08.06.11

Rentenversicherung warnt vor Schreiben der Boesche Direct GmbH

Deutsche Rentenversicherung ist nicht Absender von Gewinnspiel

Die zurzeit von der „Renteninitiative Deutschland - Boesche Direct GmbH“ mit dem Hinweis „Aktuelle Renteninformationen“ versandten Schreiben stehen in keinem Zusammenhang zur Deutschen Rentenversicherung. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.

Das Schreiben der „Boesche Direct GmbH“ ist gestaltet wie eine Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung, dient aber dem Verkauf von Gewinnlosen. Die „Boesche Direct GmbH“ will damit anscheinend den Bekanntheitsgrad der Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherungsträger nutzen. Absender der Renteninformation sind die Träger der Deutschen Rentenversicherung und nicht die „Renteninitiative Deutschland“.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Polizei-Razzia: Aus für Kino.to, Betreiber verhaftet

Das Internetportal kino.to galt als eine der beliebtesten Adressen, um illegal kopierte Filme und Serien zu sehen. Nun haben Ermittler bei Razzien in mehreren europäischen Ländern 13 der mutmaßlichen Betreiber festgenommen. Die Seite ist offline.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und die Integrierte Ermittlungseinheit Sachsen (INES) sind in einer konzertierten Aktion gegen die Betreiber der Internetseite kino.to vorgegangen.

Wie ein Sprecher mitteilte, wurden dabei 13 Personen verhaftet, nach einer weiteren wird noch gefahndet. Die Website wurde vom Netz genommen, dort ist inzwischen eine Botschaft der Ermittlungsbehörden zu lesen.

Mehr als 250 Polizisten, Steuerfahnder und Datenspezialisten durchsuchten allein in Deutschland 20 Wohnungen, Geschäftsräume und Rechenzentren. Weitere Razzien habe es zeitgleich in Spanien und Frankreich gegeben.

Gegen die Seitenbetreiber und ihre Helfer werde wegen Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen in mehr als einer Million Fälle ermittelt. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Süddeutsche Zeitung

Das Auto, das nur ein Gewinn für Betrüger ist

"Herzlichen Glückwunsch. Sie haben ein Auto im Wert von 52.000 Euro gewonnen. Um das Fahrzeug überführen zu können, überweisen Sie uns bitte die fälligen Transportkosten in die Türkei." So oder ähnlich lautende Anrufe gibt es tagtäglich bei vermeintlichen "Glückspilzen". So auch am Dienstagnachmittag (6.6.2011) bei einer 79-jährigen Frau aus Darmstadt. Die Frau hatte den Trick aber schnell durchschaut, ließ sich nur zum Schein auf die Masche ein, erfragte die Telefonnummer und Adresse der Anruferin und teilte diese der Polizei mit, die nun wegen versuchten Betruges ermittelt. Hinter dem vermeintlichen Gewinn steckt nämlich eine nicht neue Betrugsmasche. Denn ist das Geld erst einmal überwiesen, verliert sich die Spur der Anrufer, die sich auch schon einmal als Geschäftsführer oder Rechtsanwälte ausgeben. Die Polizei rät zur generell zur Vorsicht bei angeblichen Gewinnversprechen am Telefon. Gewinne für die sie erst einmal etwas bezahlen müssen, sind nur ein Gewinn für dreiste Betrüger.

Quelle und vollständiger Bericht: Polizeipräsidium Südhessen

Prozessbeginn gegen Dialer-Betrüger am LG Osnabrück

Im Prozess um Internet-Betrug im großen Stil vor dem Osnabrücker Landgericht haben drei der vier Angeklagten am Dienstag die Vorwürfe eingeräumt. Die Männer aus Deutschland, den USA, Lettland und der Ukraine werden beschuldigt, zwischen den Jahren 2002 und 2003 Internet-Einwahlprogramme vertrieben zu haben. Diese sollen Computer von ihren Benutzern unbemerkt mit teuren 0190er-Nummern verbunden haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von mindestens 12,6 Millionen Euro Schaden, der durch betrügerische Programme entstanden sein soll.

Quelle und vollständiger Bericht: NDR.de

Gewinnspielveranstalter „BEZ“ lädt zur Kaffeefahrt ein

Aktuell gibt es bei der Verbraucherzentrale viele Nachfragen zu schriftlichen Einladungen der Firma „Kundenbetreuung – Schon BEZahlt. Danke“ aus Stedingsmühlen. Layout und Schriftart der „Einladung zur Gewinnübergabe“ sind den echten amtlichen Schreiben der Gebühreneinzugszentrale des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (GEZ) sehr ähnlich.

Der Gewinnspielveranstalter reitet auf der Welle der aktuellen GEZ-Anschreiben, die das neue SEPA-Lastschriftmandat betreffen. Tatsächlich handelt sich bei der Einladung aber um die Kaffeefahrt eines gewerblichen Veranstalters mit angeschlossener Verkaufsveranstaltung ohne jeglichen Bezug zur GEZ.

Der in der Einladung genannte Gewinn von 2.500,00 €, der versprochene LCD-Flachbildfernseher und die angebliche Gebührenbefreiung für ein Jahr dürften die kaffeefahrttypischen Lockmittel sein. Kurios: in der Einladung heißt es, die angeblichen Geschenke seien das „Dankeschön für die gezahlten GEZ-Gebühren“.

Quelle: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein