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23.12.11

Weiterer ehemaliger kino.to-Mitarbeiter zu Haftstrafe verurteilt

Bereits zum vierten Mal ein ehemaliger Mitarbeiter des früheren Streamingportals Kino.to verureteilt. Das Urteil in Höhe von drei Jahren und fünf Monaten Haft ist das derzeit höchste Strafmaß in diesem Verfahren. Es wird aber eine noch höhere Strafe für den Hauptbeschuldigten erwartet. Interessant sind auch die Hintergrundinformationen zur Werbung auf Kino.to worüber die GVU in ihrer Pressemitteilung zu der Verurteilung ausführlich informiert.

Ein weiterer früherer Mitarbeiter des illegalen Internet-Filmportals kino.to ist vom Amtsgericht Leipzig zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Das Gericht sprach den 47-Jährigen am Mittwoch der gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in mehr als 1,1 Millionen Fällen schuldig. Das Strafmaß gegen den in Zwickau lebenden Mann ist das höchste in den bisherigen vier Verfahren gegen ehemalige Mitarbeiter von kino.to.

Richter Mathias Winderlich sagte in der Urteilsbegründung, es müsse mit aller Deutlichkeit gezeigt werden, dass Urheberrechtsverletzungen nicht geduldet würden. Dietmar Bluhm von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden hatte eine Strafe von drei Jahren und zehn Monaten gefordert. Der Verteidiger hatte für eine Strafe von drei Jahren plädiert.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung nahmen das Urteil unmittelbar nach seiner Verkündung an. Die Urteile aus den ersten drei Verfahren gegen frühere kino.to-Mitarbeiter wurden ebenfalls sofort rechtskräftig, weil die Strafverfolgungsbehörde und die Angeklagten auf Rechtsmittel verzichteten. ...

Derzeit befinden sich noch zwei frühere Betreiber von kino.to in Untersuchungshaft, die als die Hauptbeschuldigten gelten. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Der Westen

Der gestern Verurteilte war im System kino.to für das Anmieten und die technische Betreuung von Internetrechnern im Ausland zuständig. Zudem betrieb der 47-Jährige den ältesten und einen der leistungsstärksten kino.to-eigenen Filehoster auf dem zuletzt Raubkopien von 10.754 unterschiedlichen Filmtiteln gespeichert waren. Durch Werbung und insbesondere Abofallen auf diesem Filehoster erwirtschaftete der in Köln geborene Angeklagte seit 2008 Einnahmen von mehr als 630.000 Euro. Etwa die Hälfte dieser Summe konnte er als Gewinn verbuchen. ...

In der Anfangszeit habe kino.to viele Kosten produziert, so der Angeklagte. Im Juli 2008 habe ihn der kino.to-Chef jedoch angerufen und mitgeteilt, dass er mit Valentin F. (Anm.: Fritzmann) aus Österreich einen Werbepartner gefunden habe, der ihm monatlich 250.000 Euro zahlen wolle. Diese Geschäfte wurden über Spanien abgewickelt. Der Leipziger Hauptbeschuldigte im kino.to-Verfahren habe ihm außerdem von horrenden Werbeeinnahmen berichtet, so der Angeklagte weiter, und ihn gefragt, ob er nicht selbst einen Filehoster betreiben wolle.

Der Angeklagte, dem zu diesem Zeitpunkt die Geschäfte mit seinen ISP weggebrochen waren, sagte zu und programmierte seinen Hoster. Zweidrittel seiner Einnahmen dort generierte er über Abofallen, in denen der kostenlose Download eines Players oder Browsers beworben wurde, welcher allerdings mit einer jährlichen Zahlungsverpflichtung von 96 Euro verbunden war. Pro Nutzeranmeldung bei diesem Anbieter erhielt der Angeklagte 2,50 Euro, pro Zahlung durch einen derart geneppten Kunden 48,- Euro. Mit so genannten Text-Links warb der Filehost-Betreiber zudem für Firstload, wofür er zwischen 12,- und 14,- Euro pro Anmeldung bei diesem bezahlpflichtigen Zugangsanbieter zum Usenet erhielt. Allein von seinem Werbepartner Verimount generierte er dadurch in 2008 insgesamt 100.000 Euro. ...

Quelle und vollständiger Bericht: GVU online

02.09.10

Keine free-movies auf free-moviez.de

... Eine wirklich sehr interessante Auslegung von "free" zeigt uns die Haremo UG aus Hamburg mit dem Projekt free-moviez.de.

So finden sich auf free-moviez.de zig Einträge zu bekannten Filmen und Serien, welche nebst Beschreibung mit dem nicht zu übersehenden Hinweis "Hier können Sie diese Sendung herunterladen" versehen sind, wie bspw. "Das Imperium schlägt zurück - Special Edition":

Wer dem Link folgt, der landet allerdings bei einem ganz anderen "Imperium":

Wer Firstload nicht kennt, dem sei bspw. ein Bericht von Netzwelt.de vom 16.08.2005 mit dem Titel "Firstload.de: Die Abo-Masche aus dem Alpenland" ans Herz gelegt. Natürlich kann man auch die Suchmaschinen bemühen, weitere Hintergründe bei einem ehemaligen Insider nachlesen oder sich direkt auf Abzocknews.de zur Verimount FZE, Userpro FZE oder schlicht zu Valentin Fritzmann ausführlich informieren, ebenso wie hier oder auch hier.

