11.09.09

"Dialermafia" sponsored by Michael Bardenhagen?

Zwar findet man derzeit nur noch vereinzelt einige Lockvogelseiten, welche über Google beworben werden, doch ab und an versuchen Abzocker dort immer noch ihr Glück. Beim hiesigen Fundstück ergeben sich gleich mehrere Verbindungen und Hinweise, die ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchte.

Es handelt sich um die aktuell beworbene Domain Trustload.de:

Die beworbene Domain leitet auf Online-Downloaden.de des Michael Bardenhagen:

Weiter im Beitrag von AbZocknews

Vertipperdomain als Lockvogel für online-downloaden.de

Wieder einmal wurde eine Lockvogelseite für das Portal online-downloaden.de der Firma Online Downloaden Service Ltd. entdeckt. Dabei handelt es sich, wie so oft, um eine Vertipperdomain:

  • tunep.de

Beim Aufruf der Seite tunep.de werden die Inhalte von online-downloaden.de in einem Frame geladen und angezeigt. Wer sich dort das nützliche Tool TuneUp Utilities herunterladen möchte, soll sich auf dem Portal anmelden. Dadurch wird den Opfern dann ein 12-monatiges Abovertrag untergeschoben. Zu einem Preis von 7 Euro pro Monat.

Der Nutzer ist verpflichtet, für diese Nutzungsmöglichkeit eine Vergütung in Höhe von insgesamt € 84,00 inklusive Mehrwertsteuer zu zahlen. Über die Vergütung wird jährlich abgerechnet. Die Vergütung ist jeweils im Voraus fällig.

Die Lockvogelseite tunep.de wird laut Angaben im whois nicht von der Firma Online Downloaden Service Ltd. betrieben. Aber die Angaben im Whois scheinen nicht korrekt zu sein.

Domain:      tunep.de
Domain-Ace:  tunep.de
Nserver:     ns1.internet-equities.net
Nserver:     ns2.internet-equities.net
Status:      connect
Changed:     2009-05-28T00:08:45+02:00
  
[Holder]
Type:         PERSON
Name:         DomZilla Ltd.
Address:      133/3 Sukhumvit 21
Address:      Sukhumvit Road
Pcode:        10110
City:         Bangkok
Country:      TH
Changed:      2009-05-27T21:31:05+02:00
  
[Admin-C]
Type:         PERSON
Name:         Sri Nakarindra
Address:      Bahnhofstr. 36
Pcode:        82041
City:         Deisenhofen

Die im whois angegebene Firma Domzilla Ltd. ist offensichtlich ein Phantom. Eine Suche in den in Frage kommenden Handelsregistern war jedenfalls erfolglos. Auf dem gleichen Server liegen noch eine Reihe weiterer Vertipperdomains, die nicht nur zu Portalen der Online Downloaden Service Ltd. weiterleiten, sondern auch zu Seiten der Firma Content Services Ltd. des Herrn Alexander Varin. Nachfolgend ein erster Überblick:

  • chi.de - Content Services Ltd.
  • devix.de
  • emule-projekt.net
  • filme.to
  • filzilla.de
  • firefox3.com
  • firrefox.de
  • flashplayer-download.de
  • foxitsoftware.de
  • ginp.org
  • googleeart.de
  • goooglearth.de
  • hijackthis.ch
  • icqq.de
  • internet-equities.net
  • kno.to
  • livemesenger.de
  • mega-download.de
  • msnmessenger.de
  • photofiltre.de
  • skyppe.de
  • slysoft.de
  • softwaresamler.de
  • tvants.de
  • wianmp.de
  • win-loads.de
  • winrah.com

Ein herzliches Dankschön für den Hinweis an Dagmar M.

09.09.09

Ist Ping-Betrug am Telefon legal?

Ein immer wiederkehrendes Thema des Verbraucherschutzes sind sogenannte "Ping-Anrufe". Dabei handelt es sich um eine skrupellose Bereicherungsmethode zwielichtiger "Mehrwertanbieter", um ohne Gegenleistung in möglichst kurzer Zeit bei möglichst vielen Opfern zwar nur einen Bagatellschaden zu erzeugen, trotzdem aber angesichts der riesigen Zahlen von Betroffenen einen erheblichen Profit einzufahren.

Solche "Ping-Anrufe" funktionieren dergestalt, dass der Mehrwertanbieter reihenweise ganze Nummernblöcke mit automatischen Anwählmaschinen durchtelefoniert, dabei wird die Anwählmaschine so eingestellt, dass nach dem ersten Klingelton sofort "aufgelegt" wird.

Weil nun eine gewisse Zahl von Opfern denkt, hier einen Anruf verpasst zu haben, erfolgt dann häufig ein Rückruf auf die im Display angezeigte 0137-Nummer. Nur um dann festzustellen, dass man "gelinkt" wurde und soeben einen wenn auch kleinen Beitrag von 1 € zur Mehrung fremden Einkommens geleistet hat. Ein Geschäftsmodell, das sich lohnt - wenn pro Durchgang zehntausende Nummern angewählt werden.

