat. So hat er wortwörtlich auf eine Anfrage, ob er Gulli dosst, geschrieben: “ja, aber gulli wird nicht geddost. ich arbeite mit dem inhaber zusammen“.

id=

Ob er damit nur Mega-Downloads.Net meint oder die Kooperation noch weiter ging, lässt sich nur erahnen. So wurde Gomopa wochenlang von 13Speedtest37 geddost, nachdem sie die Betreiber von Mega-Downloads aufgedeckt haben.

Außerdem kann man im Gulli keine kritischen Beiträge über Speedies Hosterheihachi.net finden.  Dass er regelmäßig seine Kunden erpresste, sollte jedem bekannt sein.

Quelle und vollständiger Beitrag: Zenmen

12.11.09

Firmenbestatter übernimmt insolvente Inqnet Games-Tec

Schlechte Nachrichten für die Gläubiger der Inqnet Games-Tec GmbH. Diese werden wohl leider auf ihren Forderungen sitzen bleiben und leer ausgehen. Aus einer Mitteilung, welche der Redaktion in Kopie zur Verfügung gestellt wurde, geht hervor, dass die Forderungen gegen die Inqnet Games-Tec GmbH abgelehnt werden. Zur Begründung wird in der Mitteilung angegeben, dass die Geschäftsanteile an die Astromedia Limited veräußert und der Verwaltungssitz nach London verlagert wurde. In den letzten Schreiben war im Briefkopf der Inqnet Games-Tec GmbH als Zusatz ein Hinweis auf die Astromedia Ltd. vorhanden.

InQnet Games-Tec GmbH
c/o Astromedia Ltd. 196 High Road, N22 8 HH London

Bei der Astromedia Ltd. handelt es sich um ein Unternehmen, dass der Firmenbestattung dient und zur sogenannten Berliner Juricon-Bande gehört.

Neu an der Masche mit den betrügerischen Firmenbestattungen ist, dass die maroden Unternehmen an britische Briefkastenfirmen verkauft werden. Diese sind kurz nach der Übernahme dann selber Insolvent. So auch bei der Astromedia Ltd., die zuvor Valentin Fritzmanns Firma InQnet Games-Tec GmbH übernommen hatte. Die Astromedia Ltd. befindet sich laut britischem Handelsregister derzeit in Auflösung: "Company in a pre-dissolution state". Trozdem werden von ihr weitere marode Unternehmen übernommen. Inzwischen ist die Astromedia Ltd. alleiniger Gesellschafter von fünf Firmen. Nachfolgend ein paar aktuelle Beispiele, welche die Vorgehensweise der Gauner dokumentiert.

ProVenum GmbH
c/o AIDA Wirtschaftsdienste GmbH (siehe weiter unten)
Kurfürstenstraße 79
10787 Berlin
Amtsgericht: 70049 Stuttgart (HRB 109011)
Geschäftsführer: Winfried Piltz, Berlin, *01.09.1943
Insolvenzantrag! beim Amtsgericht Stuttgart, Aktenzeichen 6 IN 398/09

Amtsgericht Stuttgart
6 IN 398/09 

Der Antrag der ProVenum GmbH, c/o Astromedia Ltd., 196 High Road, Wood Green, London, N22 8HH, (AG Stuttgart, HRB 109011), über ihr Vermögen das Insolvenzverfahren zu eröffnen wurde kostenpflichtig zurückgewiesen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Antragsstellerin gem. § 4 InsO, 91 ZPO.

Gründe: Herr Winfried Piltz hat mit Schreiben vom 17.03.2009 (Eingang: 01.04.2009) die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der ProVenum GmbH beantragt. Nach Angaben des Herrn Piltz wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 27.02.2009 der Verwaltungssitz der Gesellschaft nach London verlegt und er zum neuen Geschäftsführer bestellt. Laut Handelsregisterauszug des Amtsgerichts Stuttgart, HRB 109011 ist die ProVenum GmbH mit Sitz in Heilbronn eingetragen und wird durch den Geschäftsführer Robert Berg vertreten. Ob die Sitzverlegung nach London und die Geschäftsführerbestellung wirksam sind, kann nicht überprüft werden. Jedenfalls war die Zuständigkeit des Amtsgerichts Stuttgart -Insolvenzabteilung- zu keinem Zeitpunkt gegeben. Dieser Sachverhalt wurde dem Antragssteller mit Schreiben vom 07.04.2009 mitgeteilt. Gleichzeitig wurde er aufgefordert, seine Bestellung zum Geschäftsführer nachzuweisen und einen Verweisungsantrag an das örtlich zuständige Gericht zu stellen. Eine Antwort auf dieses Schreiben ist bisher nicht eingegangen, so dass der Insolvenzantrag kostenpflichtig zurückzuweisen war. ...

