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11.01.10

Dreiste Drohungen der Vanus Ltd. für die Abzocke von downloadkoenig.com

Abzocknews.de wird häufig in Korrespondenzen wie bspw. Widersprüchen von Opfern im CC oder BCC, nebst Anlaufstellen wie den zuständigen Verbraucherzentralen, Abgeordneten und in letzter Zeit auch vermehrt an das BKA, vermerkt. So auch bei einem Widerspruch an die Vanus Limited, welche das Abzockangebot Downloadkoenig.com betreiben - Offensichtlich lag es dem Betreiber daran, mich an seinen Ergüssen teil haben zu lassen.

So schreibt die Vanus Ltd. (mit Abzocknews.de im CC) folgendes:


Sehr geehrte/r Frau/Herr xxxxxx,

die Diskussion ist an diesem Punkt beendet.

Wie bereits mehrfach ausgeführt, existiert ein solches Widerrufsrecht nicht. Etwaige Behauptungen Ihrerseits, der Verbraucherzentralen oder jeglicher anderer Institution treffen nicht zu.

Eventuell muß erst ein Urteil gegen S I E ergehen, das Sie zur Zahlung verpflichtet. Wenn Sie dies wünschen, können wir Ihnen helfen - sollte nämlich von Ihnen keine Zahlung eingehen, werden wir Ihren Fall an ein Inkassobüro sowie Rechtsanwälte abgeben. Die Forderung wird dann im Wege der Klage gegen S I E geltend gemacht. Am Ende werden Sie zur Zahlung verurteilt, und Sie müssen mit Vollstreckungsmaßnahmen in Ihr Vermögen (persönliche Habe, Kontopfändung, Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung u.ä.) rechnen.

Sollten Sie dies nicht wünschen, so raten wir Ihnen, die Forderung nunmehr zu begleichen.

Mit freundlichen Grüßen
Vanus Ltd.
Die Vanus Limited selbst gehört zum Firmengeflecht des Christian Riebold, welcher gerade erst ein eigenes Inkassobüro eröffnet hat (CBS Collect Billing Solutions GmbH) und dieses für die Eintreibung der nicht bestehenden Forderungen der hauseigenen Abzockprojekte einsetzt. Dies dürfte dann auch das Inkassobüro sein von welchem in der Mail die Rede ist.

Beim RechtsAnwalt der eingeschaltet werden soll steht ungewöhnlicherweise der Hasimaus-Anwalt Herr Frank Michalak sehr hoch im Kurs (Stasimaus-Anwalt wäre auch passend), denn dieser veröffentlicht immerhin auf der eigenen Kanzlei-Homepage eine Vollmacht für die Internet Media Limited, welche bspw. für Millionenexpress.com verantwortlich sind, einem Abzockangebot nach dem Vorbild von Nachbarschaftspost.com, einem Abzockprojekt aus dem Hause Faustus Eberle (ebenso wie Nachbarschaft24.net für welches Frank Michalak derzeit ebenfalls fordert).

Quelle und vollständiger Beitrag: abzocknews

18.12.09

StA ermittelt gegen RA Frank Michalak

Neu ist die Masche nicht mit der Internetkriminelle versuchen, sich durch frei erfundene und/oder unberechtigte Forderungen, wie im Fall nachbarschaft24.net, zu bereichern. Meistens wird dabei auch die Hilfe eines Inkasso oder Anwalts in Anspruch genommen. Und oft sind die handelnden Personen direkt in die betrügerische Abzocke verstrickt. Gegen den, als Hasimaus-Anwalt bekannten, RA Frank Michalak wurden mittlerweile mehrere Anzeigen erstattet und die Staatsanwaltschaft hat einem Bericht der Potsdamer Neusten Nachrichten zufolge die Ermittlungen aufgenommen.

Inzwischen beschäftigt der Fall Michalak die Justiz. Gegen ihn liegen bei der Potsdamer Polizei bereits 13 Anzeigen wegen Betrugs aus mehreren Bundesländern vor, so Sprecherin Katrin Laurisch. Und auch bei der Staatsanwaltschaft Potsdam gäbe es „eine Reihe“ von Betrugsanzeigen im Zusammenhang mit Michalaks Schreiben, so Behördensprecher Rolf Roggenbuck: Demnächst werde das gebündelte Verfahren von der Cottbuser Staatsanwaltschaft übernommen, die eine Abteilung für Internetkriminalität besitzt.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten

Nicht nur den vielen Opfern ist unverständlich, warum die Rechtsanwaltskammer keinen handlungsbedarf erkennen will. Aber wie war das noch mit den Krähen und den Augen?

Den ins Zwielicht geratenen Anwalt kennt auch die Rechtsanwaltkammer Brandenburg, die Verstöße gegen das Berufsrecht bestrafen kann. Doch Handlungsbedarf sieht Geschäftsführer Rüdiger Suppé noch nicht. Denn Michalak mache zunächst nur das, was Anwälte eben tun sollen – die Forderungen von Mandanten wie der Netsolutions aus Dubai durchsetzen. „Das ist nicht verboten“, sagt Suppé. Problematisch würde es nur, wenn Michalak wissentlich mit Betrügern zusammenarbeite oder die Forderungen frei erfunden seien, so Suppé: „Darüber habe ich aber noch keine Erkenntnisse.“
Doch herrscht um Michalaks Auftraggeber aus Dubai Rätselraten. Ein Team von Sat1reiste auf der Spur des Falls erst jüngst in die Golfmetropole – und fand unter der Adresse von Netsolutions nur ein Gebäude mit eingefallener Fassade. Eine Klage der VZ Brandenburg gegen die Firma konnte bislang mangels „ladungsfähiger Anschrift“ nicht zugestellt werden.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten

15.12.09

Nachbarschaft24: Anwaltsmahnungen mit Falschaussagen

In einem lesenswerten Beitrag hat fastix offengelegt, dass die Mahnungen des Anwalts Frank Michalak für das Portal nachbarschaft24 auf Lügen und falschen Aussagen basiert. Nach seinen Recherchen und technischen Auswertungen hat fastix dies in seinem Beitrag sehr anschaulich und ausführlich dokumentiert.

