30.03.13

Kriminelle verschicken Trojanisches Pferd statt Ostergrüße

Massenhaft sind vor den Oster-Feiertagen Spam-Mails in Umlauf. Für den Empfänger soll ein Paket bei der Post hinterlegt sein. Klickt er allerdings auf den eingefügten Link, wird der Rechner mit einem Trojanischen Pferd infiziert. Die Kriminellen können ihre Opfer im schlimmsten Fall ausspionieren.

Ein bisschen stümperhaft ist sie schon gemacht, die Spam-Mail: "Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen", heißt es dort. ...

Quelle und vollständiger Bericht: WAZ - Der Westen

StA Regensburg ermittelt wegen Abmahnungen der KVR Handelsges. mbH

Unter dem Aktenzeichen (Az.: 103 Js 16997/12) hat die Staatsanwaltschaft Regensburg ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Hintergrund sind die offensichtlich betrügerischen und rechtsmißbräuchlichen Massenabmahnungen von Frank Dreschers Firma KVR Handelsgesellschaft mbH. Opfer dieser Masche werden gebeten, die StA zu unterstützen, indem sie vorhandene Abmahnschreiben oder anwaltliche Schreiben an die StA übermitteln.

Die Staatsanwaltschaft zeigt an, ein Ermittlungsverfahren gegen den Regensburger Rechtsanwalt Thomas Martin Urmann und Herr Frank Oliver Drescher wegen versuchten Betruges zu führen. Hintergrund sind die Abmahnungen durch die Kanzlei U + C Rechtsanwälte für die KVR Handelsgesellschaft mbH. ...

Dass jedoch gegen den Abmahner und gegen den abmahnenden Rechtsanwalt ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Betruges geführt wird, haben wir in unserer bisherigen beruflichen Praxis noch nicht erlebt. ...

Quelle und vollständiger Bericht: rechtsanwaltskanzlei-urheberrecht.de

Ermittlungen und Sicherungsmaßnahmen gegen Kaffeefahrten-Betreiber

Staatsanwaltschaft Oldenburg

12 Js 100040/12

Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Oldenburg, Anschrift Rosenstr. 13 a+b in 26122 Oldenburg, Aktenzeichen: 12 Js 100040/12 bzw. 741 Js 32736/12, gegen Andreas Steingrefer, geb. 1969 in Cloppenburg, wohnhaft: in Lastrup, wegen gewerbsmäßigen Betruges wurden aufgrund des dinglichen Arrestes in Höhe von 158.511,97 Euro des Amtsgerichts Oldenburg vom 26.07.2012 (Aktenzeichen: 28 Gs 2767/12) gegen den Beschuldigten die nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte gesichert, um Vermögensverschiebungen zu verhindern. Die staatsanwaltschaftlichen Sicherungsmaßnahmen und ihre Bekanntmachung nach § 111e Abs. 4 Strafprozessordnung sollen Tatverletzten die Möglichkeit eröffnen, ihre Ansprüche in das gesicherte Vermögen durch eigene zivilrechtliche Vollstreckungsmaßnahmen zu sichern. Eine bloße Anmeldung der Forderung bei der Staatsanwaltschaft ist nicht ausreichend. Die Aufrechterhaltung dieser vorläufigen Sicherungsmaßnahmen für die Tatverletzten ist zudem zeitlich begrenzt. Da nicht absehbar ist, wie lange das Gericht die Sicherungsmaßnahmen aufrechterhalten wird, wird allen Tatverletzten dringend empfohlen, umgehend selbst tätig zu werden. Im Übrigen wird auf die §§ 803, 804 Zivilprozessordnung verwiesen.

Aufstellung der gesicherten Vermögenswerte:

  • bei der OLB zum 27.02.2013: 62.216,38 Euro
  • ei der Volksbank eG mit Sitz in Löningen: 11.075,39 Euro
  • ei der Hümmlinger Volksbank eG: 10.126,35 Euro
  • ei der Raiffeisenbank eG Scharrel: 16.447,62 Euro

und

  • bei der Spar- und Darlehensbank eG: 18.661,65 Euro.

Quelle: Bundesanzeiger

Warnung vor falschen Emails mit Absender "Deutsche Post"

Bei der Polizei haben sich in den vergangenen Tagen Bürgerinnen und Bürger gemeldet, die eine verdächtige Mail bekommen haben. Der Absender soll als "Deutsche Post" erkannt werden und weist die Empfänger an, ein angehängtes Etikett auszudrucken. Es sei vergeblich versucht worden, ein Paket zuzustellen. Auffällig ist dabei, dass sich in der Aufforderung mehrere Schreibfehler, z.B. das Wort "Leiferanschrift", befinden. Es ist wahrscheinlich, dass sich im Anhang Viren, Trojaner oder ähnliches befinden.

Generell gilt: Sollten sie solche oder ähniche Aufforderungen per E-Mail erhalten, wird empfohlen, zunächst mit dem angegebenen Unternehmen Kontakt aufzunehmen. Hier kann man klären, ob es sich um eine echte und gerechtfertigte Aufforderungen handelt. Die Polizei rät außerdem keine Anhänge zu öffnen, wenn Zweifel an der Seriosität bestehen. Ein gutes Antiviren-Programm kann vor solchen Gefahren schützen.

Quelle: Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

28.03.13

Bundesweit aktive Betrügerbande festgenommen

Staatsanwaltschaft und Polizei Köln haben am Dienstag (26. März) von einer bundesweit agierenden Betrügerbande sechs Mitglieder im Alter von 13 bis 38 Jahren dingfest gemacht. In einer gemeinsamen Aktion von Fahndern aus Berlin und der Kölner Kripo wurden die Bandenmitglieder in Düsseldorf und Berlin auf frischer Tat festgenommen. Bei den Betrügern handelt es sich um Deutsche mit osteuropäischem Migrationshintergrund. Monatelange, eng abgestimmte Ermittlungen der Polizeien in Bremen, Berlin und Köln waren den Festnahmen vorausgegangen.

Gezielt und bewusst hatten die Tatverdächtigen es auf das Vermögen von älteren Menschen abgesehen. Um die arglosen Opfer um ihr Erspartes zu prellen, gingen die Täter professionell und äußerst perfide vor. So riefen sie vorab ihre Opfer an und gaben sich als Bankangestellte aus. Die Geschädigten wurden in den Glauben versetzt, dass es falsche Überweisungen gegeben habe oder aber ihnen versehentlich Falschgeld ausgezahlt worden sei. Nun müsse man, so die Anrufer, der Sache auf den Grund gehen. Hierzu benötige das Kreditinstitut zwecks Prüfung sämtliches Bargeld sowie die Scheckkarte des Opfers - inklusive der Geheimzahl. Die Tatverdächtigen redeten so lange und beharrlich auf die Opfer ein, bis diese schließlich auf die Anordnungen der Täter eingingen. In allen Fällen wurde das Erscheinen von "Polizeibeamten" angekündigt, die dann das Geld sowie die Scheckkarten in Empfang nahmen. Im Anschluss hoben die Betrüger mit den Scheckkarten an diversen Geldautoamten größere Bargeldbeträge ab.

Auch die Mobilität und Organisation der Bande ist bemerkenswert: Drei in Berlin festgenommene Tatverdächtige (28, 38, 31) mit eigentlichem Wohnsitz in Bremen hatten sich extra für die Taten in ein Hotel in Berlin begeben, um von dort aus ihre Opfer anzurufen. Die drei jetzt in Düsseldorf festgenommenen Komplizen - mit Wohnsitz in Solingen - warteten in der Landeshauptstadt auf die Information ihrer Mittäter aus Berlin.Anschließend begaben sie sich zwecks Abholung des ergaunerten Geldes zu der jeweiligen Geschädigten.

Bei einer dieser Übergaben griffen die Beamten gestern zu. Nahezu zeitgleich schnappten die Berliner Ermittler die dortigen Täter, die bereits von den Festnahmen in Düsseldorf erfahren hatten und zu flüchten versuchten. Nach kurzer Verfolgung war für sie die Flucht jedoch zu Ende. Die anschließenden Durchsuchungen führten zur Sicherstellung von größeren Mengen Bargeld. Dieses konnte auf Grund der Stückelungen zwei unterschiedlichen Taten vom Vortag in Düsseldorf zugeordnet werden.

Eine bei der Kripo nun erfolgende Auswertung zurückliegender Taten soll zur Aufklärung weiterer Betrügereien führen. Die Schadenssumme liegt nach ersten Schätzungen im fünfstelligen Bereich. Das 13-jährige Mädchen wurde nach Personalienfeststellung einem Kinderheim überstellt. Drei der fünf Erwachsenen (34, 34, 28) wurden dem Haftrichter vorgeführt.

Quelle: Polizei Köln