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01.03.13

S&K-Gruppe kooperierte mit Eberles Firmen vom WinFinder-Betrug

Am Dienstag wurden vergangener Woche gleichzeitig in sieben Bundesländern, insbesondere Hessen, Hamburg und Bayern, unter dem Großeinsatz von insgesamt ca. 1.200 Ermittlungsbeamten und 15 Staatsanwälten mehr als 130 Durchsuchungsbeschlüsse, dingliche Arreste zur Sicherung von Vermögensabschöpfungen im Gesamtvolumen von über 100-Millionen Euro sowie Haftbefehle gegen sechs Haupttäter im Alter von 33 bis 70 Jahren vollstreckt. Darunter auch gegen die Gründer der Unternehmensgruppe S&K, Stephan Schäfer und Jonas Köller, die seitdem in U-Haft sitzen. Weitere Beschuldigte wurden zudem vorläufig festgenommen. Bisher wird gegen ca. 50 Beschuldigte ermittelt.

Bereits seit Mitte 2012 führt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen - gemeinsam mit dem Fachkommissariat Wirtschaftskriminalität beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Frankfurter Immobiliengruppe S&K, der mit dieser als Partner agierenden Hamburger Unternehmensgruppe United Investors sowie weit mehr als 100 verbundenen Gesellschaften wegen Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betruges mit Kapitalanlagen, der Untreue und weiterer Straftaten. In Hamburg wurden neben zwei Firmensitze des Emissionshauses United Investors auch zwei Privatwohnungen von Verantwortlichen des Unternehmens gefilzt. Nach Informationen von manager magazin online wurden zudem auch zwei Geschäftsführer von United Investors verhaftet

Durch die bisherigen umfangreichen Ermittlungen hat sich ein dringender Tatverdacht dahingehend ergeben, dass von den Hauptverantwortlichen der genannten beiden Firmengruppen in gemeinsam abgestimmter Vorgehensweise ein über Jahre planmäßig und groß angelegtes Betrugssystem installiert wurde. Dieses umfasste die betrügerische Erlangung und fortlaufende Veruntreuung von Anlegergeldern im Sinne eines sog. Schneeballsystems. Hierbei zeichnet sich ein extrem hoher Schaden im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich ab. Die Zahl der geschädigten Anleger, welche im Zuge der Finanzkrise 2008 neue ertragreiche und vermeintlich sichere Formen der Kapitalanlage suchten, geht in die Tausende. Gegenstand der Ermittlungen sind mehrere Anlagefonds im zusammen neunstelligen Euro-Bereich.

Zwar haben die Themen auf antiabzockenet kaum etwas mit Anlagebetrug zu tun. Doch in diesem Fall gewinnt die Meldung enorm an Bedeutung durch weitere Verflechtungen mit einer anderen betrügerischen Unternehmensgruppe. Erst vor Jahreswechsel wurde deren Drahtzieher, Faustus Eberle, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die S&K-Gruppe war nicht nur mit Immobilienfonds aktiv, sondern hat auch mit dem Ankauf von Lebensversicherungen zahlreiche Verbraucher über den Tisch gezogen. Zu diesem Zweck gab es eine Kooperation zwischen der S&K mit Firmen, welche bereits durch den Win-Finder-Betrug aufgefallen sind.

Im Wesentlichen lief die Gaunerei so ab, dass im Auftrag der S&K Verbraucher mit unerlaubten Werbeanrufen aus Call-Centern kontaktiert wurden, welche zum Firmengeflecht des Faustus Eberle gehören. Mehrere Opfer des Telefonspams haben sich darauf bei der Bundesnetzagentur (BNA) beschwert. Aus dem Grund hat sich die BNA an die S&K gewandt und um eine Stellungnahme gebeten.

Dieses Schreiben der BNA wurde von der S&K per Email am 9. August 2010 weitergeleitet an die Verantwortlichen der Firma entercom consulting GmbH.