Laut RA Sebastian Dosch behauptet der gegenwärtig für Nachbarschaft24.net mahnende Hasimausianwalt Frank Michalak wie folgt:

Es ist nachweisbar und über http://www.archive.org/web/web.php leicht nachvollziehbar, dass diese kostenpflichtige Internetseite seit ihrer Veröffentlichung durch das Einstellen in das Internet am 8.10.2007 in keinen wesentlichen Punkten verändert wurde.

Diese Aussage ist technisch falsch, denn abhängig vom Client oder auch dessen IP-Adresse (und sehr vielen anderen Sachverhalten) kann bei gleicher URL eine unterschiedliche Webseite ausgeliefert werden. Näheres dazu findet sich in der Apache-Dokumentation zu mod_rewrite. Und nachbarschaft24.net benutzt: Server: Apache/2.2.9 (Debian) DAV/2 SVN/1.5.1 PHP/5.2.6-1+lenny4 with Suhosin-Patch mod_ssl/2.2.9 OpenSSL/0.9.8g. Die obige Behauptung ist, wenn sie der Betreiber oder hier der offensichtlich ahnungslose Rechtsanwalt Frank Michalak äußert, also nur eine falsche Behauptung, keinesfalls ein Beweis. Zudem muss dem Beklagten auch bewiesen werden, dass diese Seite überhaupt von ihm aufgerufen wurde. Dieser Beweis ist praktisch nicht führbar.

Wenn man dann noch auf Teile der Konfiguration zugreifen kann - und die Datei robots.txt ist ein Teil der öffentlich für jedermann zugänglichen Konfiguration, dann können sich sogar (wie hier vorliegend) starke Anhaltspunkte ergeben, wonach eine solche Darstellung eine Lüge ist. Hier die robots.txt von Nachbarschaft24.net:


Screenshot vom 11.12.2009, 19:00 Uhr

Da wird für Suchmaschinen und Archive - gerade auch das Webarchiv - jeder Zugriff auf eine gewinn.php und andere Seiten, gerade auch die Startseite mit Parametern verboten. Dokumentiert ist dies bei Google und bei archive.org selbst, dies folgt der Oakland Archive Policy. Das Resultat bei einer Nachsuche sieht dann erwartungsgemäß so aus:


Screenshot vom 11.12.2009, 19:00 Uhr

[ ..... ]

Beweispflichtig für das Zustandekommen eines Vertrages ist derjenige, der eine Forderung aus dem Vertrag erhebt. Hier wäre schon mal zu bestreiten, dass auf den Webseiten

  • http://www.nachbarschaft24.net/user/
  • http://www.nachbarschaft24.net/gewinn.php
  • http://www.nachbarschaft24.net/?Mail*
  • http://www.nachbarschaft24.net/?x=y*
  • http://www.nachbarschaft24.net/?kennung*
  • http://www.nachbarschaft24.net/index.php?check=*

... die ja gerade als Einstiegsseiten genutzt wurden - der Preis genannt wurde. Wie das der Eintreiber beweisen will ist mir rätsehaft, denn .....

Quelle und vollständiger Beitrag: fastix.blogspot.com

14.12.09

Planetopia über RA Michalaks Mahnungen für Nachbarschaft24

Neue Abmahnwelle – Tausende Internetnutzer erhalten unrechtmäßige Rechnungen

In diesen Tagen rollt eine gewaltige Abmahnwelle über Deutschland hinweg. Ein Potsdamer Anwalt fordert von tausenden Internetnutzern jeweils fast 300 Euro. Die Adressaten hatten sich bei einem Onlineportal registriert, bei dem nachträglich Gebühren erhoben wurden. Aus Angst vor den Folgen haben viele gezahlt. PLANETOPIA begibt sich auf die Spuren des Abmahnanwalts und zeigt, wie Sie richtig reagieren. 

Quelle incl. Video: Planetopia

07.12.09

Verbraucherzentrale rät: Drohungen von RA Michalak ignorieren

Die dreisten Einschüchterungsversuche des Rechtsanwalts Frank Michalak haben zu einer Flut von Beschwerden geführt. Aus diesem Grund hat die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt die folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Dreiste Drohbriefe eines Rechtsanwalts aus Potsdam
Mit fragwürdigen Methoden sollen Opfer von Nachbarschaft24.net zur Zahlung bewegt werden

In den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt beschweren sich zahlreiche Verbraucher, die Post von einer Rechtsanwaltskanzlei Frank Michalak aus Potsdam erhalten. Dieser Anwalt versendet offensichtlich im Auftrag der Netsolutions FZE aus Dubai, Betreiber der Internetseite nachbarschaft24.net Drohbriefe um Verbraucher zur Zahlung zu bewegen.

Nachbarschaft24.net hatte bei vielen Verbrauchern bereits im vergangenen Jahr für Verunsicherung gesorgt. Trickreich war versucht worden, Verbraucher zu täuschen. Die Betroffenen erhielten eine Mail, behauptet wurde darin ein Nachbar hätte eine wichtige Nachricht oder Einladung geschickt. Um diese Nachricht abzurufen, sollte der Verbraucher auf der Internetseite nachbarschaft24.net seine Daten eingeben. Anschließend könne man die wichtige Nachricht abrufen.
Wer auf den Trick hereinfiel, landete in der Kostenfalle. Ein zweijähriges Abonnement mit Gesamtkosten von 216 Euro sollte bezahlt werden.
Nunmehr baut der Potsdamer Rechtsanwalt mit seinen Schreiben eine neue Drohkulisse auf. Er meint mit diversen Urteilen und einem Rechtsgutachten die Zahlungspflicht begründen zu können.
Nach Ansicht der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt sollten sich Betroffenen von diesen Schreiben nicht beeindrucken lassen. Mit diversen Urteilen, lancierten Fehlmeldungen in diversen Internetblogs, Nachrichtenportalen und Webseiten wird versucht die Betroffenen zu verunsichern. Die Falschinformationen sollen den Internetuser zur Zahlung bewegen.
Unerwähnt bleibt dagegen ein Urteil des Amtsgerichtes Berlin-Mitte, dass bereits im vergangenen Jahr die Forderungen als unbegründet zurückgewiesen hatte und klarstellte, dass eine Zahlungspflicht nicht gegeben ist.