artograv Kunststoff- und Lasertechnik GmbH
Lindengarten 12-14
73265 Dettingen unter Teck
Amtsgericht: 70049 Stuttgart (HRB 231715)
Geschäftsführer: Klaus Hoben, Berlin, *28.09.1940,
Insolvenzantrag! beim Amtsgericht Stuttgart, Aktenzeichen 6 IN 582/09

Amtsgericht Stuttgart
6 IN 582/09 

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der artograv Kunststoff- und Lasertechnik GmbH, c/o Astromedia GmbH, 196 High Road, Wood Grenn, N22 8HH London, GROSSBRITANNIEN (AG Stuttgart, HRB 231715), vertreten durch: Klaus Hoben, (Geschäftsführer), über ihr Vermögen das Insolvenzverfahren zu eröffnen wurde mit Beschluss vom 9. Juni 2009 kostenpflichtig zurückgewiesen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Antragsstellerin gem. § 4 InsO, 91 ZPO. ...

Nachdem der Antrag der Gauner vom AG in Stuttgart abgelehnt wurde, hat man einfach in Esslingen einen zweiten Insolvenzantrag gestellt.

Az.: 1 IN 218/09

Amtsgericht Esslingen

Beschluss vom 04.11.2009 

Über das Vermögen der

artograv Kunstoff- und Lasertechnik GmbH, Lindengarten 12-14, 73265 Dettingen (AG Stuttgart, HRB 231715), vertreten durch:
Klaus Hoben, (Geschäftsführer),  derzeit unbekannten Aufenthalts

wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung  heute, am 04.11.2009, um 08:00 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet.

Offensichtlich ist der Geschäftsführer Klaus Hoben untergetaucht, denn nur einen Monat zuvor wurde er in den Insolvenzbekanntmachungen des AG Darmstadt noch mit seiner Londoner Adresse erwähnt.

Beschluss vom 07.10.2009

Amtsgericht Darmstadt
9 IN 905/09

In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Phones for You GmbH, Hauptstraße 75, 64668 Rimbach (AG Darmstadt, HRB 41363), vertr. d.: Klaus Hoben, 196 High Road, Wood Green, LONDON, GROSSBRITANNIEN, (Geschäftsführer) ist am 07.10.2009 um 9.00 Uhr gegen die Antragstellerin die vorläufige Verwaltung angeordnet worden.

Vermögensverwaltungs GmbH Objekt Eitelstraße
Schlossheide 42
65366 Geisenheim
Amtsgericht: 65185 Wiesbaden (HRB 22924)
Geschäftsführer: Tino Hironymus, Potsdam, *23.01.1978
Insolvenz beim Amtsgericht Wiesbaden, Aktenzeichen 10 IN 247/09

Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Vermögensverwaltungs GmbH Objekt Eitelstraße, c/o Astromedia Ltd., 196 High Road Wood Green, London N22 8HH, GROSSBRITANNIEN, (bisherige Geschäftssitz: Schlossheide 42, 65366 Geisenheim) (AG Wiesbaden, HRB 22924), vertreten durch: Tino Hironymus, (Geschäftsführer), ...

Die Liste lässt sich noch beliebig fortsetzen. Auffällig ist, dass die Geschäftsführer der bestatteten Firmen fast alle aus dem Raum Berlin kommen und bei vielen Firmen und Insolvenzen auftauchen.

Alle Firmen, die von der AIDA Wirtschaftsdienste GmbH betreut werden, haben eine britische Limited als Gesellschafter (einschließlich AIDA selbst). Die AIDA Wirtschaftsdienste GmbH gehört dem früheren Geschäftsführer der Juricon GmbH, Siegfried Lang. Wegen der betrügerischen Firmenbestattungen hat die Berliner Staatsanwaltschaft inzwischen Anklage gegen Siegfried Lang erhoben.

In einem der bundesweit größten Fälle illegaler Firmenbestattungen hat die Berliner Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen den mutmaßlichen Drahtzieher erhoben. Wie eine Sprecherin der Behörde gestern auf Anfrage der Neuen Westfälischen bestätigte, wird Siegfried L. (76) der gewerbsmäßigen Untreue beschuldigt.

Bei der sogenannten Firmenbestattung werden von der Insolvenz bedrohte Unternehmen durch dubiose Transaktionen und kriminelle Handlungen aufgelöst. Meistens geschieht dies unter Einsatz von "Strohleuten" als Geschäftsführer und der Verlagerung des Firmensitzes ins Ausland. Vorrangiges Ziel ist es, die Gläubiger der maroden Unternehmen zu schädigen. Ihre Forderungen sollen bei dem Verwirrspiel ins Leere laufen.

