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13.07.11

Polizei warnt vor Inkasso-Abzocke

Abermals warnt die Polizei vor den Machenschaften dubioser Inkasso-Unternehmen, die im Auftrage von Gewinnspielanbietern noch (angeblich) offene Forderungen eintreiben. Im jetzt vorliegenden Fall hatte ein Mann aus Stadtsteinach eine Forderung einer "Inkaso Zastita" aus Kroatien erhalten. Er sollte 133 Euro auf ein Konto in Slowenien überweisen. Im Jahre 2007 hätte er an einem Gewinnspiel der Teleglück Gewinnspiel-Service GmbH aus Oranienburg teilgenommen. Einen seinerzeit unberechtigten Lastschrifteinzug von seinem Konto hatte er zurückbuchen lassen. Seither hatte er, bis zur obigen Forderung, nichts mehr von dem Sachverhalt gehört, berichtet die Polizei Stadtsteinach.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei eindringlich davor, solche Forderungen von Inkasso-Unternehmen leichtfertig zu überweisen. Jeder sollte vorher genau prüfen: Woraus resultieren die Forderungen? Bestehen diese zu Recht? Notfalls sollten die Betroffenen im Internet, bei den Verbraucherzentralen oder der Polizei sich beraten lassen oder Hilfe suchen.

Quelle: Frankenpost

12.07.11

Aktion gegen Machenschaften dubioser Inkassofirmen

Inkassounternehmen ziehen für Gläubiger offene Rechnungen bzw. geschuldetes Geld ein. Zunehmend wird auch in diesem Bereich Missbrauch betrieben, so die Erfahrungen der Verbraucherzentralen. "Verstärkt stellen wir fest, dass immer mehr unseriöse Inkassounternehmen Briefe verschicken und mit Drohungen und zum Teil fragwürdigen Methoden zwielichtige oder gar unberechtigte Forderungen eintreiben", so Carmen Gahmig, Rechtsreferentin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

In einer gemeinsamen Aktion sagen die Verbraucherzentralen diesen Machenschaften jetzt den Kampf an. Ab sofort bis 30. September sammeln sie in ihren Beratungsstellen systematisch die Erfahrungen von Betroffenen mit Inkassounternehmen und werten diese aus. Sie überprüfen, ob die Forderungen berechtigt sind und unterstützen Ratsuchende dabei, unberechtigte Forderungen oder überzogene Kosten abzuwehren. Bislang fehlen gesetzliche Grundlagen und eine effektive Aufsicht. Mit den Ergebnissen der Erhebung wollen sich die Verbraucherzentralen für Verbesserungen in diesem Bereich stark machen.

Ein aktuelles Beispiel:
In einem derzeit massenhaft verschickten Schreiben macht ein Unternehmen namens "Inkaso Zastita" mit Sitz in Kroatien insgesamt 177 Euro für angebliche Ansprüche einer Firma "Teleglück Gewinnspiel-Service Teleglück GmbH" mit Sitz in Berlin geltend. Gegen einmalige Zahlung von 118,- Euro zuzüglich 15,- Euro Gebühren will man jedoch auf weitere Zahlungen und Schritte verzichten. Und zugleich wird unterschwellig gedroht: "Wir werden unsere weitere Tätigkeit Ihrer Haltung anpassen müssen." Dem Schreiben beigefügt ist ein Überweisungsträger für eine Anweisung an eine slowenische Bank.

Immer mehr Beschwerden
Immer häufiger wenden sich Ratsuchende an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale, die ähnlich aufgemachte Inkassoschreiben erhalten. In den Briefen werden unklare oder sogar unberechtigte Forderungen zum Beispiel aufgrund von Internet-Abofallen, Gewinnspielen, untergeschobenen Vertragsschlüssen am Telefon oder als Forderungen von Drittanbietern aus den Telefonrechnungen geltend gemacht. Oftmals sind diese Schreiben so gestaltet, dass sie die Betroffenen bewusst einschüchtern, um sie zur Zahlung zu bewegen. Es werden Paragrafen und Urteile zitiert, auf drohende Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändung und Gerichtsvollzieherbesuch verwiesen oder mit Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung gedroht. Die Betroffenen können aus dem Inkassoschreiben meist nicht nachvollziehen, wer der eigentliche Forderungsinhaber sein soll, ob die Firma ordnungsgemäß bevollmächtigt ist und ob überhaupt eine Geld-empfangsvollmacht vorliegt. Schaut man sich die einzelnen Kostenpositionen in einer Forderungsaufstellung an - soweit diese überhaupt vorhanden ist - dann kann man sich über einzelne "Phantasiegebühren" nur wundern.