Der Rat der Verbraucherzentrale: Nicht zahlen und von den Drohungen nicht einschüchtern lassen.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt

27.11.09

Ex-Stasifunktionär mahnt für Nachbarschaft24

Vor über zwei Jahren wurde das Portal Nachbarschaft24 ins Leben gerufen und per Spam beworben. In der Folgezeit meldeten sich sehr viel Opfer dieser Abzocke und suchten Hilfe in den Verbraucherschutzforen. In den vergangenen Monaten war es sehr ruhig geworden um Nachbarschaft24. Es waren keinerlei Aktivitäten zu verzeichnen und man ging davon aus, dass sich diese dreiste Masche totgelaufen hat. Leider war das ein Trugschluss.

Anfang der Woche wurden Briefe des Anwalts Frank Michalak aus Potsdam verschickt war. Nach langer Zeit werden wieder Betroffene mit Mahnungen bedroht, um sie zur Zahlung zu nötigen. Gleichzeitig wurden auf freien Presseportalen Meldungen der Betreiber und des Anwalts eingestellt die nur eines zum Ziel haben: die Betroffenen mit Fehlinformationen zu verunsichern. Für den ehemaligen Stasifunktionär Frank Michalak ist das nichts Neues. Zuvor schon hatte er für Hasimaus mit Unsinn gedroht. Unsinn, nichts anderes sind die vermeintlichen Pressemeldungen über Nachbarschaft24, für die man bei Google sogar bezahlte Werbung einblenden lässt. In der aktuellen Drohwelle geht hauptsächlich um Gerichtsurteile, die auch auf der Homepage des Anwalts veröffentlicht sind. Die dort aus dem Zusammenhang gerissenen Teilveröffentlichungen sind aber kein Grund nun Angst vor einer Klage haben zu müssen. Im Gegenteil, denn in der Pressemitteilung heisst es dann beispielsweise:

In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem

„Die zulässige Klage ist begründet. Da sich der Beklagt trotz Aufforderung durch das Gericht unter Hinweise auf die Folgen einer unterbliebenen Klageerwiderung zum Sachverhalt nicht geäußert hat, gilt der klägerische Vortrag gem. § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden. Danach schuldet der Beklagt der Klägerin 54 Euro aus einem Dienstleistungsvertrag. (…)“

So und in ähnlicher Weise lesen sich die Begründungen aller Urteile der verschiedenen Amtsgerichte.

Quelle: Pressemitteilung

Das allein hat schon einen merkwürdigen Beigeschmack und sieht verdächtig danach aus, dass sich jemand aus Gefälligkeit verurteilen liess. Inhaltlich ging es nämlich keinesfalls um eine Klärung zur Zahlungpflicht für Nachbarschaft24. Bei dem zitierten Urteil handelt es sich um ein Versäumnisurteil. So bescheuert kann eigentlich niemand sein, dass man zu einer Klage keine Stellung bezieht und sich nicht verteidigt.

Sowohl die Drohschreiben von Anwalt Frank Michalak als auch die Pressemiiteilungen über Nachbarschaft24 sind nichts anderes als heisse Luft. Bezüglich einer Zahlungverpflichtung für Nachbarschaft24 gab es ein Gerichtsurteil bei dem der Betreiber abgewatscht wurde.

Der Richter fand auf nachbarschaft24.net gleich eine ganze Reihe von Gründen, warum die Frau - trotz ihrer Anmeldung - nicht bezahlen müsse. Das begann mit der Frage, wofür die neun Euro pro Monat eigentlich fällig werden sollten.

.....

Außerdem, so das Gericht weiter, sei die Frau "nicht in ausreichender Weise" über ihr Widerrufsrecht belehrt worden. "Allein der unscheinbare Hinweis in der Fußzeile der Startseite reicht nicht aus, um eine Einbeziehung der AGB anzunehmen. Gemäß § 305 Abs. 2 Nr. 1 BGB hätte ein ausdrücklicher Hinweis auf die Einbeziehung der BGB erfolgen müssen." Auch der Hinweis auf der Startseite von nachbarschaft24.net, dass die Teilnahme kostenlose sei, sei kein Hinweis auf ein Widerrufsrecht.

Quelle: Urteil des Amtsgerichts Berlin Mitte. AG Berlin Mitte, vom 05.11.2008, Az. 17 C 298/08

Inzwischen kursiert im Internet auch ein Gutachten der Rechtsanwältin Katja Damrow. Offensichtlich ist das lediglich ein Gefälligkeitsgutachten, denn die Anwältin Katja Damrow hat ihre Kanzlei im gleichen Gebäude wie der RA Frank Michalak.

Als Fazit bleibt also festzuhalten, dass die Opfer von Nachbarschaft24 nicht zahlen müssen.

Vor Beginn der jetzigen Droh- und Mahnwelle hat es einige strukturelle Veränderungen rund um das Nachbarschaftsnest gegeben. So wurden unter anderem die Domains an einen neuen Besitzer übertragen:

DOMAIN: NACHBARSCHAFT24-NEWS.COM

RSP: Straight EDV
URL: http://namemaster.de

owner-contact: P-KLA349
owner-organization: IP-Investigate
owner-fname: Khassan
owner-lname: Ahmadi
owner-street: Mozenrechweg 6
owner-city: Bensheim
owner-zip: 64625
owner-country: DE
owner-phone: 49 15229297584
owner-fax: +49 15229297583
owner-email: info@ip-investigate.com

Bei dem Herrn Khassan Ahmadi handelt es sich anscheinend um eine neue Marionette, deren Fäden jemand anderes im Fäustle hält. Interessant ist auch die angegeben Email-Adresse zur Domain ip-investigate.com. Bei einer Suche nach Ip-Investigate findet google nicht viel, aber immerhin einen nennenswerten Eintrag. Diesmal sogar mit einer anderen Anschrift.

id=

Diese Anschrift von IP-Investigate, Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6 in Hagen, ist in der Tat sehr interessant.Immerhin residiert an der gleichen Adresse der Förderverein Nicht Abzocken e.V. Jedenfalls ist diese Anschrift im Whois der Vereinsdomain affzockt.de eingetragen.