Quelle: firmenbestatter.blogspot

AIDA Wirtschaftsdienste GmbH
Kurfürstenstraße 79
10787 Berlin
Amtsgericht: 14057 Berlin (HRB 113451)
Geschäftsführer: Siegfried Lang, Berlin, *06.12.1932
Gesellschafter:
ATC - ARCOR TRADING COMPANY LIMITED
196 HIGH ROAD
WOOD GREEN
LONDON
N22 8HH

zuvor:
Bernhard Saladin Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Marienbader Str. 10 a
61440 Oberursel (Taunus)
Amtsgericht: 61352 Bad Homburg (HRB 2743)
Geschäftsführer: Nikolaus Weber, Berlin, *21.01.1976
ehem Geschäftsführer: Bernhard Saladin, Oberursel

Nachdem die Juricon GmbH verschwunden ist und der Geschäftsführer zahlreicher bestatteter Unternehmen, Karlheinz Thierbach in Haft war, haben die Firmenbestattungen in letzter Zeit wieder stark zugenommen.

Schon seit langem gilt Karlheinz Thierbach als der Firmenbestatter von Faustus Eberle sowie der Familie de Soet.

  • europe media AG (2005)
  • Ad2media GmbH (2006)
  • customer connect worldwide GmbH (2007)
  • IBS - Business Service GmbH (2007)

Lesen Sie dazu auch den Beitrag über die Firmenbestatter der Swiss Connection.

Update 16.02.2010:

Per Email und Fax erhielt die Redaktion von Siegfried Lang, dem Geschäftsführer der AIDA Wirtschaftsdienste GmbH, eine Beschwerde über die Berichterstattung zum Thema Firmenbestatter im Allgemeinen und über seine Person im Besonderen. So behauptet Siegfried Lang unter anderem:

Ihre Erklärung, gegen mich sei wegen betrügerischer „Firmenbestattung“ Anklage erhoben wurden, ist frei erfunden und entbehrt jeder Grundlage.

Ein weiteres Mal weist Siegfried Lang am Schluß der Email noch darauf hin:

Abschließend gestatte ich mir noch den Hinweis, dass gegen mich kein Verfahren in Berlin anhängig ist.

Anscheinend will Siegfried Lang die Tatsachen verdrehen. Oder sollen wir glauben, dass die Ermittlungsbehörden gezielt Fehlinformationen an die Presse verteilen? In einem Zeitungsartikel kann man den Sachverhalt zu dem Themenkomplex noch nachlesen.

Spur illegaler Firmenbestatter führt nach OWL

In einem der bundesweit größten Fälle illegaler Firmenbestattungen hat die Berliner Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen den mutmaßlichen Drahtzieher erhoben. Wie eine Sprecherin der Behörde gestern auf Anfrage der Neuen Westfälischen bestätigte, wird Siegfried L. (76) der gewerbsmäßigen Untreue beschuldigt.

Bei der sogenannten Firmenbestattung werden von der Insolvenz bedrohte Unternehmen durch dubiose Transaktionen und kriminelle Handlungen aufgelöst. Meistens geschieht dies unter Einsatz von "Strohleuten" als Geschäftsführer und der Verlagerung des Firmensitzes ins Ausland. Vorrangiges Ziel ist es, die Gläubiger der maroden Unternehmen zu schädigen. Ihre Forderungen sollen bei dem Verwirrspiel ins Leere laufen.

Die Berliner Beratungsfirma "Juricon" und ihr Geschäftsführer Siegfried L. sollen über viele Jahre hinweg bundesweit zahlreiche Firmenbestattungen organisiert und dazu beigetragen haben, dass tausende Gläubiger geprellt wurden. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Neue Westfälische

Aus Gründen der Fairness weist die Redaktion darauf hin, dass tatsächlich kein Verfahren gegen Siegfried Lang eröffnet wurde. Das bedautet aber nicht automatisch, dass das Geschäftsgebaren rechtmäßig ist. Offensichtlich scheint Siegfried Lang gesundheitlich schwer angeschlagen zu sein, denn die Einstellung des Verfahrens wurde nämlich mit seiner dauerhaften Verhandlungsunfähigkeit begründet.

Herr Lang ist krank

... ist Herr Siegfried Lang, seines Zeichens Geschäftsführer der AIDA Wirtschaftsdienste GmbH und vormaliger Geschäftsführer der Juricon GmbH, kein Unbekannter. Nun schreibt ... die Staatsanwaltschaft Berlin: das … eingeleitete Ermittlungsverfahren habe ich eingestellt. Der Beschuldigte ist dauerhaft verhandlungsunfähig. Das Verfahren war daher aufgrund eines Verfahrenshindernisses einzustellen. Ich lerne: wenn du nur krank genug bist, kannst du ohne Folgen befürchten zu müssen betrügen.

