04.05.12

Trickbetrüger stehlen per UKash-Masche mehrere Tausend Euro

In den vergangenen zehn Tagen kaufte eine 73jährige Flensburgerin im guten Glauben an einer Tankstelle in der Friesischen Straße immer wieder so genannte UKash-Nummern* im Wert von insgesamt 4.700 EUR, nachdem sie mehrere Anrufe mit unterdrückter Telefonnummer erhielt, bei denen sich Unbekannte als Vertreter der Berliner Landeszentralbank ausgaben und ihr einen angeblichen Gewinn von mehreren tausend Euro auf diesem Wege auszahlen wollten. Sie gab die gekauften UKash-Nummern auf Aufforderung am Telefon bekannt und war ihr Geld los.

Beamte vom 1. Polizeirevier leiteten ein Strafverfahren ein, die Bezirkskriminalinspektion ermittelt. Noch bei Anzeigenaufnahme zeigte sich die Rentnerin ungläubig und uneinsichtig : "Sie wolle doch endlich ihren Gewinn einlösen."

Bekannt ist, dass diese Anrufe oftmals über Voice over IP (Internettelefonie) aus dem Ausland erfolgen.

In diesem Zusammenhang wird geraten, keinerlei Geschäften oder Gewinnversprechen von unbekannten Anbietern nachzukommen. Im Zweifel informieren Sie Angehörige oder Freunde vorab.

Quelle: Polizeidirektion Flensburg

02.05.12

BKA warnt vor Betrug mit angeblichen Lotteriegewinnen

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt aktuell vor einer Betrugsmasche im Zusammenhang mit angeblichen Lotteriegewinnen in der Türkei. Insbesondere ältere Personen in Deutschland erhalten derzeit betrügerische Anrufe, in denen ihnen zu angeblichen Lotteriegewinnen gratuliert wird. Die Anrufer teilen ihren Opfern zunächst mit, dass sie hohe Bargeldbeträge oder Autos bei einer Lotterie gewonnen hätten. Danach werden die vermeintlichen Gewinner aufgefordert, Beträge von teilweise mehreren tausend Euro in die Türkei zu überweisen. Dies sei die Bedingung, um ihren Gewinn zu erhalten. Die Geldforderungen werden den Opfern damit erklärt, dass in der Türkei Kosten für Autotransport, Vollkasko, Versicherung oder Zoll angefallen seien.

Hinter den vermeintlich deutschen Telefonanschlüssen, von denen die professionell auftretenden Täter mit ihren Opfern in Kontakt treten, verbergen sich eigens eingerichtete Call-Center in der Türkei. Am Telefon treffen die arglosen Opfer auf Täter, die sich als Rechtsanwälte und Notare mit Kanzleien in Deutschland vorstellen und ihnen vorgaukeln, ihnen zu ihrem Gewinn verhelfen zu wollen. Zuletzt gaben sich die Betrüger auch als Polizeibeamte oder als Angehörige der deutschen Auslandsvertretungen in Ankara und Istanbul aus.

Den Tätern kommt es ausschließlich darauf an, die geforderten Gebühren zu ergaunern. Der angebliche Gewinn wird nicht ausgehändigt!

Das BKA rät:

  • Generell gilt: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nicht gewonnen haben!

  • Seien Sie misstrauisch! Lassen Sie sich nicht von der vorgegebenen beruflichen Qualifikation oder Funktion des Anrufers und der angezeigten deutschen Rufnummer täuschen. Hinter der angegebenen Telefonnummer verbirgt sich der im Ausland sitzende Betrüger.

  • Leisten Sie keinerlei Zahlungen! Eine Lotteriegesellschaft verlangt für die Aushändigung eines Gewinns niemals Vorausgebühren.

  • Informieren Sie im Zweifelsfall Ihre örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Strafanzeige!

01.05.12

Staatsanwaltschaften warnen vor E-Mails mit Schadsoftware

Unter verschiedenen Email-Accounts werden zur Zeit Emails an eine Vielzahl von Personen versandt. Darin werden unterschiedliche Staatsanwaltschaften als vermeintliche Urheber genannt. Inhaltlich haben die Emails folgendes Muster:

Von: xxxxx
Gesendet: Freitag, 27. April 2012 09:31
An: xxxxx
Betreff: Urheberrecht Verletzung Aktenzeichen 965556231

Sehr geehrte(r) xxxxx,

Ihre Email Adresse ist in der konfestierten Datenbank von Webseite kinos-to angemeldet worden.
Auf diesem Portal wurden von Ihnen rechtswidrig Raubkopien von urheberrechtlich geschützten Filmen erstellt.

Die Strafe für diese Straftat kann bis zu 750 Euro betragen.
Es wird ein Zivilverfahren nach § 102(a) gegen xxxxx geführt wo Ihre IP mit Täter IP verglichen wird.

Die genauen Teilnehmerdaten so wie die IP und das Datum finden Sie im Anhang.
Es ist auch eine Tätererklärung nach § 315 BGB im Anhang zu finden, welche ausgefüllt und an uns zurück gemailt werden muss.

Hochachtungsvoll Staatsanwaltschaft Berlin

Die betreffenden Staatsanwaltschaften weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht Urheber dieser Emails sind und warnen davor, die Anhänge zu diesen Emails zu öffnen. Es handelt sich dabei um Zip-Dateien, die ersten Bewertungen zufolge Schadsoftware enthalten.

Polizei warnt vor betrügerischen Anrufen

Am Freitagvormittag erhielt ein 48-jähriger Zevener einen Anruf von einer "Verbraucherschutzzentrale Düsseldorf". Der Zevener wurde aufgefordert 600 Euro für ein Gewinnspiel-Abonnement, das er angeblich abgeschlossen habe, zu überweisen. Auffällig war, dass die Anruferin Teile der Kontoverbindung des Zeveners wusste.

Da der Angerufene ein solches Abonnement nicht abgeschlossen hatte, ging er nicht auf den Anruf ein und informierte die Polizei.

Die Polizei rät, bei solchen Anrufen sofort wieder aufzulegen und auf keinen Fall auf das Angebot einzugehen. Die Erfahrung der Beamten ist, dass diese Anrufe oft über Weitervermittlung aus dem Ausland geführt werden und es sehr schwer ist, die Täter zu ermitteln.

Quelle: Polizeiinspektion Rotenburg

Wie Telefonkunden von Telomax reingelegt wurden

... und sah, dass ihr daraufhin von einer Firma mit dem Namen „Telomax“ 33,28 Euro netto zusätzlich in Rechnung gestellt wurden. Wofür dieser Betrag erhoben wurde, wusste die Telekom-Kundin nicht und ließ ihn sofort zurückbuchen.

Auch anderen Kunden erging es so. Verbraucher, die sich in Frankfurt beschwerten, bekamen zu hören, Telomax würde nur Geld für andere Firmen eintreiben, bei denen die Kunden ein Gewinnspielabo abgeschlossen hätten. Eine davon ist die Firma Winfinder. Dabei handelt es sich um einen Gewinnspielanbieter, der die britischen Jungferninseln als Adresse angibt – eine Inselgruppe weit weg in der Karibik. Doch am Sitz des Unternehmens existiert weder ein Büro noch ein Firmenschild. Winfinder ist eine Briefkastenfirma und Teil eines Betruges, in den nach Ansicht der Staatsanwaltschaft auch Telomax verwickelt ist:

Quelle und vollständiger Bericht: WDR - Servicezeit