Domain:        affzockt.de
Domain-Ace:   affzockt.de
Nserver:      ns1.nicht-abzocken.de
Nserver:      ns2.nicht-abzocken.de
Nserver:      ns3.nicht-abzocken.de
Nserver:      ns4.nicht-abzocken.de
Status:       connect
Changed:      2009-11-18T11:43:02+01:00

[Tech-C]
Type:           PERSON
Name:           Markus Skerra
Organisation:   Foerderverein Nicht Abzocken e.V.
Address:        Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
Pcode:          58089
City:           Hagen

Dazu passt auch, dass die Domain nicht-abzocken.com aktuell im Netz der Firma S&S Support and Service GmbH (GF: Andreea Mircea) gehostet wird, welche dem Geflecht von Faustus Eberle zugerechnet wird.

Auf dem Server mit den Vereinsdomains finden sich weitere merkwürdige Seiten und Verbindungen.

  • ABOFALLE.INFO
  • ABOFALLE.ORG
  • AD2GET.COM
  • AD2MOBIL.COM
  • NICHT-ABZOCKEN.INFO
  • NICHT-ABZOCKEN.NET
  • NICHT-ABZOCKEN.ORG
  • PETROINKAS.COM
  • TANKSTELLEN-INKASSO.COM
  • TANKSTELLENINKASSO.COM

Will der gemeinnützige Verein Nicht Abzocken e.V. nun in das Inkassogeschäft einsteigen? Der Aufruf der Webseite tankstelleninkasso.com macht stutzig, denn es wird der Inhalt der Vereinsdomain nicht-abzocken.eu angezeigt. Ein Blick in das whois von tankstelleninkasso.com zeigt, dass im DNS-Record eine Umleitung eingetragen ist.

HTTP - 80 HTTP/1.1 302 Found
Date: Fri, 27 Nov 2009 00:17:11 GMT
Server: Apache/2.2.4 (Linux/SUSE)
X-Powered-By: PHP/5.2.11
Location: http://www.nicht-abzocken.eu/cms/index.php
Connection: close
Content-Type: text/html

Als verantwortliche Person ist im whois Gerald Krauser eingegeben. Der Name ist derzeit auch bei den anderen Webseiten des Vereins als Domaininhaber eingetragen. Beispielsweise auch bei der Domain nicht-abzocken.net.

Owner Contact:
   Gerald Krauser
   Nicht-Abzocken e.V.
   Grazer Weg 40
   Frankfurt, 60599, DE
   
   Punycode Name:  nicht-abzocken.net
   Unicode Name:   nicht-abzocken.net
  
   Admin Contact
      Gerald Krauser
      Nicht-Abzocken e.V.
      trejtho@arcor.de
      Grazer Weg 40
      Frankfurt, 60599, DE

Auffällig ist hier besonders die eingetragene Email-Adresse. Diese verweist immerhin noch auf den Vorsitzenden Thorsten Trejtnar vom Verein Nicht Abzocken.

Einen Hinweis auf eine neue Firma gibt es auch noch beim Studium des Whois von tankstelleninkasso.com. Dort ist als Organisation ein Firma Pay2Acteingetragen. Tatsächlich ist auch im Handelsregister eine entsprechende Firma seit dem 8. Okt. 2009 eingetragen.

Amtsgericht Hagen Aktenzeichen: HRB 8304: Bekannt gemacht am: 09.10.2009 12:00 Uhr

In ().
gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Neueintragungen

08.10.2009

Pay2 Akt UG (haftungsbeschränkt), Hagen, Wehringhauser Straße 89, 58089 Hagen.Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 21.07.2009. Geschäftsanschrift: Wehringhauser Straße 89, 58089 Hagen. Gegenstand: Gegenstand des Unternehmens sind Internetdienstleistungen. Stammkapital: 10,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Geschäftsführer: Krauser, Gerald, Mainz, *04.08.1967, mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Da ist er ja wieder, der Herr Krauser. Der Domaininhaber der ehemaligen Verbraucherschutzseiten als Geschäftsführer der neuen Firma Pay2 Act UG.

Angesichts dieser Entwicklung warnen wir vor dem Verein Nicht Abzocken e.V. und den Inhalten auf seinen Webseiten. Das gleiche gilt für die von Abzockern gekaperte Seite rotglut.org. Der frühere Betreiber hat damit nichts mehr zu tun und ist jetzt zu erreichen auf fastix.blogspot.com.

Mehr Infos über die aktuelle Drohwelle von Nachbarschaft24 auf den folgenden Seiten:

Nachtrag:

Bei ein paar Domains ist im Whois als Domaininhaber ein Markus Skerra eingetragen. So zum Beispiel bei den Domains nicht-abzocken.de, nicht-abzocken.eu, sowie affzockt.de (siehe oben).

Domain holder:  Markus Skerra
Organisation:   Foerderverein Nicht Abzocken e.V.
Address:    Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
Postal code:   58089
City:     Hagen

Die angegebene Anschrift Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6 wird also nicht nur von IP-Investigate und dem Förderverein Nicht Abzocken e.V. verwendet (siehe oben), sondern auch von Markus Skerra. Aber es gibt noch eine Person, die diese Adresse angegeben hat. Dabei handelt es sich um den Schatzmeister des Vereins Nicht Abzocken e.V. Auch der Herr Ralph Mix wohnt dort.

Ralf Willi Mix *24.11.1957
Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
58093 Hagen


Update: Irritationen wegen Nicht-Abzocken und Nachbarschaft24

01.12.09

Auf diese leidige Angelegenheit hat nun der Verein Nicht-Abzocken reagiert und eine Stellungnahme auf seinem Webportal veröffentlicht. Wenn man das überhaupt als Stellungnahme bezeichnen kann. Aber was will man verlangen, wenn schon einleitend heisst, "ein wenig Aufklärung". In Fettschrift werden die Besucher des Portals mit der folgenden Aussage konfrontiert:

Die Domain nicht-abzocken.com wurde und war niemals von dem Verein Nicht Abzocken registriert.