Quelle: jurablogs.com

Nun wird es gegen Siegfried Lang wegen seines Alters und seiner Gesundheitszustands zwar keinen Prozess geben. Trotz seiner dauerhaften Verhandlungsunfähigkeit reichen seine Kräfte offensichtlich aber noch zum Schreiben von Emails und zum Abwracken von maroden Unternehmen.

05.11.09

Durch Pleite der Inqnet kommt Gamelabs ins Spiel

Schon im letzten Monat wurde darauf hingewiesen, dass Brian Corvers statt bei Inqnet nun bei Gamelabs aktiv ist. In dem Beitrag hiess es einleitend:

Seit Mitte des Jahres ist Brian Corvers nicht mehr in Diensten der Herren Fritzmann. Dort war Brian Corvers zuletzt in Valentin Fritzmanns Firma InQnet Games-Tec GmbH beschäftigt. Mit Spielen hat aber auch die neue Tätigkeit zu tun. Jedenfalls dem Namen nach, denn die jetzige Firma ist die Gamelabs GmbH, wie einem Profil von Brian Corvers zu entnehmen ist.

Aber nicht nur Brian Corvers ist zur Gamelabs GmbH gewechselt. Anscheinend tritt die Gamelabs GmbH die Nachfolge der InQnet Games-Tec GmbH an. Doch ein normaler Übergang von A nach B sieht anders aus und in diesem Fall stinkt es gewaltig nach einer betrügerischen Insolvenz. Aus einer Nachricht an die Redaktion geht hervor, dass Valentin Fritzmanns Firma InQnet Games-Tec GmbH offensichtlich zahlungsunfähig ist. Betroffene Geschäftsleute berichten von unbezahlten Rechnungen. Diese wurden mit dem Hinweis auf die Insolvenz an eine andere Firma verwiesen.

Die logische Folgerung daraus lautet, dass die InQnet Games-Tec GmbH Pleite ist. An deren Stelle rückt die Gamelabs GmbH, die zugleich auch Teile des bisherigen Personals übernimmt. Die Firma InQnet Games-Tec GmbH gehört unseren Informationen zufolge immer noch Valentin Fritzmann während für die Muttergesellschaft INQNET GmbH eine Strohfrau von Fritzmann & Corvers als Verantwortliche eingesetzt wurde.

Es lassen sich noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Firmen ausmachen. Die angegebenen Geschäftsführer der Firmen InQnet Games-Tec GmbH und Gamelabs GmbH eine gemeinsame Adresse. David Faron war im Handelsregister zunächst noch mit einer Mainzer Anschrift eingetragen. Inzwischen ist er aber umgemeldet und hat als aktuelle Anschrift die Fröbelstraße, Wiesbaden.

inQnet Games-Tec GmbH
Frankfurter Str. 92
65760 Eschborn
Amtsgericht: 60313 Frankfurt (HRB 84406)
Geschäftsführer: David Josef Faron, Mainz-Amöneburg, *05.10.1985
ehem. Geschäftsführer: Sven Sabiniarz, Unna, *07.10.1980
Management:
-----------
David Josef Faron *05.10.1985
Fröbelstr. 14

65203 Wiesbaden
Gesellschafter:
---------------
INQNET GmbH

Galaxa Tower 16. OG
Praterstr. 31
A-1020 Wien
Gesellschafter: Valentin Fritzmann 100%
-
Ina Lohmann *28.06.1979
Flörsheimer Str. 24
65239 Hochheim Am Main

An der neuen Wiesbadener Adresse scheint etwas faul zu sein, denn, an der neuen Wiesbadener Adresse von David Faron ist auch der Geschäftsführer Daniel Pfister von Brian Corvers neuer Firma Gamelabs GmbH gemeldet.

Gamelabs GmbH
ehem. Platin 351. GmbH
Colmarer Str. 5
60528 Frankfurt am Main
Amtsgericht: 60313 Frankfurt am Main (HRB 84329)
Geschäftsführer: Daniel Pfister, Wiesbaden, *18.06.1986
Gesellschafter:
---------------
Daniel Pfister *18.06.1986
Fröbelstr. 14

65203 Wiesbaden

Eine interessante Anschrift hat auch die von Valentin Fritzmann eingesetzte Strohfrau Geschäftsführerin der INQNET GmbH. Frau Ina Lohmann kommt aus dem gleichen Ort wie Brian Corvers.