Von: Txxxx Uxxxx <uxxxx@sk-sachwert.de>
Gesendet: Montag, 9. August 2010 12:17
An: Stefan Schuster; Sven Gerzon
Cc: Stephan Schäfer; Dxxxx Sxxxx
Betreff: unerlaubte Werbeanrufe der 0180- 5014940 - BUNDESNETZAGENTUR - WICHTIG!!
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrter Herr Schuster,
sehr geehrter Herr Gerzon,

Neben der Bitte um eine schriftliche Stellungnahme enthielt die Email noch die folgende Aufforderung:

Bitte veranlassen Sie die umgehende Sperrung der im Schreiben genannten Rufnummern.

Für die Opfer der telefonischen Belästigung ist diese Form der unerlaubten Werbung für die S&K einfach nur Telefonterror, wie man auf den Webseiten whocallsme und tellows nachlesen kann.

Mindestens seit November 2009 haben die S&K und die entercom consulting GmbH kooperiert, um mit unerlaubten Werbeanrufen Verbraucher zu belästigten und zum Verkauf ihrer Lebens-und anderer Kapitalversicherungen zu überreden. In Excel-Tabellen, die sich Besitz der entercom consulting GmbH befinden und uns in Kopie vorliegen, sind aber solch detaillierte und sensible Angaben über die kontaktierten Verbraucher enthalten, die weit über die nötigen Daten einer Kooperation im Rahmen von Kontaktaufnahmen und Terminlegungen seitens der Call-Center-Strukturen hinausgehen. Die Tabellen enthalten auch Vertragsnummern und Summen, so dass sich der Verdacht aufdrängt, Eberles Firmengeflecht sei viel tiefer an dieser Art von Abzocke beteiligt.

Offensichtlich wurde der Auftrag der S&K im Oktober 2010 beendet, denn von der entercom consulting GmbH wurde die Firma sks Sachs Kommunikationssysteme GmbH per Email darauf hingewiesen und dazu auch gleich das Folgeprojekt genannt.

... jetzt haben wir nicht mehr S&K Sachwert AG sondern Moneylife AG ...

Auch bei der Moneylife AG war ein Zweck des Unternehmens der An- und Verkauf von Vermögenswerten wie beispielweise von Versicherungen. Geschäftsführer der Firma ist Stefan Schuster. Sein Vorgänger war Stefan Liebler, der sich schon durch seine frühere Firma tecadress AG als E-Mail-Spammer und Adresshändler einen zweifelhaften Namen gemacht hatte. Außerdem ist Stefan Liebler auch noch Geschäftsführer der Firma UsePro FZE. Das wiederum führt zu kino.to und Valentin Fritzmann, denn die UsePro FZE ist laut Impressum als Betreiber der Portale Firstload verantwortlich.

Um das Bild abzurunden sei noch darauf hingewiesen, dass Sven Gerzon vorher bereits für Faustus Eberle als Assistent der Geschäftsleitung in dessen Firma HaF Hire and Fire GmbH tätig war und aktuell auch noch bei Eberles Unternehmen Pay2act GmbH als Geschäftsführer aktiv ist.

27.11.09

Ex-Stasifunktionär mahnt für Nachbarschaft24

Vor über zwei Jahren wurde das Portal Nachbarschaft24 ins Leben gerufen und per Spam beworben. In der Folgezeit meldeten sich sehr viel Opfer dieser Abzocke und suchten Hilfe in den Verbraucherschutzforen. In den vergangenen Monaten war es sehr ruhig geworden um Nachbarschaft24. Es waren keinerlei Aktivitäten zu verzeichnen und man ging davon aus, dass sich diese dreiste Masche totgelaufen hat. Leider war das ein Trugschluss.