Das mag durchaus zutreffend sein und das Gegenteil hat auch niemand behauptet. Wenn mit der eben zitierten Äußerung aber suggeriert werden soll, dass weder der Verein noch deren Vorstandsmitglieder jemals etwas mit der Seite nicht-abzocken.com zu tun hatten, ist das nicht korrekt. Auch wenn die Domain nicht auf den Verein registriert war, so wurde sie dennoch von Vorstandsmitgliedern des Vereins administrativ (mit-) betreut. Im Webarchiv ist die Seite noch vorhandenen. Darüber lassen sich dann auch entsprechende Hinweise finden. Beispielsweise stehen in einer Themenübersicht neben den Daten des letzten Posts auch die Usernamen der Poster.

id=

Über den Nachnamen des Users Thorsten braucht man keine Spekulationen anstellen. Interessanter und eindeutiger ist der Nick eines anderen Users.

id=

Der Nick Mix241157 wird auch heute noch von dem User verwendet und setzt sich zusammen aus einem Nachnamen und dem dazugehörigen Geburtsdatum. Problemlos lässt sich der User mit dem Nick Mix241157 einem Gründungsmitglied des Vereins Nicht-Abzocken e.V. zuordnen.

Ralf Willi Mix *24.11.1957
Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
58093 Hagen

Es ist egal und ohnehin nicht zweifelsfrei nachzuvollziehen was in der Zwischenzeit mit der Domain ncht-abzocken.com passiert ist. Fakt ist jedoch, dass diese jetzt auf einem Server liegt, der dem Firmengeflecht des Faustus Eberle zuzurechnen ist.

Auch auf eine weitere Verbindung zu Faustus Eberle sei hingewiesen. Im whois der anderen Vereinsdomains wie nicht-abzocken.eu ist Gerald Krauser eingetragen (siehe oben im Beitrag), ebenso wie bei den Domains für das Inkasso, welche auf dem Server auf der gleichen IP liegen wie die Vereinsdomains. Aus dem Beitrag geht auch hervor, dass Gerald Krauser als Geschäftsführer für die neue Firma Pay2 Act UG im Handelsregister eingetragen ist. Im Impressum der Seite steht aber noch ein weiterer Name.

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Demnach gibt es wohl zwei Geschäftsführer, auch wenn derzeit nur Gerald Krauser im Handelsregister eingetragen ist. Anscheinend war ursprünglich Sven Gerzon für den Posten des Geschäftsführers der Pay2 Act UG vorgesehen. Sven Gerzon war zuvor Assistent der Geschäftsleitung bei der Firma HaF Hire and Fire GmbH, welche zum Geflecht von Faustus Eberle gehörte. Geschäftsführer der HaF Hire and Fire GmbH war Noradin Johri, welcher auch heute noch als bestätigter Kontakt im Xing-Profil von Sven Gerzon eingetragen ist.

Zu den leitenden Mitarbeitern von Eberles Firma HaF Hire and Fire GmbH gehörten u.a.:

  • Geschäftsführer
    Noradin Johri
  • Assistent der Geschäftsleitung
    Sven Gerzon
  • Personalberater
    Sebastian K.
  • Personaldisponentin
    Anja H.
  • Personaldisponent
    Patrick N.

Die HaF Hire and Fire GmbH residierte unter einem Dach mit Eberles europe media AG. Die folgenden Firmen des Faustus Eberle hatten sich ein Büro in der Colmarer Str. 5, 60528 Frankfurt am Main geteilt:

  • europe media AG
  • HaF Hire and Fire GmbH
  • mc Mobile Communication GmbH
  • ehem. DIS Deutsche Inkassostelle GmbH, bevor diese sich mit der IBS Business Service GmbH ein Büro in der Frankfurter Rossertstr. geteilt hat.

Vielleicht gibt es für diese merkwürdigen Verbindungen ja auch eine ganz simple Erklärung. Trotzdem fällt es schwer an soviel Zufälle zu glauben. Immerhin war Sven Gerzon als Assistent der Geschäftsleitung bei einer Firma von Faustus Eberle in führender Position beschäftigt. Dann taucht der Name Sven Gerzon gemeinsam mit dem von Gerald Krauser im Impressum der Firmandomain von Pay2 Act UG auf. Diese Firmendomains liegen zusammen mit den Vereinsdomains auf einer IP und haben mit Gerald Krauser außerdem noch den gleichen Domaininhaber.

20.11.09

United Payment Ltd. droht mit Unsinn

Eine gewisse Kreativität muss man den Banditen im Internet ja zugestehen. Immer wieder lassen die sich etwas einfallen um ihre Opfer unter Druck zu setzten. Auch die aktuellen Mahnschreiben der United Payment Ltd. des Herrn Robert Krämer, geb. Fussan enthalten ein paar schwachsinnige Drohungen.

Durch eine für uns neue technische Möglichkeit zur Herausfindung der Nutzung unseres erotischen Services, werden wir eine Befragung in ihrer Nachbarschaft anhand des von uns gespeicherten Wlan Netzwerkes sowie der MAC Adresse ihre Computers ( Computer Identifikation ) durchführen lassen.

.....

Der nächste Schritt ist die Weiterleitung sämtlicher gespeicherter Daten an das zuständige Bundeskriminalamt für Internetkriminalität.

Neu ist an dieser Möglichkeit nur der Blödsinn, mit dem gedroht wird. Ein Moderator aus dem Forum Computerbetrug schreibt dazu:

Dieser Riesenblödsinn in Textform ist eher lächerlich als beunruhigend. Übrigens gibt es kein Bundeskriminalamt für Internetkriminalität. Ebenso bekommen die keine MAC-Adresse des Rechners heraus. Der Betreiber bekommt nicht einmal die Daten vom Provider. Die gibts nur bei schweren Straftaten auf richterlichen Beschluss. Und das Anmelden bei einer Internetkostenfalle ist definitiv keine schwere Straftat.

Auch der Hinweis auf die Speicherung des Wlan-Netzwerks ist völliger Mummpitz. Dazu werden die Gauner nicht in der Lage sein, weil es solch eine Technik ganz einfach nicht gibt. Bleibt zum Schluss noch die Befragung der Nachbarschaft. Wen aber will der Herr Robert Krämer (geb. Fussan) damit befragen, wenn es für ihn keine technischen Möglichkeiten gibt, den Aufenthaltsort seiner Opfer zu lokalisieren? Selbst wenn es ihm in Einzelfällen gelingen sollte, könnte ein derartiges Vorgehen als Straftatbestand der Nötigung und der versuchten Erpressung gewertet werden. Schon die Ankündigung der Maßnahme stellt eine persönliche Bedrohung dar und kann bzw. sollte zur Anzeige gebracht werden.