Nachtrag: Januar 2012

Dieser Beitrag ist eine überarbeitete Fassung. Der ursprüngliche Bericht wurde wegen einer Beschwerde von Faustus Eberle um die beanstandeten Passagen gekürzt. Worum es bei der Beschwede im Einzelenen ging, haben wir gesondert in einem aktuellen Bericht mit dem Titel "Wer ist hier wohl kriminell, Herr Eberle?" zusammengefasst.

17.10.09

Brian Corvers statt bei Inqnet nun bei Gamelabs

Seit Mitte des Jahres ist Brian Corvers nicht mehr in Diensten der Herren Fritzmann. Dort war Brian Corvers zuletzt in Valentin Fritzmanns Firma InQnet Games-Tec GmbH beschäftigt. Mit Spielen hat aber auch die neue Tätigkeit zu tun. Jedenfalls dem Namen nach, denn die jetzige Firma ist die Gamelabs GmbH, wie einem Profil von Brian Corvers zu entnehmen ist.

  • 07/2009 - heute
    Chief Marketing Director / Vertriebsleiter Middle East (Vollzeit, Direktor (Bereichsleiter, VP, SVP etc))
    Gamelabs GmbH (Frankfurt), http://www.gamelabs.de/
    Branche: Computerspiele
    Gesellschaft in privater Hand, 51-200 Mitarbeiter

  • 08/2009 - heute
    Chief Marketing Director (Vollzeit, Direktor (Bereichsleiter, VP, SVP etc))
    Gamelabs GmbH (Karlsruhe), http://www.gamelabs.de/
    Branche: Computerspiele
    Gesellschaft in privater Hand, 11-50 Mitarbeiter

  • 11/2008 - 06/2009
    Chief Marketing Director (CMO) (Vollzeit, Direktor (Bereichsleiter, VP, SVP etc))
    inQnet Games-Tec GmbH, http://www.games-tec.de/
    Branche: Computerspiele
    Gesellschaft in privater Hand, 51-200 Mitarbeiter

  • 10/2007 - 10/2008
    Chief Marketing Director (CMO) (Vollzeit, Direktor (Bereichsleiter, VP, SVP etc))
    GT Global Trade GmbH
    Branche: Logistik & Zulieferung
    Gesellschaft in privater Hand, 1-10 Mitarbeiter

Quelle: Profil - Brian Corvers

Das Profil von Brian Corvers enthält auch eine Menge sehenswerter Kontakte zu anderen bekannten Größen der Abzockbranche. So führt beispielsweise eine Ölspur zu Faustus Eberle.

Die Firma Gamelabs GmbH war zuvor eine Vorratsgesellschaft und wurde laut Eintrag im Handelsregister erst im August 2009 übernommen.

Amtsgericht Frankfurt am Main Aktenzeichen: HRB 84329: Bekannt gemacht am: 10.08.2009 12:00 Uhr

Veröffentlichungen des Amtsgerichts Frankfurt am Main In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen

03.08.2009

Platin 351. GmbH, Frankfurt am Main, Mainzer Landstraße 16, 60325 Frankfurt am Main.Die Gesellschafterversammlung vom 26.06.2009 hat die Neufassung des Gesellschaftsvertrages, insbesondere die Änderung in den §§ 1 (Firma). und 2 (Gegenstand des Unternehmens) beschlossen. Neue Firma: Gamelabs GmbH. Geschäftsanschrift: Colmarer Straße 5, 60528 Frankfurt am Main. Neuer Gegenstand: Die Hilfeleistung bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs und Supportleistungen auf diesem Gebiet, die Projektentwicklung. Ferner das Erbringen von Marketing- und Werbeleistungen aller Art. Nicht mehr Geschäftsführerin: B., Antje, Berlin, *xx.xx.1968. Bestellt als Geschäftsführer: Pfister, Daniel, Wiesbaden, *18.06.1986, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Bei dem im Handelsregister eingetragenen Geschäftsführer handelt es sich anscheinend nur um eine Marionette, denn in Wirklichkeit studiert Daniel Pfister Elektrotechnik. Außerdem scheint seine Tätigkeit für die Gamelabs GmbH so nebensächlich zu sein, dass sie im Profil von Daniel Pfister nicht einmal Erwähnung findet. Die Fäden hält ganz offensichtlich eine bekannte Größe der Abzockbranche im Fäuschdle.

Die aktuellen Veränderungen geben der schon länger existierenden Vermutung bezüglich einer Kooperation der Herren Fritzmann und Eberle weitere Nahrung. Dazu passt noch eie weitere Merkwürdigkeit. Angeblich wurde die Firma Gamelabs GmbH im Oktober 2008 gegründet, wie es in einer Pressemitteilung heisst.

