02.11.10

Von Victor Vitti und Faustus Eberle zum Wiener Karussell

Bei den überflüssigen Eintragsdiensten für Warenproben und Gewinnspiele wurden in den zurückliegenden Jahren noch Gebühren von durchschnittlich 7,- bis 8,- € pro Monat in Rechnung gestellt. Damit lag die geforderte Summe bei einem Abo knapp unter der Grenze von 100,- €. Doch die Abzocker und Telefonbetrüger greifen jetzt noch tiefer in die Taschen der Opfer. Ein besonders gutes Beispiel sind die Nutzlosdienste Deutsche-Gewinnerzentrale.com, Deutsche-Gewinnerzentrale.de und madmaxwin.com. Bei deren Betreibern wurde die monatliche Abzockprämie nunmehr auf das 7-8 fache erhöht. Die Gauner erlauben sich jetzt, eine monatliche Teilnahmegebühr in Höhe von 59,00 Euro für die Vertragslaufzeit von den Konten ihrer Opfer zu erbeuten.

Wer für den fragwürdigen Dienst madmaxwin.com verantwortlich ist, möchte man seltsamerweise den möglichen Interessenten nicht preisgeben. Statt eines korrekten Impressums findet sich dort eine dreiste Mitteilung, welche an der Seriösität weiter zweifeln lässt.

Auf Grund des Verdachts der missbräuchlichen Nutzung der Kontaktmöglichkeiten für das Produkt madmaxwin werden diese bis auf Weiteres nicht im Impressum angezeigt. Wenn Sie Kunde von madmaxwin sind, bitten wir Sie, sich an die Kontaktdaten zu halten, die Sie auf Ihrem Willkommensanschreiben finden. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.

Um an Kontaktdaten zu gelangen, sehen wir uns deshalb mal das whois der Domain madmaxwin.com an.

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Wer steckt hinter "Victor Vitti"?

Um auf diese Frage eine Antwort zu finden, reicht es schon aus, sich ein älteres Impressum der Webseite faustus-eberle.com auzusehen. Den Daten aus dem Whois von faustus-eberle.com ist zu entnehmen, dass der Inhaber der Domain Faustus Eberle ist.

Screenshot vom 01.04.2007: web.archive.org

An Hand der Indizien darf wohl zu Recht angenommen werden, dass Victor Vitti lediglich ein Pseudonym ist hinter dem sich Faustus Eberle verbirgt. Die Seite faustus-eberle.com liegt in dem IP-Block von 85.131.223.128 bis 85.131.223.255. In diesem IP-Block befinden sich auch mehrere Gewinnspielseiten des selben Betreibers, welche in Inhalt und Layout identisch sind, wie beispielsweise madmaxwin.com.

Im Whois von madmaxwin.com ist wiederum Victor Vitti als Verantwortliche Person eingetragen, wie auch für die Domain deutsche-gewinnerzentrale.com. Als Betreiber wird im Impressum die Firma Alpphone Ltd. aus der Türkei genannt. An der Adresse für die Kundenbetreuung ist mit Sicherheit kein Verantwortlicher anzutreffen. Denn in der Hans Thoma Str. 13 in Frankfurt findet man nur den Dienstleister Mail Boxes Etc., welcher für die Weiterleitung der Post zuständig ist. Dieser war zuvor schon für bekannte Abzockfirmen aus dem Umfeld des Faustus Eberle aktiv.

Zu der Webseite deutsche-gewinnerzentrale.com gibt es noch die gleichnamige deutsche Domain. Die Seite deutsche-gewinnerzentrale.de ist nicht nur in Layout und Inhalt identisch, sondern weist im Impressum auch die türkische Firma Alpphone Ltd. als Betreiber aus.