Den Empfängern dieser unsinnigen Mahnungen wird für den Fall der Zahlungsverweigerung auch noch mit der Einschaltung eines Anwalts gedroht.

Führen Sie daher die Überweisung umgehend durch, um zusätzliche Kosten zu vermeiden.

Nach Ablauf einer Frist von 7 Tagen werden wir unseren Rechtsanwalt in dieser Sache einschalten.

Dies ist ausnahmsweise mal keine leere Drohung. Tatsächlich kommt später eine weiteres Drohschreiben des Anwalts Frank Michalak. In zurückliegenden Fällen hatten Betroffene auch schon drohende emails erhalten, deren Absender der Anwalt Frank Michalak sein sollte. Merkwürdigerweise wurden diese angeblichen Anwaltsschreiben aber über den Server von Robert Krämers Abzockseiten verschickt. Die Internetseite von Rechtsanwalt Frank Michalak hatte eine andere IP und einen anderen Provider. Lesen Sie dazu auch den Beitrag Hasimaus betrügt mit falscher Anwaltsmail.

20.05.09

Über das Schwimmbadspiel.de berichtet bei Akte 09

In dem Fernsehbeitrag vom 19. Mai 2009 berichtete Akte 09 über die Abzocke mit dem Schwimmbadspiel und dem Drahtzieher dieser Gaunerei. Leider fehlt in dem Beitrag ein Hinweis, dass die angebliche Anwaltsmail über die Server vom Schwimmbadspiel verschickt wurden. Dies hat die Redaktion bereits Anfang des Monats ausführlich dokumentiert. Lesen Sie dazu den Bericht über die falsche Anwaltsmail vom Schwimmbadspiel.

Das Spiel mit nackter Haut: Wie Jugendliche im Internet in die Kostenfalle tappen

Erst Pyjamaparty - jetzt das Schwimmbadspiel! "Schicke diesen Link an alle Deine Freunde!" - so harmlos beginnt die Abzock-Masche. Zwei Models fordern die Internetnutzer auf, zuzuschauen, wenn sie das eine oder andere Bikiniteil öffnen. Wer mitmacht, bekommt mit Sicherheit kurz darauf eine Rechnung über 59 Euro zugeschickt. Der Preis ist raffiniert auf der Seite versteckt. Zielgruppe der Abzocker sind vor allem Teenager - die Links kursieren hauptsächlich auf Chat-Plattformen, auf denen Jugendliche ihre Freunde treffen.

Quelle: Akte 09

Der Beitrag der Akte-Sendung als Video

Quelle: Youtube - scamnewsTV

02.05.09

Falsche Anwaltsmail vom Schwimmbadspiel

In den letzten Tagen haben Opfer der Abzocke vom Schwimmbadspiel gemeldet, dass sie Mahnungen per email von dem Rechtsanwalt Frank Michalak erhalten haben. Damit widerholt sich eine dreiste Gaunerei, über die schon im Zusammenhang mit Hasimaus berichtet wurde. (Siehe den Bericht: Hasimaus betrügt mit falscher Anwaltsmail). Die in der email enthaltenen Drohungen entbehren jeglicher Grundlage und können getrost ignoriert werden. Besonders deshalb, weil die angebliche Anwaltsmail wohl wieder nicht vom Anwalt stammt, sondern von der Firma Tech Global Ltd. und ihrem Geschäftsführer Matthias Meske selber. Im Header der email ist zwar als Absender ein email-account von der Domain rechtsanwalt-michalak.de angegeben.

Return-Path: < mail@rechtsanwalt-michalak.de >
Received: from km10821.keymachine.de (84.19.184.64 [84.19.184.64])

Merkwürdigerweise wurde die email über die IP 84.19.184.64 verschickt. Das passt aber nicht mit der Domain des Anwalts zusammen. Die Domain rechtsanwalt-michalak.de liegt auf der IP 81.169.145.71 und wird bei Strato gehostet, wie man dem DNS der Domain erkennen kann.

rechtsanwalt-michalak.de  IN  SOA  server: shades05.rzone.de 
     email: hostmaster.strato-rz.de  

Quelle: centralops.net

Die im Header der email angegebene IP 84.19.184.64 zeigt dagegen auf den Server und Hoster des Versenders. Da landet man also bei keymachine und dort sind auch die Abzockseiten der Gaunerbande gehostet.

Betroffene sollten sich davon nicht einschüchtern lassen und diesen unsubstanzierten Mahnmüll ignorieren. Von einer Zahlung unberechtigter Forderungen wird dringend abgeraten.

26.08.08

Hasimaus betrügt mit falscher Anwaltsmail

In diversen Foren und Blogs wird über eine Abzocke diskutiert und berichtet, die von der Firma Payball Payment GmbH über die folgenden Webseiten betrieben wird:

  • hasimaus.de
  • hasimaus.net
  • mandycam.de
  • mandys-show.de - NEU
  • mandyfille.com

Mal ehrlich, es ist nicht einfach auf Anhieb nachzuvollziehen, dass es sich bei dem Dienst der genannten Seiten um eine üble Abzocke handelt. Auf der Startseite von hasimaus.de ist ein sichtbarer Hinweis auf die Kosten vorhanden.

Kostenhinweis bei hasimaus.de

Erst durch weitere Hinweise von Betroffenen wird offenbar, wie die Masche der Gauner funktioniert. Den Berichten der Opfer zufolge werden in verschiedenen Chatrooms auf die Webseite verlinkt. Aber nicht mit der normalen URL sondern mit einem Link, der auf eine Unterseite leitet. Dort ist dann natürlich nichts von etwaigen Kosten zu sehen und die Falle schnappt zu. Doch es gibt auch User, die nie auf einer Seite der Payball Payment GmbH waren und trotzdem mit Rechnungen und Mahnungen bedacht werden.

Seit ein paar Tagen droht man den Zahlungsunwillingen mit einer angeblichen Anwaltsmail. Die email soll laut Absenderangabe von einem Rechtsanwalt Michalak nachts um 4:35 Uhr abgeschickt worden sein.