Die Gamelabs GmbH hat sich auf die Entwicklung und Betreuung von Browser-Games spezialisiert und wurde im Oktober 2008 gegründet.

Quelle: firmenpresse.de

Merkwürdigerweise taucht die Firma aber erstmalig ein Jahr später (August 2009) im Handelsregister auf.

17.07.09

Mega-Downloads.net: Nadelstich in die Zentrale der Abzockmafia

Über Mega-Downloads wurde in den zurückliegenden Tagen und Wochen viel in Foren und Blogs geschrieben und diskutiert. Über die aktuelle Entwicklung informiert eine Pressemitteilung auf der Webseite von GoMoPa.

Die Operationszentrale der Internetmafia

Versteckt im Teutoburger Wald im Kurort Vlotho (8.000 Einwohner) an der schönen Weser (man kuriert hier Darmleiden) hat eine Art "Internet-Mafia" ihre Zentrale für ihr "operatives Geschäft" installiert.

Die Adresse lautet Mindener Straße 118 in 32602 Vlotho (Nordrhein-Westfalen). Das Haus: ein weißes doppelstöckiges Bürogebäude vor einer Kuhweide. Auf dem Weg dahin muss man einen Trecker nach dem anderen überholen. Am Eingang vier nichts sagende Firmenschilder: BWL Letter & Support GmbH, WEB Gesellschaft für Forderungseinzug mbH, VWL Verwaltungs gmbH und BWL Service GmbH & Co. KG. Wer arbeitet hier und warum?

Nach einer Polizeirazzia am letzten Montag wegen Geldwäsche und Betruges, bei der fünf Beamte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover für Organisierte Kriminalität alle Firmendaten und den Geschäfts- und E-Mail-Verkehr auf CDs brennen ließen und mitnahmen, fasste ein Mitarbeiter Mut und packte gegenüber dem Finanznachrichtendienst www.gomopa.net aus.

"70 % aller deutschsprachigen Bezahlseiten wickeln über uns von Vlotho aus ihr operatives Geschäft ab", erzählt der Mitarbeiter. Dabei geht es um Rechnungen, Mahnschreiben, Widersprüche und Kontoführung für die österreichisch-arabisch-rumänischen Seiten Mega-Downloads.net, Firstload, Mymovies, Networx, netarena, 1000gratisproben, Antivir, Z4-Gewinner und ihre Ableger.

Interpol untersucht die Geldflüsse nach Wien und Dubai

Die deutschen Kripobeamten ließen durchblicken, dass alle beschlagnahmten Daten auch an die Kollegen von Interpol gehen, die sich insbesondere für die Finanzströme von Deutschland an die Finanzzentrale in Wien ( Österreich) oder auf Konten in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) interessieren.

Allein die Bezahlseite Firstload, die dem Österreicher Dr. Robert Fritzmann (50) gehört, nimmt laut dem Mitarbeiter im Jahr 25 Millionen Euro ein. Chefeintreiber für Firstload ist die Vlothoer WEB Gesellschaft für Forderungseinzug mbH. Chefin ist Heike Babenhauserheide (44) aus Kalletal bei Vlotho. Die Firma sitzt im Erdgeschoss des Bürohauses. Ein Stockwerk höher sammelt die BWL Letter & Support GmbH ein vielfaches Mehr von Internetopfern für Mega-Downloads.net ein. Ihr Chef ist Frank Babenhauserheide (45), Heikes Ehemann.net

GoMopa: Wieviel Geld nimmt Mega-Downloads.net ein?

Insider: "An Spitzentagen 10.000 Euro."

GoMoPa: Wer verdient was?

Insider: "Die normalen Mitarbeiter wurden meist vom Arbeitsamt geschickt. Sie bekommen je nach Teil- oder Vollzeitjob bis zu 1.200 Euro brutto im Monat. Die Geschäftsfüher erhalten etwa 2.500 Euro brutto. Außerdem dürfen sie sich 7 Prozent vom eingehenden Geld als Provision entnehmen, netto. Um die Steuern kümmert sich unser Steuerberater Ralf Hasenbäumer aus der Südfeldstraße in Hiddenhausen. Er ist auch eine Art Rechtsbeistand in allen Firmen-Belangen."

GoMoPa: Was kommt denn da an Provisionen für einen Geschäftsführer zusammen?

Insider: "Das kommt darauf an, wie viele Konten er auf seinen Namen angemeldet hat und wie viel Geld darüber abgewickelt wurde. Claus Frickemeier (42) aus Herford zum Beispiel, der unsere erst im Dezember gegründete Ableger-GmbH L & H in Hannover geleitet hatte und dem im Mai 2009 fristlos gekündigt wurde, hatte in dieser Zeit für die Betreuung von vier Konten in Herford und Hannover eine Provision von 75.000 Euro kassiert. Das weiß ich so genau, weil unser Anwalt diese jetzt zurückfordert."

