05.03.12

Polizei rettet Rentner vor Kaffeefahrt

Polizisten aus Wilhelmshaven stoppten am Dienstagfrüh gegen sechs Uhr einen „Kaffeefahrt“-Bus. ...

Der Bus fuhr mit Stopps in Sande, Jever, Wittmund, Aurich, Großefehn, Wiesmoor bis nach Hesel. Überall klärte die Polizei weitere Mitfahrer über die Risiken auf. Einige Rentner verließen daraufhin den Bus ...

Gegen neun Uhr endete die Fahrt dann doch für alle. Der Busfahrer habe ein Telefonat geführt, daraufhin wurde die Veranstaltung abgesagt, ...

Verantwortlich für die Kaffeefahrt war laut Einladungsschreiben die Firma „Niedersächsische Treuhand“. ...

Quelle und vollständiger Bericht: NWZ online

Burat in Revision: Urteil des LG Osnabrück nicht rechtskräftig

Michael Burat und der mitangeklagte Rechtsanwalt Bernhard Syndikus haben ebenso wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück gegen das Urteil der 15. großen Strafkammer des Landgerichts Osnabrück vom 17.02.2012 Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat nun die Entscheidung auf etwaige Rechtsfehler zu überprüfen.

Michael Burat wurde wegen gewerbsmäßigen Betruges in 38 Fällen sowie wegen versuchten gewerbsmäßigen Betruges in 33 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten verurteilt. Die Vollstreckung wurde zur Bewährung ausgesetzt. Der 37-Jährige muss als Bewährungsauflage 120.000,- € an sechs gemeinnützige Einrichtungen zahlen. Gegen Bernhard Syndikus aus München wurde wegen gewerbsmäßigen Betruges (31 Fälle vollendet und 33-mal versucht) eine Gesamtfreiheitsstrafe von 15 Monaten verhängt, deren Vollstreckung unter einer Auflage von 12.000,- € zur Bewährung ausgesetzt worden ist.

Auch die Angeklagten Alexander Kleinjung, der wegen Betruges in drei Fällen zu einer 7-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde, und Mariano W., gegen den im Urteil wegen Beihilfe zum Betrug eine Geldstrafe von 170 Tagessätzen zu je 50,- € festgesetzt wurde, haben Revision eingelegt. Gegen ihre Verurteilungen richtet sich die Revision der Staatsanwaltschaft hingegen nicht.

Die Angeklagten haben 2004 und 2005 Firmen, Kommunen und Parteien abgemahnt, die in ihrem Internetauftritt die Möglichkeit einer e-card-Versendung vorsahen. Sie haben behauptet, dass sie unerwünscht per E-Mail eine e-card erhalten hätten. Diese Werbemails hatten sich die Angeklagten jedoch selbst zugeschickt, um die Betroffenen per Abmahnung durch den Rechtsanwalt (jeweils 532,90 € Anwaltsgebühren, die zwischen den Beteiligten aufgeteilt wurden) zur Abgabe einer wettbewerbsrechtlichen Unterlassungserklärung aufzufordern. Für jeden Wiederholungsfall war eine Vertragsstrafe von 5.000,00 € zu zahlen, die teilweise auch erfolgreich provoziert worden ist (allein die CDU zahlte 15.000,- €). Bei der vorliegenden Verurteilung ging es nicht um die beim Landgericht Frankfurt am Main im Mai zu verhandelnden sogenannten Abo-Fallen.

Quelle: Landgericht Osnabrück

Callcenter-Schwindel mit dem Namen deutscher TV-Sender

Wie unlängst von der Mallorca-Redaktion berichtet, hat der Inhaber eines Callcenters in Cala Rajada quasi über Nacht Büro und Wohnung geräumt, und sich dann mit den Lohngeldern seiner Mitarbeiter abgesetzt.

Einige der Mitarbeiter haben nicht das erste Mal schlechte Erfahrungen mit einem Callcenter auf Mallorca gemacht, und wollen deshalb die Machenschaften derartiger Unternehmen auf der Insel schonungslos aufgedeckt wissen. ...

Wer nun die Nase darüber rümpfen mag, dass Fernsehsender – wie beispielsweise Sat 1, Pro Sieben, Kabel 1 oder auch 9Live – womöglich die Telefondaten ihrer Zuschauer an Dritte weitergeben oder schlimmstenfalls sogar weiterverkaufen, der dürfte vollends entgeistert sein, wenn er erfährt, mit welchen Methoden die Callcenter auf Mallorca versuchen an die TV-Gewinnspielteilnehmer Zeitschriften-Abonnements via Telefon zu verkaufen.