Die Webseite deutsche-gewinnerzentrale.de lief aber auf einem Server der zum Wiener Karussell zählenden Firma Luck24 GmbH. Auf diesem Server lag auch die Webseite mailtaube.com, über die der Login-Zugang für Opfer Kunden bereitgestellt wurde. Die Loginseite mailtaube.com war registriert auf die Firma InnoPro s.r.o. Ebenfalls ein Unternehmen des Wiener Karussells. Auf Grund der identischen Webseiten und der gleichen Betreiberfirma in den Impressen darf wohl davon ausgegangen werden, dass Faustus Eberle ebenfalls zum Wiener Karussell gehört. Zumindest aber in die betrügerischen Machenschaften verstrickt ist.

ZDF-Wiso: Dubiose Bräunungsspritze

Es ist schon erstaunlich wieviel Risiken manche Menschen auf sich nehmen und ihrer Gesundheit Schaden zufügen, nur weil sie ihrer Haut eine frische Urlaubsbräune zukommen lassen wollen.

Quelle: Youtube - scamnewsTV

Warnung vor neuen (alten) Freeware-Abzockern

Sie heißen Estesa GmbH (Estesa Ltd.), Connect Solutions Verein & Co. KG oder Internox Ltd. und betreiben unter Domains wie Web-Downloads.net, Freewarearchiv.net und Software-Archiv.com klassische Freeware-Fallen wie z. B. Top-of-Software (zuvor Softwaresammler.de und Opendownload.de), wobei Mega-Downloads.net und Abcload.de treffender wäre.

Eine hier interessante Personalie ist ein Kevin Skof, welcher wohl der 1337-Crew zugehörig sein soll, wo wir dann auch bei Tim Cammann (Duckload.com, Abcload.de) und beim kleinen Prinzen Valentin Fritzmann (Mega-Downoads.net, Firstload.de, Gulli.com) wären - schließlich scheint man sich ja schon etwas länger zu kennen.

So ist Herr Kevin Skof nicht nur Kommanditist der Connect Solutions Verein & Co. KG (GF: Sascha Koch), sondern auch Geschäftsführer der Internox Ltd., wobei uns auch eine aktuelle Lockvogelseite für die kostenlose Software Open Office (wird gerne zum ködern verwendet - auf de.Openoffice.org wird bereits seit langer Zeit vor unseriösen Anbietern gewarnt) unter Officesoftware-Download.info Hinweise auf die 1337-Crew gibt.

So wird aktuell auf Officesoftware-Download.info aufmerksam gemacht: ...

Quelle und vollständiger Beitrag: abzocknews.blogspot.com

Betrüger zocken im mobilen Internet dreist ab

Immer häufiger fallen Handynutzer auf einen neue Betrugsmasche herein – sie betrifft alle internetfähigen Mobiltelefone!

Das oft unzureichend gesicherte Abrechnungssystem der Handy-Netzbetreiber macht es Betrügern einfach. Ein falscher Klick auf eine präparierte Internetseite, und schon schnappt die Abzock-Falle zu.

Es reicht oft schon, mit dem Internetzugangsprogramm (Browser) des Handys einen präparierten Link im mobilen Internet anzuklicken oder ein Video aufrufen. Oft handelt es sich um Erotikseiten, manchmal auch um Werbebanner. Damit fangen die Betrüger die Daten eines Handy-Kunden ein und versuchen beim Netzbetreiber abzukassieren. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Bild.de

01.11.10

Die aktuelle Hitliste der Kostenfallen

Von App-Zocke bis Zwangsabo

Er ist so süß, der kleine Kater Tom, er schnurrt, wenn man ihm den Bauch krault, er plappert nach, was man ihm vorsagt und freut sich besonders über einen kräftigen Schluck aus der Milchflasche. Die kostenlose iPhone-App „Talking Tom“ ist vor allem bei Kindern ein Renner. Überlässt man den Sprösslingen allerdings zum Spielen das Handy, kann es schnell teuer werden.

Ein Fingertipp an der falschen Stelle und schon hat man ein teures Abo abgeschlossen, das gleich mit der Telefonrechnung abgebucht wird. Wehren kann man sich gegen diese neue Form der Abzocke kaum. Das c’t magazin zeigt, welche aktuellen Kostenfallen auf uns lauern und gibt Tipps, wie man sie umschiffen kann.

Quelle: HR - ct-magazin

Quelle: Youtube - scamnewsTV