Von: Rechtsanwalt F Michalak
Datum: 08/18/08 04:**:**
An: *****@freenet.de
Betreff: Kostenpflichtige Internetnutzung / 48 Stunden Webcam Show Zugang

Interessant ist der unpersönliche Inhalt dieser email. In dem Schreiben ist weder ein Name noch eine Anschrift des Empfängers enthalten.

R e c h t s a n w a l t F r a n k M i c h a l a k
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RA Frank Michalak - Tuchmacherstrasse 38 - 14482 Potsdam

St-Nr.: 046/249/01032
E-Mail: mail@rechtsanwalt-michalak.de
Internet: www.rechtsanwalt-michalak.de
Tel: 0331 - 270 7015
Fax: 0331 - 280 43 84
Bürozeit: Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr
Mo-Do 15.00-18.00 Uhr
K u n d e

E-Mail: *****@freenet.de
IP: 77.134.***.***
Provider:*.bag.pppool.de

Potsdam, den 18.08.2008

 

Kostenpflichtige Internetnutzung "www.hasimaus.de"

Sehr geehrte Damen und Herren ,

vorab wird angezeigt, dass ich die Fa. Payball Payment GmbH, Mielestrasse 2, 14542 Werder/Havel,
anwaltlich vertrete. Ordnungsgemässe anwaltliche Vollmacht wird versichert.
Meine Mandantschaft betreibt die oben benannte Internetadresse, welche nach fachanwaltliches
(Internet-)Gutachten und durch Gutachten Jugendschutzbeauftragten den vorhandenen Rechtsvorschriften
völlig entspricht.

Sie haben - durch nachfolgenden Beleg unter Beweis gestellt - diese kostenpflichtige Dienst genutzt:

Anmeldung/ Registrierung: **.07.2008 um **:**:**
Ihre E-Mail Adresse mit der Sie sich angemeldet haben: *****@freenet.de
Ihr E-Mail Provider/Hoster: freenet.de
Ihre Anmeldung erfolgt über die IP Nummer: 77.134.***.***
Name Ihres Providers: *.bag.pppool.de

Die entstandenen Kosten in Höhe von 69,- EUR (incl. 10,- Euro Mahngebühren) – Rechnungsnummer: MJ**-****
vom **.07.2008 haben Sie fristgemäss bislang noch nicht ausgeglichen.

Ich habe Sie aufzufordern, den Betrag zu 69,- EUR schuldbefreiend innerhalb der nächsten 14 Tage nach Erhalt
dieser E-Mail auf das nachfolgenden Konto gutzuschreiben:

Empfänger: Rechtsanwalt Frank Michalak
Bank: DKB AG
Bankleitzahl: 12030000
Kontonummer: 1002282935
Verwendungszweck: MJ**-****

Für Überweisungen aus Österreich, Schweiz und anderen Länder der EU.

Empfänger: Rechtsanwalt Frank Michalak
IBAN: DE58120300000000408914
SWIFT-BIC: BYLADEM1001

 

Sollte zur vorgegebenen Frist ein Zahlungseingang nicht zu verzeichnen sein, so bin ich ge-
halten, diese Forderung gerichtlich durchzusetzen.

Da es wirtschaftlich sinnvoll erscheint, die benannte Rechnung auszugleichen als evtl. Kosten
eines gerichtlichen Verfahrens von mdt. weiteren 250,00 Euro in Kauf zu nehmen, wird dringend
zur Zahlung geraten.
Einwand zur Nutzung durch Minderjährige etc. wird nicht anerkannt.

Bei Nichtzahlung bleiben Entscheidungen über evtl. strafrechtliche Massnahmen vorbehalten.
Sollte Ihre Zahlung sich mit diesem Schreiben überschneiden, so ist vorliegendes Schreiben gegenstandlos.

 

Mit freundlichen Grüßen

Frank Michalak
Rechtsanwalt

Der Empfänger der email hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er sich dort nie angemeldet hat. Auch die IP kann nicht vom ihm sein, da er einen ganz anderen Provider hat. Bei hasimaus.de kann sich jeder mit einer X-beliebigen Mailadresse anmelden. Das übliche Double-OptIn-Verfahren wird seitens des Betreibers nicht angewandt. Selbst eine einfache Überprüfung der emailadressen wird anscheinend nicht vorgenommen. Stattdessen erhält man sofortigen Zugang zu den Inhalten, denn das Zugangspasswort wird direkt auf der Webseite angezeigt und nicht per Mail verschickt.

Da eine Prüfung der Mailadresse per OptIn nicht stattfindet, kann sich jeder auf diese Weise Zugang verschaffen. Somit ist es ohne weiteres möglich, dass sich eine fremde Person den Zugang bei hasimaus.de verschafft hat, indem sie eine falsche Mailadresse angegeben hat. Der Dumme ist dann leider derjenige, dem die angegebene email gehört.

Es kannfür die Betroffenen der per email bedrohten User daher nur die Schlussfolgerung geben: auf keinen Fall zahlen. Durch das prüfungslose Zugangsverfahren gibt es keinerlei Beweise für die Behauptung, dass sich der betreffende Inhaber einer Mailadresse tatsächlich angemeldet hat. Der Betreiber kann keine Bestätigungsmails vorweisen. Namen und Adressen kann er auch nicht angeben, da diese Daten nicht abgefragt werden. Ein juristisches Verfahren seitens hasimaus.de hätte daher keine Aussicht auf Erfolg und wäre zum Scheitern verurteilt.

Dass diese ungeprüften Adressen dann trortdem für ein Rechnungslegungs- und Inkassoverfahren verwendet werden ist nicht nur grob fahrlässig, sondern ist Teil des betrügereischen Geschäftsgebarens. Der Betrug geht aber noch weiter, denn die obige email kommt überhaupt nicht von dem Anwalt Michalak, wa an Hand des Headers der email zweifelsfrei belegt werden kann.