Der Mallorca-Redaktion liegt ein detailliertes Gesprächsprotokoll vor, in dem sich der Anrufer des Callcenters als Mitarbeiter von Sat1 ausgiebt. Mit den Worten “Guten Tag, wir sind das Service Media Team von Sat1” soll erst einmal das Vertrauen des Gegenübers gewonnen werden. Um dann den Gewinnspielanruf zu erwähnen: “Sie haben ja mal bei Sat1 angerufen, es ging dort um eine Verlosung in Höhe von 10.000 Euro, können Sie sich daran erinnern...”

Spätestens an diesem Punkt werden viele der TV-Zuschauer den Gedanken beiseite schieben, dass am anderen Ende der Leitung womöglich ein recht dubioser Zeitgenosse sitzen könnte. Und dann dreht der Telefonverkäufer erst so richtig auf ...

Der Betreiber eines weiteren Callcenters in Cala Rajada soll sich übrigens mitterweile ebenfalls abgesetzt haben, nachdem er Wind davon bekommen hatte, dass die Mallorca-Redaktion den vorliegenden Artikel veröffentlichen wird. Dabei handelt sich genau um das Callcenter, dass seine Mitarbeiter mit 2,50 Euro Stundenlohn abspeiste, ohne jegliche Sozialleistungen oder gar Anmeldung bei den hiesigen Behörden und Sozialversicherungen.

Quelle und vollständiger Bericht: mallorcainfos.com

Millionenschaden durch Phishing im Internet

Mehr als eine Million Euro soll eine Bande von Internetbetrügern bundesweit von Bankkonten Hunderter Kunden abgeräumt haben. Am 28.02. beginnt vor dem Berliner Landgericht ein Großverfahren gegen den mutmaßlichen Chef der Gruppe, seinen Stellvertreter und sieben weitere Männer.

In ihrer 227 Seiten umfassenden Anklageschrift wirft die Berliner Staatsanwaltschaft den Männern bandenmäßigen Computerbetrug in mehr als 1000 Fällen vor. Von November 2009 bis September 2010 sollen Konten von Bankkunden um rund 1,2 Millionen Euro geplündert worden sein.

Über das sogenannte Phishing soll sich die Bande im Internet Zugang zu fremden Konten erschlichen haben. Mit den Daten der Bankkunden sollen sogenannte Finanzagenten bei Banken eigene Konten eröffnet, Gelder abgehoben und auf Konten der Betrüger umgeleitet haben.

Quelle und vollständiger Bericht: Welt online

Vorsicht bei Gewinnbenachrichtigungen am Telefon

Seit Februar 2012 registriert die Polizei Münster vermehrt Anzeigen hinsichtlich versuchter Betrügereien. Vornehmlich älteren Menschen wird in Telefonaten mitgeteilt, dass sie einen Pkw im Wert von 40.000 bis 50.000 Euro gewonnen hätten. In weiteren Telefonaten oder auch per Fax melden sich dann angebliche Notare, Rechtsanwälte oder aber auch die Bundesbank Berlin. Diese bestätigen dann die Gewinne. Durch geschickte Gesprächsführungen werden die Angerufenen aufgefordert, für Zollgebühren bzw. für Überführungskosten des gewonnenen Fahrzeuges aus dem Ausland, Überweisungen per Internet - Payment - Dienste, UKASH Zahlungen oder Überweisungen per Western Union vorzunehmen. In einem Fall zahlte ein Opfer 8.690 EUR per Western Union. In einem weiteren Fall wurde zunächst vorgegeben, dass nach Teilnahme an einer Lotterie in der Türkei noch Zahlungen ausstehen würden, die von einem Gerichtsvollzieher persönlich abgeholt würden. Um an das Geld fremder Menschen zu kommen ist der Ideenreichtum der unbekannten Täter ist schier unerschöpflich.

Die Kriminalpolizei rät zur Vorsicht bei Gewinnbenachrichtigungen und Werbeanrufen am Telefon !!
Gauner nutzen persönliche Daten, die sie arglosen Menschen telefonisch entlockt oder sich aus illegalen Quellen benutzt haben, mit dem Ziel an das Geld der Menschen zu kommen.

Schützen Sie sich :

  • Geben Sie niemals persönliche Daten wie Anschrift, Telefonnummer, Bankverbindungen an Unbekannte weiter. Auch dann nicht, wenn ihnen versprochen wird, dass Sie vermeintlich etwas gewonnen haben.

  • Niemand verschenkt etwas. Überweisen Sie kein Geld ins Ausland an Personen, die sie nicht kennen.

  • Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.

  • Erfragen und notieren Sie den Namen des Anrufers, die Adresse der Firma, Datum, Uhrzeit sowie den Grund des Anrufs und die angezeigte Rufnummer. Erhalten Sie diese Angaben nicht, beenden Sie das Gespräch.

  • Kontrollieren Sie regelmäßig ihre Kontoauszüge

  • Geben sie ihre Daten zurückhaltend im täglichen Leben an.

  • Erstatten Sie eine Anzeige, wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind.

Quelle: Polizei Münster