GoMoPa: Was hat Frickemeier falsch gemacht?

Insider: "Er hat zu viele Fragen gestellt. Zum Beispiel wollte er von unserem Chef, Frank Babenhauserheide, wissen, warum auf einem unserer Internetserver eine Exeltabelle abgelegt war, in der alle 500 Anzeigen und Verfahren stehen, die gegen Frank Babenhauserheide, gegen unsere Büroanmieterin Bennette Buchwald in Hannover oder den Geschäftsführer unserer Inkassofirma Collector, Bernd Rogalski, in Herford vorliegen. Auch Verena Laub, die Freundin von Herrn Frickemeier wurde entlassen, weil sie sich weigerte, unserem Anwalt eine Generalvollmacht für die Konten der L & H auszustellen."

GoMoPa: Wer gibt denn die Anweisungen?

Insider: "Der Chef für die Geschäftszentrale in Vlotho und unsere Ableger in Herford, Kalletal, Bad Salzuflen und Hannover ist Frank Babenhauserheide. Er war schon im ZDF. Das Magazin hat mal einen Bericht über Inkasso-Unternehmen gedreht und hat Frank Babenhauserheide einen Tag begleitet. Unsere richtigen Chefs sitzen allerdings in Wien. Frank Babenhauserheide nennt sie immer die Gebrüder Fritzmann, obwohl es sich um Vater und Sohn handelt. Dr. Robert Fritzmann und sein Sohn Valentin (25) sind schon öfter bei uns in Vlotho gewesen. Vor kurzem waren sie aber auch in Herford bei unserer Firma Collector und haben viele Stunden mit Frank Babenhauserheide und Bernd Rogalski, dem Geschäftsführer von Collector, über die Krise beraten."

GoMoPa: Welche Krise meinen Sie?

Insider: "Na mit unserer neuen L & H GmbH. Wir wollten expandieren. Die L & H sollte unsere neue Abrechnunszentrale und unser neues Callcenter in der Färberstraße 3 in Hannover werden. Aber dann kündigte uns im Februar 2009 die Sparkasse Herford das Konto, weil in einem Monat 500 Buchungen eingingen und das Konto auf 250.000 Euro angewachsen war. Frank Babenhauserheide beruhigte uns, die Banken hätten mit Internetfirmen immer Probleme und hätten bei den vielen Buchungsvorgängen kaum Gewinne. Herr Frickemeier, der Geschäftsführer, hatte ja zum Glück noch drei weitere Konten bei der Deutschen Bank Hannover, der Dresdner Bank Hannover und der Sparkasse Hannover eingerichtet. Doch plötzlich teilte die Deutsche Bank Anfang Juni 2009 mit: Das Konto ist gepfändet. Gläubiger ist die Staatsanwaltschaft Hannover. Die Staatsanwaltschaft fror alle Konten der L & H ein. Unsere Anwalt hat Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft eingelegt und wird die Banken verklagen. Wir haben weiterhin Mahnbriefe an die Kunden verschickt. Vier Wochen später kam die Steuerprüfung ins Haus und jetzt das LKA."

GoMoPa: Wohin flossen denn die Gelder, wenn sie nicht eingefroren waren?

Insider: "Also das läuft so ab. Unsere ganzen GmbHs in Vlotho wurden auf Anweisung der Gebrüder Frizmann, wir nennen sie so, gegründet. Sie gaben die Namen vor wie BWL oder VWL oder L & H, die eigentlich keine Bedeutung haben, aber bei einer Google-Suche unendlich viele Einträge hervorzauberten. Dann schickten sie ihren Treuhänder. Das ist Helmut Steffel (25) aus Wien. Er ist der handelsrechtliche Geschäftsführer von Mega-Downloads.net und kam auch zur Gründung der L & H von Wien nach Hannover geflogen. Er bringt das Geld für die Firmengründung und für den Eintrag ins Handelsregister mit. Die Geschäftsführer werden danach ausgesucht, ob sie geeignet sind, bei mehreren Banken Konten zu eröffnen. Die Passwörter für das Internetbanking müssen sie an den Hauptbuchhalter der Gebrüder Fritzmann durchgeben. Das ist ein Reinhard Pils in Wien. Der ist auch der Buchhalter von der Firma InQnet, die Valentin Fritzmann gehört. Über Pils hat Fritzmann vollen Zugriff auf jedes Konto. Manchmal weist Frank Babenhauserheide aber auch die Geschäftsführer an, ein paar Hunderttausend Euro direkt auf Konten von unseren Firmen in Dubai zu überweisen."