Return-path: <mail@rechtsanwalt-michalak.de>
Delivery-date: Mon, 18 Aug 2008 04:**:** +0200
Received: from [195.4.92.13] (helo=3.mx.freenet.de)
 by mbox94.freenet.de with esmtpa (ID exim) (Exim 4.69 #12)
 id 1KUuai-000093-Rt
 for [email]*****@*****freenet.de[/email]; Mon, 18 Aug 2008 04:**:** +0200
Received: from sexywetter24.de ([81.169.188.234]:48307 helo=h1314617.stratoserver.net)
 by 3.mx.freenet.de with esmtps (TLSv1:AES256-SHA:256) (port 25) (Exim 4.69 #12)
 id 1KUuai-0000TV-PH
 for [email]*****@freenet.de[/email]; Mon, 18 Aug 2008 04:**:** +0200
Received: from u1314704 by h1314617.stratoserver.net with local (Exim 4.69)
 (envelope-from <mail@rechtsanwalt-michalak.de>)
 id 1KUuai-000244-IT
 for [email]*****@freenet.de[/email]; Mon, 18 Aug 2008 04:**:** +0200
To: [email]*****@freenet.de[/email]
Subject: Kostenpflichtige Internetnutzung / 48 Stunden Webcam Show Zugang    
From: Rechtsanwalt F. Michalak  <mail@rechtsanwalt-michalak.de>
Content-type: text/plain; charset=iso-8859-1
X-Mailer: PHP 4.4.8
Message-Id: <******-*****-*******.stratoserver.net>
Date: Mon, 18 Aug 2008 04:**:** +0200
Delivered-To: [email]*****@*****freenet.de[/email]
Delivered-To: [email]*****@freenet.de[/email]
Envelope-to: [email]*****@freenet.de[/email]
X-purgate-ID: 149285::08081804****-********-********/0-0/0-1
Delivered-To: [email]*****@*****freenet.de[/email]

Demnach stammt die Anwaltsmail überhaupt nicht vom Anwalt, sondern wurde direkt über den Server von hasimaus.de verschickt. Das DNS spricht hier Bände: der PTR von der IP 81.169.188.234 zeigt auf sexywetter24.de.

234.188.169.81.in-addr.arpa

IN

PTR
sexywetter24.de

Die Webseite sexywetter.de gehört auch zu Robert Fussan und seiner Payball Payment GmbH.

Domain:      sexywetter24.de
 
[Holder]
Type:         ORG
Name:         Payball Payment GmbH
Address:      Mielestrasse 2
Pcode:        14542
City:         Werder Havel
Country:      DE
Remarks:      CID: 7523897/1020
Changed:      2008-06-11T12:02:09+02:00
 
[Admin-C]
Type:         PERSON
Name:         Robert Fussan
Address:      Payball Payment GmbH
Address:      Mielestrasse 2
Pcode:        14542
City:         Werder Havel
Country:      DE

Auf der gleichen IP liegen auch die Domains mandycam.de und hasimaus.de.

Adress-Lookup von hasimaus.de

Das Portal des Anwalts Michalak liegt aber ganz woanders und ist über die IP 81.169.145.71 zu erreichen.

Adress-Lookup von rechtsanwalt-michalak.de

Diese Form des Betrugs ist nicht neu. Das hatten wir zuletzt bei Schroeter & Schmidt: Reuter & Richter. Dort wurde kurz danach die StA aktiv und hatte die Server beschlagnahmt.


Neue Seite: Mandys-Show.de

Wohl aus diesen Gründen betreibt Robert Fussan die Gaunerei seit dem 25. August 2008 unter der neuen Seite mandys-show.de. Die bisherigen Domains sind jetzt nur noch als Umleitungen zu der neuen Seite aktiv. Auch mandys-show.de gehört zu der Payball Payment GmbH und Robert Fussan, auch wenn im whois der Domain falsche Daten hiterlegt wurden.

Domain:      mandys-show.de
Domain-Ace:  mandys-show.de
Nserver:     ns.km33313.keymachine.de
Nserver:     ns2.km33313.keymachine.de
Status:      connect
Changed:     2008-08-25T14:20:01+02:00

[Holder]
Type:         PERSON
Name:         Payball Payment GmbH
Address:      Mielestrasse 2
Pcode:        14542
City:         Werder Havel
Country:      DE
Changed:      2008-08-06T12:17:59+02:00

[Admin-C]
Type:         PERSON
Name:         Robert Baeumler
Address:      Mielestrasse 2
Pcode:        14542
City:         Werder Havel
Country:      DE
Changed:      2008-08-24T20:08:55+02:00

[Tech-C]
Type:         PERSON
Name:         Robert Baeumler
Address:      Mielestrasse 2
Pcode:        14542
City:         Werder Havel
Country:      DE
Phone:        +049 3327 573041
Fax:          +049 3327 573042
Email:        domain@emailpay.de
Changed:      2008-08-24T20:08:55+02:00

Der im whois angegebene Name Robert Baeumler ist wohl ein Phantom, denn die dazugehörende Telefonnummer gehört Robert Fussan. Dies kann leicht über Einträge in Branchenbüchern nachgewiesen werden.

Tel. 03327573041

Von der Firma Payball Payment GmbH werden auch User aus Frankreich abgezockt über die Webseite. mandyfille.com.


Weitere Hintergrundinformationen

Die Payball Payment GmbH residierte nicht von Anfang an in der Mielestr. sondern war ursprünglich in der Kanzlei des Vaters von Robert Fussan untergebracht. Wolfgang Fussan war 14 Jahre Richter und Justiziar der DDR, ehe er 1989 als Anwalt zugelassen wurde.

Rechtsanwalt Wolfgang Fussan

Rechtsanwälte - DDR-Folgen-Recht

Johannes-R.-Becher-Str. 65B
14478 Potsdam

Tel. (03 31) 86 44 71
Fax. (03 31) 86 46 48

Quelle: Klicktel.de

Die Anschrift von Wolfgang Fussan ist identisch mit der im Impressum von mandycam.de.

Impressum von mandycam.de

Schon vorher betrieb Robert Fussan bereits eine andere Firma in der Kanzlei seines Vaters:

*Internethandel R. Fussan*
Johannes-R-Becher Str. 65 b
14478 Potsdam
Ansprechpartner: Herr R. Fussan
Tel.: 0331-87000547
Fax: 0331-864686
eMail: robert@payball.de

Der "Internethandel" bestand hauptsächlich im Vertrieb von illegalen Dialern, für die der Vater Wolfgang Fussan dann das Mahnwesen übernommen hat.

winmusch Nickles

Quelle: Nickles.de