Anfang der Woche wurden Briefe des Anwalts Frank Michalak aus Potsdam verschickt war. Nach langer Zeit werden wieder Betroffene mit Mahnungen bedroht, um sie zur Zahlung zu nötigen. Gleichzeitig wurden auf freien Presseportalen Meldungen der Betreiber und des Anwalts eingestellt die nur eines zum Ziel haben: die Betroffenen mit Fehlinformationen zu verunsichern. Für den ehemaligen Stasifunktionär Frank Michalak ist das nichts Neues. Zuvor schon hatte er für Hasimaus mit Unsinn gedroht. Unsinn, nichts anderes sind die vermeintlichen Pressemeldungen über Nachbarschaft24, für die man bei Google sogar bezahlte Werbung einblenden lässt. In der aktuellen Drohwelle geht hauptsächlich um Gerichtsurteile, die auch auf der Homepage des Anwalts veröffentlicht sind. Die dort aus dem Zusammenhang gerissenen Teilveröffentlichungen sind aber kein Grund nun Angst vor einer Klage haben zu müssen. Im Gegenteil, denn in der Pressemitteilung heisst es dann beispielsweise:

In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem

„Die zulässige Klage ist begründet. Da sich der Beklagt trotz Aufforderung durch das Gericht unter Hinweise auf die Folgen einer unterbliebenen Klageerwiderung zum Sachverhalt nicht geäußert hat, gilt der klägerische Vortrag gem. § 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden. Danach schuldet der Beklagt der Klägerin 54 Euro aus einem Dienstleistungsvertrag. (…)“

So und in ähnlicher Weise lesen sich die Begründungen aller Urteile der verschiedenen Amtsgerichte.

Quelle: Pressemitteilung

Das allein hat schon einen merkwürdigen Beigeschmack und sieht verdächtig danach aus, dass sich jemand aus Gefälligkeit verurteilen liess. Inhaltlich ging es nämlich keinesfalls um eine Klärung zur Zahlungpflicht für Nachbarschaft24. Bei dem zitierten Urteil handelt es sich um ein Versäumnisurteil. So bescheuert kann eigentlich niemand sein, dass man zu einer Klage keine Stellung bezieht und sich nicht verteidigt.

Sowohl die Drohschreiben von Anwalt Frank Michalak als auch die Pressemiiteilungen über Nachbarschaft24 sind nichts anderes als heisse Luft. Bezüglich einer Zahlungverpflichtung für Nachbarschaft24 gab es ein Gerichtsurteil bei dem der Betreiber abgewatscht wurde.

Der Richter fand auf nachbarschaft24.net gleich eine ganze Reihe von Gründen, warum die Frau - trotz ihrer Anmeldung - nicht bezahlen müsse. Das begann mit der Frage, wofür die neun Euro pro Monat eigentlich fällig werden sollten.

.....

Außerdem, so das Gericht weiter, sei die Frau "nicht in ausreichender Weise" über ihr Widerrufsrecht belehrt worden. "Allein der unscheinbare Hinweis in der Fußzeile der Startseite reicht nicht aus, um eine Einbeziehung der AGB anzunehmen. Gemäß § 305 Abs. 2 Nr. 1 BGB hätte ein ausdrücklicher Hinweis auf die Einbeziehung der BGB erfolgen müssen." Auch der Hinweis auf der Startseite von nachbarschaft24.net, dass die Teilnahme kostenlose sei, sei kein Hinweis auf ein Widerrufsrecht.

Quelle: Urteil des Amtsgerichts Berlin Mitte. AG Berlin Mitte, vom 05.11.2008, Az. 17 C 298/08

Inzwischen kursiert im Internet auch ein Gutachten der Rechtsanwältin Katja Damrow. Offensichtlich ist das lediglich ein Gefälligkeitsgutachten, denn die Anwältin Katja Damrow hat ihre Kanzlei im gleichen Gebäude wie der RA Frank Michalak.

Als Fazit bleibt also festzuhalten, dass die Opfer von Nachbarschaft24 nicht zahlen müssen.