Quelle und vollständige Pressemitteilung - GoMoPa

Auch die Neue Westfälische Zeitung berichtet über den aktuellen Stand der Ermittlungen.

Die Spur führt nach Herford: Niedersächsische Schwerpunktermittler nehmen Firmengeflecht wegen Geldwäsche-Verdacht ins Visier

Wie hoch sind die Einnahmen, die Betreiber der dubiosen Internet-Seite Megadownload über Inkassodienste wie das Herforder Unternehmen Collector erwirtschafteten?

Offenbar kommen bei dieser Mahn-Masche binnen kürzester Zeit hohe fünfstellige Beträge zusammen. Das zumindest lassen aktuell Ermittlungen der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Hannover gegen das Inkasso-Unternehmen L&H - den mutmaßlichen Nachfolger von Collector - vermuten. Die Ermittlungen führen wieder bis in den Kreis Herford: "Wir ermitteln wegen des Verdachts der Geldwäsche und der Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug", erklärte Oberstaatsanwalt Manfred Knothe. Drei Kreditinstitute hatten die Ermittler nach Verdachtsanzeigen auf die Spur gebracht.

Geschäftsführer des Inkasso-Unternehmens, das genau so wie die Herforder Firma Collector arbeitet, ist ein Mann aus Vlotho.

Wie berichtet hatte die Staatsanwaltschaft Bielefeld Ermittlungen gegen Vertreter des Unternehmensgeflechts eingestellt. Parallel wurde von der Staatsanwaltschaft Detmold gegen eine 44-jährige Geschäftsführerin Betrugs-Anklage erhoben. Die Frau war von Bad Salzuflen aus für zweifelhafte Internet-Seiten tätig, die Kunden Filmangebote offerierten. In Expertenkreisen wird vermutet, dass das Firmengeflecht wegen der Ermittlungen seine Aktivitäten von Ostwestfalen schließlich ins niedersächsische Hannover verlegte. Vielleicht in der Hoffnung, in Ruhe weiter arbeiten zu können.

Quelle und vollständiger Bericht: Neue Westfälische - nw-news.de

Derweil ist die Staatsanwaltschaft weiter auf der Suche nach Opfern, die von der Firma L&H GmbH Mahnschreiben für die angebliche Nutzung von Mega-Downloads.net erhalten haben. Betroffenen wenden sich in dem Fall bitte direkt an die Staatsanwaltschaft in Hannover. Die Anschrift lautet:

Staatsanwaltschaft Hannover
Postfach 109
30001 Hannover
Das Aktenzeichen lautet 5302 Js 41769/09

22.11.08

Domains und Firmen von Fritzmann sind für'n "GULLI"

Neben den vielen Gaunereien, für die Valentin und Robert Fritzmann in den letzten Jahren verantwortlich waren, gab es auch zahlreiche Versuche der Herren ihren Namen in ein positives Licht zu rücken. Dazu wurden eine Menge Domains mit dem Namen Fritzmann registriert und als Blogs ins Netz gestellt. Auf den Inhalt der Domains kam es nicht an, denn der einzige Zweck der Seiten bestand darin, die Suchmaschinen zu überlisten. Wenn also jemand den Namen Fritzman als Suchbegriff verwendete, so wurden zunächst nur die eigenen Webseiten angezeigt. Andere Webseiten, mit kritischen Beiträgen und Warnungen wurden dadurch erst auf den folgenden Seiten des Suchergebnisses angezeigt.

Inzwischen ist Valentin Fritzmann noch einen Schritt weiter und hat mit seiner Firma Inqnet GmbH auch sein eigenes (angebliches) Verbraucherschutzforum:

  • gulli.com
  • board.gulli.com

Für viele User mag das gulli-board ja eine Informationsquelle darstellen. Ob auch alle dort veröffentlichten Inhalte objektiv sind darf mehr als bezweifelt werden. Schon länger wird dort für die Dienste aus dem Hause Fritzmann geworben.

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Im Gegenzug wird auf der Seite firstload.de darauf hingewiesen, dass der Dienst von Gulli empfohlen wird.

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Dass kritische Postings auf dem Gulli-Board unerwünscht sind, braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden. Dennoch sei angemerkt, dass wir erst kürzlich darauf hingewiesen wurden. Ein User hatte auf die Abzocke des firstload-Nachfolgers Load.net aufmerksam gemacht und sich gewundert, dass das Posting kurz danach gelöscht war. Sein Fazit war dann, dass das gulli-board nur noch Zenzur und eine Werbeplattform für diese Gauner ist. Dieser Eindruck haben wir in unserer Redaktion auch seit einiger Zeit.