Herr H. R. M., verantwortlich für das Projekt free-moviez.de der Haremo UG, profitiert jedenfalls von seiner speziellen Interpretation von "free" in Verbindung mit dem Partnerprogramm von Firstload:

Ihr Verdienst

Für eine kostenlose 14-tägige Anmeldung erhalten Sie 18 Euro. Stornofrei! Das heißt, Sie bekommen Ihr Geld ausbezahlt, egal, ob der Nutzer kündigt oder seinen Vertrag verlängert. Ab zehn Anmeldungen pro Tag erhöhen wir Ihre Provision auf 20 Euro. Unsere ganz großen Partner haben sogar noch höhere Verdienstmöglichkeiten. Schreiben Sie uns hierfür einfach eine kurze E-Mail mit Ihrem Benutzernamen und den aktuellen Umsatzzahlen. Wir überprüfen dann Ihren Account und schauen, welche Konditionen wir Ihnen anbieten können.

Quelle: http://www.firstload.de/partner/howto.php

Meiner Meinung nach macht man sich hierdurch ganz bewusst zum Komplizen, doch dies sei nur am Rande erwähnt. ...

Quelle und vollständiger Beitrag: abzocknews

10.07.09

Betreiberwechsel bei Firstload

Fast unbemerkt hat sich bei dem Portal Firstload eine Änderung ergeben. Wer sich beim Surfen einmal die Mühe macht und das Impressum ansieht, dem fällt sofort das ungewohnte Logo und mit der neuen Firmenbezeichnung ins Auge. Als Betreiber von Firstload wird inzwischen die Firma Usepro FZE angegeben.

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Beim Servicecenter für den Support ist aber alles beim Alten geblieben. Zuständig ist immer noch das Center aus Vlotho. Auch die im Impressum genannte Tel Nr. +49 (0) 180 50121521 hat sich nicht geändert. Diese war schon bei der vorherigen Betreiberfirma Verimount FZE angegeben. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollen angeblich den Stand von Dezember 2007 darstellen. Demnach wurden die AGB nachträglich geändert, denn vor wenigen Wochen wurde noch die Firma Verimount FZE als Betreiber genannt.

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Offensichtlich geht es den Verantwortlichen von Firstload um eine Verschleierung der Zuständigkeiten. Wohl vergeblich. Wer in Wirklichkeit hinter diesem Projekt steckt und die Fäden zieht, kann dem whois der Domain entnommen werden. Laut einer aktuellen whois-Abfrage ist Firma Verimount FZE immer noch Domaininhaber und damit verantwortlich für das Portal.

Domain:      firstload.de
Domain-Ace:  firstload.de
Nserver:     ns1.verimount.com
Nserver:     ns2.verimount.com
Status:      connect
Changed:     2008-07-15T15:11:04+02:00
  
[Holder]
Type:         ORG
Name:         Verimount FZE LLC
Address:      Baniyas Road, Twin Tower 217
Pcode:        4404
City:         Dubai

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es sich bei der Firma Verimount FZE um einen Teil des Mega-Firmennetzes der Herren Robert Fritzmann und Valentin Fritzmann handelt.

Mit dem Einzug der unberechtigten Forderungen für Firstload war zuletzt ein Web-Inkasso beauftragt. Um festzustellen wer sich dahinter verbirgt, muss man sich nur einmal die Daten im whois für die Webseite web-inkasso-gmbh.de ansehen.

Domain:      web-inkasso-gmbh.de
Domain-Ace:  web-inkasso-gmbh.de
Nserver:     dns1.worldsoft-isp.net
Nserver:     dns2.worldsoft-isp.net
Status:      connect
Changed:     2007-07-30T16:34:19+02:00
  
[Holder]
Type:         PERSON
Name:         Tatjana Schul
Organisation: WEB Gesellschaft fuer Forderungseinzug mbH
Address:      Herforderstr. 260
Pcode:        32602
City:         Vlotho/Exter
Country:      DE
Changed:      2007-07-30T16:33:02+02:00

Quelle: centralops.net

Die Firma WEB Gesellschaft fuer Forderungseinzug mbH und die Geschäftsführerin Tatjana Schul sind seit Februar 2008 im Handelsregister des Amtsgericht Bad Oeynhausen unter dem Aktenzeichen: HRB 10808 eingetragen. Interessant ist aber eine Veränderung die sich im November 2008 ereignet hat.

Amtsgericht Bad Oeynhausen Aktenzeichen: HRB 10808: Bekannt gemacht am: 14.11.2008 12:00 Uhr

In ().
gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen

04.11.2008

WEB Gesellschaft für Forderungseinzug mbH, Vlotho, Herforder Straße 260, 32602 Vlotho.Geschäftsanschrift: Herforder Straße 260, 32602 Vlotho. Einzelprokura: Babenhauserheide, Heike, Kalletal, *05.01.1965.

Das riecht wieder mal ganz streng nach ostwestfälischem Pferdemist.