Vor Beginn der jetzigen Droh- und Mahnwelle hat es einige strukturelle Veränderungen rund um das Nachbarschaftsnest gegeben. So wurden unter anderem die Domains an einen neuen Besitzer übertragen:

DOMAIN: NACHBARSCHAFT24-NEWS.COM

RSP: Straight EDV
URL: http://namemaster.de

owner-contact: P-KLA349
owner-organization: IP-Investigate
owner-fname: Khassan
owner-lname: Ahmadi
owner-street: Mozenrechweg 6
owner-city: Bensheim
owner-zip: 64625
owner-country: DE
owner-phone: 49 15229297584
owner-fax: +49 15229297583
owner-email: info@ip-investigate.com

Bei dem Herrn Khassan Ahmadi handelt es sich anscheinend um eine neue Marionette, deren Fäden jemand anderes im Fäustle hält. Interessant ist auch die angegeben Email-Adresse zur Domain ip-investigate.com. Bei einer Suche nach Ip-Investigate findet google nicht viel, aber immerhin einen nennenswerten Eintrag. Diesmal sogar mit einer anderen Anschrift.

id=

Diese Anschrift von IP-Investigate, Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6 in Hagen, ist in der Tat sehr interessant.Immerhin residiert an der gleichen Adresse der Förderverein Nicht Abzocken e.V. Jedenfalls ist diese Anschrift im Whois der Vereinsdomain affzockt.de eingetragen.

Domain:        affzockt.de
Domain-Ace:   affzockt.de
Nserver:      ns1.nicht-abzocken.de
Nserver:      ns2.nicht-abzocken.de
Nserver:      ns3.nicht-abzocken.de
Nserver:      ns4.nicht-abzocken.de
Status:       connect
Changed:      2009-11-18T11:43:02+01:00

[Tech-C]
Type:           PERSON
Name:           Markus Skerra
Organisation:   Foerderverein Nicht Abzocken e.V.
Address:        Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
Pcode:          58089
City:           Hagen

Dazu passt auch, dass die Domain nicht-abzocken.com aktuell im Netz der Firma S&S Support and Service GmbH (GF: Andreea Mircea) gehostet wird, welche dem Geflecht von Faustus Eberle zugerechnet wird.

Auf dem Server mit den Vereinsdomains finden sich weitere merkwürdige Seiten und Verbindungen.

  • ABOFALLE.INFO
  • ABOFALLE.ORG
  • AD2GET.COM
  • AD2MOBIL.COM
  • NICHT-ABZOCKEN.INFO
  • NICHT-ABZOCKEN.NET
  • NICHT-ABZOCKEN.ORG
  • PETROINKAS.COM
  • TANKSTELLEN-INKASSO.COM
  • TANKSTELLENINKASSO.COM

Will der gemeinnützige Verein Nicht Abzocken e.V. nun in das Inkassogeschäft einsteigen? Der Aufruf der Webseite tankstelleninkasso.com macht stutzig, denn es wird der Inhalt der Vereinsdomain nicht-abzocken.eu angezeigt. Ein Blick in das whois von tankstelleninkasso.com zeigt, dass im DNS-Record eine Umleitung eingetragen ist.

HTTP - 80 HTTP/1.1 302 Found
Date: Fri, 27 Nov 2009 00:17:11 GMT
Server: Apache/2.2.4 (Linux/SUSE)
X-Powered-By: PHP/5.2.11
Location: http://www.nicht-abzocken.eu/cms/index.php
Connection: close
Content-Type: text/html

Als verantwortliche Person ist im whois Gerald Krauser eingegeben. Der Name ist derzeit auch bei den anderen Webseiten des Vereins als Domaininhaber eingetragen. Beispielsweise auch bei der Domain nicht-abzocken.net.