Diesen unseriösen Firmen wollen die Verbraucherzentralen mit ihrer Aktion das Handwerk legen. Wer fragwürdige Forderungen von Inkassobüros erhält, sollte sich an die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Quelle: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

01.07.11

Inkasso aus Kroatien will unberechtigte Forderungen eintreiben

Sächsische Verbraucher staunten nicht schlecht, als sie Post aus Kroatien von einem Inkaso Zaštita aus Marina in Kroatien erhielten. Angeprangert wurde eine angebliche Forderung einer Firma Teleglück Gewinnspiel-Service Teleglück GmbH oder auch der DGC Gewinnspiel-Service Tanagra AG, beide in Pfäffikon/Schweiz ansässig. Die Verbraucher sollten per Telefon einen Vertrag abgeschlossen haben, der bisher nicht gekündigt wurde und der sich alle drei Monate automatisch verlängern würde. Beträge von 80 bzw. 133 Euro ständen nun offen und müssten eingetrieben werden. Angeblich wären Versuche, die Forderung über das Konto einzutreiben fehlgeschlagen und Rücklastschriften erfolgt. Nun wolle man sich gütlich einigen und statt der aufgelaufenen Beträge nur die niedrigen Beträge einfordern. Wer allerdings die gesetzte Nachfrist verstreichen ließe, müsse damit rechnen, dass rechtliche Schritte eingeleitet werden würden.

Bei Forderungen aus dem Jahr 2007 ist bereits Verjährung eingetreten. Die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, diese angeblichen Forderungen genau zu prüfen. Hatte man keinen Vertrag abgeschlossen oder sind die Ansprüche bereits verjährt, sollte das der Firma sicherheitshalber per Einwurf-Einschreiben mitgeteilt und die Forderung zurückgewiesen werden.

Danach braucht man nicht mehr zu reagieren. Nur wenn ein Mahnbescheid eines Gerichtes im Briefkasten zu finden ist, muss unbedingt reagiert werden. Ein Widerspruch ist dann innerhalb von zwei Wochen vonnöten.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

Bei den angeblichen Schweizer Firmen Teleglück Gewinnspiel-Service Teleglück GmbH und DGC Gewinnspiel-Service Tanagra AG, welche als Inhaber der Forderungen genannt werden, handelt es sich offensichtlich um nicht existente Unternehmen. In den betreffenden Handelsregistern werden keine passenden Einträge zu den erwähnten Firmen angezeigt.

22.06.11

Inkasso-Abzocke mit verjährten Forderungen

Häufig suchen Brandenburger wegen zweifelhafter Forderungen von Inkassobüros Rat bei der Verbraucherzentrale - derzeit zum Beispiel mit Schreiben der Inkassofirma Zastita, die angebliche Ansprüche des Gewinnspiel-Service Netplay GmbH Berlin aus dem Jahr 2007 eintreiben will. "Oft wird darauf spekuliert, dass Betroffene aus Unkenntnis bereits verjährte, unberechtigte oder überhöhte Forderungen begleichen", kritisiert Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg: "Diese Forderungen aus 2007 sind nicht nur verjährt, sondern wegen eines Urteils gegen Netplay wegen unlauterer Telefon-Gewinnspielwerbung ohnehin fraglich!" Die Entscheidung des Landgerichts Berlin aus dem Jahr 2007(AZ: 103 O 92/07) bedeute zum Beispiel, dass wegen fehlender Zustimmung entweder gar keine Vertragsgrundlage bestand oder die in einer Überrumpelungssituation voreilig geschlossenen Verträge nach Fernabsatzrecht erfolgreich widerrufen wurden. "Wer zweifelhafte Forderungen zugeschickt bekommt, sollte diese per Einwurfeinschreiben zurückweisen", schlägt die Juristin vor und weist auf die rechtliche Prüfung in Beratungsstellen hin.

Unseriöse Inkassofirmen versuchen nach den Erfahrungen der Verbraucherberater manchmal dennoch, auch unberechtigte Forderungen über ein gerichtliches Mahnverfahren einzutreiben. Dann sollten Betroffene unbedingt innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Mahnbescheides Widerspruch einlegen und umgehend die Verbraucherzentrale informieren.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg

Bei dem Inkassounternehmen Zastita handelt es sich um eine kroatische Firma, welche von Deutschen betrieben wird. Auf der Firmenhomepage wird im Impressum Herr Florian König als verantwortliche Person genannt.

Im Handelsregister von Kroatien sind als Gesellschafter Frank Balters und Florian-Matthias Teuke eingetragen.

Herr Florian-Matthias Teuke kommt aus der Nähe von Düsseldorf und bekleidet gleichzeitig die Stelle als Direktor der Zastita.