Owner Contact:
   Gerald Krauser
   Nicht-Abzocken e.V.
   Grazer Weg 40
   Frankfurt, 60599, DE
   
   Punycode Name:  nicht-abzocken.net
   Unicode Name:   nicht-abzocken.net
  
   Admin Contact
      Gerald Krauser
      Nicht-Abzocken e.V.
      trejtho@arcor.de
      Grazer Weg 40
      Frankfurt, 60599, DE

Auffällig ist hier besonders die eingetragene Email-Adresse. Diese verweist immerhin noch auf den Vorsitzenden Thorsten Trejtnar vom Verein Nicht Abzocken.

Einen Hinweis auf eine neue Firma gibt es auch noch beim Studium des Whois von tankstelleninkasso.com. Dort ist als Organisation ein Firma Pay2Acteingetragen. Tatsächlich ist auch im Handelsregister eine entsprechende Firma seit dem 8. Okt. 2009 eingetragen.

Amtsgericht Hagen Aktenzeichen: HRB 8304: Bekannt gemacht am: 09.10.2009 12:00 Uhr

In ().
gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Neueintragungen

08.10.2009

Pay2 Akt UG (haftungsbeschränkt), Hagen, Wehringhauser Straße 89, 58089 Hagen.Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 21.07.2009. Geschäftsanschrift: Wehringhauser Straße 89, 58089 Hagen. Gegenstand: Gegenstand des Unternehmens sind Internetdienstleistungen. Stammkapital: 10,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Geschäftsführer: Krauser, Gerald, Mainz, *04.08.1967, mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Da ist er ja wieder, der Herr Krauser. Der Domaininhaber der ehemaligen Verbraucherschutzseiten als Geschäftsführer der neuen Firma Pay2 Act UG.

Angesichts dieser Entwicklung warnen wir vor dem Verein Nicht Abzocken e.V. und den Inhalten auf seinen Webseiten. Das gleiche gilt für die von Abzockern gekaperte Seite rotglut.org. Der frühere Betreiber hat damit nichts mehr zu tun und ist jetzt zu erreichen auf fastix.blogspot.com.

Mehr Infos über die aktuelle Drohwelle von Nachbarschaft24 auf den folgenden Seiten:

Nachtrag:

Bei ein paar Domains ist im Whois als Domaininhaber ein Markus Skerra eingetragen. So zum Beispiel bei den Domains nicht-abzocken.de, nicht-abzocken.eu, sowie affzockt.de (siehe oben).

Domain holder:  Markus Skerra
Organisation:   Foerderverein Nicht Abzocken e.V.
Address:    Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
Postal code:   58089
City:     Hagen

Die angegebene Anschrift Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6 wird also nicht nur von IP-Investigate und dem Förderverein Nicht Abzocken e.V. verwendet (siehe oben), sondern auch von Markus Skerra. Aber es gibt noch eine Person, die diese Adresse angegeben hat. Dabei handelt es sich um den Schatzmeister des Vereins Nicht Abzocken e.V. Auch der Herr Ralph Mix wohnt dort.

Ralf Willi Mix *24.11.1957
Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
58093 Hagen


Update: Irritationen wegen Nicht-Abzocken und Nachbarschaft24

01.12.09

Auf diese leidige Angelegenheit hat nun der Verein Nicht-Abzocken reagiert und eine Stellungnahme auf seinem Webportal veröffentlicht. Wenn man das überhaupt als Stellungnahme bezeichnen kann. Aber was will man verlangen, wenn schon einleitend heisst, "ein wenig Aufklärung". In Fettschrift werden die Besucher des Portals mit der folgenden Aussage konfrontiert:

Die Domain nicht-abzocken.com wurde und war niemals von dem Verein Nicht Abzocken registriert.

Das mag durchaus zutreffend sein und das Gegenteil hat auch niemand behauptet. Wenn mit der eben zitierten Äußerung aber suggeriert werden soll, dass weder der Verein noch deren Vorstandsmitglieder jemals etwas mit der Seite nicht-abzocken.com zu tun hatten, ist das nicht korrekt. Auch wenn die Domain nicht auf den Verein registriert war, so wurde sie dennoch von Vorstandsmitgliedern des Vereins administrativ (mit-) betreut. Im Webarchiv ist die Seite noch vorhandenen. Darüber lassen sich dann auch entsprechende Hinweise finden. Beispielsweise stehen in einer Themenübersicht neben den Daten des letzten Posts auch die Usernamen der Poster.

id=

Über den Nachnamen des Users Thorsten braucht man keine Spekulationen anstellen. Interessanter und eindeutiger ist der Nick eines anderen Users.

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Der Nick Mix241157 wird auch heute noch von dem User verwendet und setzt sich zusammen aus einem Nachnamen und dem dazugehörigen Geburtsdatum. Problemlos lässt sich der User mit dem Nick Mix241157 einem Gründungsmitglied des Vereins Nicht-Abzocken e.V. zuordnen.

Ralf Willi Mix *24.11.1957
Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
58093 Hagen

Es ist egal und ohnehin nicht zweifelsfrei nachzuvollziehen was in der Zwischenzeit mit der Domain ncht-abzocken.com passiert ist. Fakt ist jedoch, dass diese jetzt auf einem Server liegt, der dem Firmengeflecht des Faustus Eberle zuzurechnen ist.

Auch auf eine weitere Verbindung zu Faustus Eberle sei hingewiesen. Im whois der anderen Vereinsdomains wie nicht-abzocken.eu ist Gerald Krauser eingetragen (siehe oben im Beitrag), ebenso wie bei den Domains für das Inkasso, welche auf dem Server auf der gleichen IP liegen wie die Vereinsdomains. Aus dem Beitrag geht auch hervor, dass Gerald Krauser als Geschäftsführer für die neue Firma Pay2 Act UG im Handelsregister eingetragen ist. Im Impressum der Seite steht aber noch ein weiterer Name.

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Demnach gibt es wohl zwei Geschäftsführer, auch wenn derzeit nur Gerald Krauser im Handelsregister eingetragen ist. Anscheinend war ursprünglich Sven Gerzon für den Posten des Geschäftsführers der Pay2 Act UG vorgesehen. Sven Gerzon war zuvor Assistent der Geschäftsleitung bei der Firma HaF Hire and Fire GmbH, welche zum Geflecht von Faustus Eberle gehörte. Geschäftsführer der HaF Hire and Fire GmbH war Noradin Johri, welcher auch heute noch als bestätigter Kontakt im Xing-Profil von Sven Gerzon eingetragen ist.

Zu den leitenden Mitarbeitern von Eberles Firma HaF Hire and Fire GmbH gehörten u.a.:

  • Geschäftsführer
    Noradin Johri
  • Assistent der Geschäftsleitung
    Sven Gerzon
  • Personalberater
    Sebastian K.
  • Personaldisponentin
    Anja H.
  • Personaldisponent
    Patrick N.

Die HaF Hire and Fire GmbH residierte unter einem Dach mit Eberles europe media AG. Die folgenden Firmen des Faustus Eberle hatten sich ein Büro in der Colmarer Str. 5, 60528 Frankfurt am Main geteilt:

  • europe media AG
  • HaF Hire and Fire GmbH
  • mc Mobile Communication GmbH
  • ehem. DIS Deutsche Inkassostelle GmbH, bevor diese sich mit der IBS Business Service GmbH ein Büro in der Frankfurter Rossertstr. geteilt hat.

Vielleicht gibt es für diese merkwürdigen Verbindungen ja auch eine ganz simple Erklärung. Trotzdem fällt es schwer an soviel Zufälle zu glauben. Immerhin war Sven Gerzon als Assistent der Geschäftsleitung bei einer Firma von Faustus Eberle in führender Position beschäftigt. Dann taucht der Name Sven Gerzon gemeinsam mit dem von Gerald Krauser im Impressum der Firmandomain von Pay2 Act UG auf. Diese Firmendomains liegen zusammen mit den Vereinsdomains auf einer IP und haben mit Gerald Krauser außerdem noch den gleichen Domaininhaber.