Insgesamt ist überhaupt hierzulande eine Zunahme solcher "kreativer" Geschäftsmethoden zu verzeichnen. So muss der Normalverbraucher nicht nur im Internet, sondern schon dann, wenn er nur den Telefonhörer abhebt, stets auf der Hut sein und mit unseriösen Machenschaften aller Couleur rechnen, um nicht buchstäblich jeden Tag das Fell über die Ohren gezogen zu bekommen. Schon lange erweckt dieses Verhalten "innovativer Jungunternehmer" beim Normalverbraucher erheblichen Unmut. Dieser muss einfach zunehmend den Eindruck bekommen, er sei lediglich noch Zielobjekt, um zu seinen Lasten zur fremden Bereicherung zu dienen.

Es ist die Aufgabe der Justiz, die Bevölkerung so weit irgend möglich vor solchen "Geschäftsmodellen" zu schützen.

Bisher war auch die Justiz eigentlich der Ansicht, dass solche 0137-Ping-Anrufe einen Betrug darstellen.

So hat das LG Hildesheim in der Urteilsbegründung zu einem Prozess wegen eines 0190-Ping-Betrugs folgendes ausgeführt (v. 10.02.2004, 26 KLs 16 Js 26785/02):

Mit einer solchen auf den Zufluss von Telefongebühren aus den eingerichteten Service-Nummern gerichteten Zielvorstellung programmierte der Angeklagte F… die Software der Audiotex-Plattform dahingehend, dass sie auf der Grundlage einer zuvor eingerichteten Datei mit den Daten von 838.880 deutschen Mobilfunkteilnehmern für jede der beiden 0190er-Servicenummem in Einzelläufen jeweils Teilnehmer anwählte. Das Programm wurde so eingestellt, dass die Verbindung sofort nach vollständiger Anwahl der Rufnummer unterbrochen wurde, so dass die Teilnehmer keine Chance hatten, den automatisierten Anruf anzunehmen.

Beabsichtigte Folge war, dass im Display der Mobiltelefone der Angerufenen ein entgangener Anruf durch die jeweils von der Audiotex-Plattform gerade verwendete 0190er-Servicenummer angezeigt wurde.

Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil auf Revision der Staatsanwaltschaft mit Beschluß vom 23.09.2004 bezüglich eines Angeklagten wegen dessen Strafaussetzung zur Bewährung zur Neuentscheidung an das Landgericht Hannover zurückverwiesen. Grundsätzliche Zweifel an der Strafbarkeit der dem Verfahren zugrundeliegenden Lockanrufe hatte der BGH ebenfalls nicht geäußert.

Das LG Hildesheim hat sich auch mit dem Argument auseinander gesetzt, der Rückrufer habe bei entsprechender Sorgfalt erkennen können, dass es sich um eine teure Mehrwertnummer handelt.

Man argumentierte: "Das Recht schützt auch die Unaufmerksamen" und schloss einen Einfluß dieser Tatsache auf die Tatbestandbestimmung aus.

Dabei ist zu bedenken, dass es sich im Hildesheimer Fall um eine 0190-Nummer handelte und das Risiko eines Anrufs auf diesen Nummern noch eher als "allgemein bekannt"  gelten konnte, als dies bezüglich des Mißbrauchspotenzials der 0137-Gassen der Fall ist. Dieses Potenzial ist anscheinend nicht einmal dem Gesetzgeber bekannt, wie die Parlamentsdebatten um das TKG leider nur zu eindrücklich zeigen.

In jedem Fall ging die plumpe Schutzbehauptung, die letztlich in der Platitüde hätte enden müssen, das Opfer sei "selbst schuld", vor dem LG Hildesheim so nicht durch. Es wurde hier mit Recht ein Betrug zu Grunde gelegt und der Täter auch dementsprechend verurteilt.

Schon 2004 war ebenfalls die Staatsanwaltschaft in Augsburg der Meinung, dass 0137-Pinganrufe Betrug darstellen:

0137-Betrug: Kripo ermittelt Tatverdächtige - teltarif.de News

Plötzlich sehen sich nun jedoch die Staatsanwaltschaft Hannover sowie die Generalstaatsanwaltschaft in Celle nicht mehr an die bisherige Rechtsprechung in dieser Frage gebunden. Ihrer Ansicht nach sei das ganze kein strafbarer Betrug, und die Opfer seien mehr oder weniger "selbst schuld".

Im Kontrast zur bisherigen Rechtsauffassung steht nun die Verfahrenseinstellung zu aktuellen 0137-Ping-Betrugsfällen, verübt im Raum Hannover, in einem sehr merkwürdigen Licht. Auch auf eine Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft Celle hin sah man keinen Anlass, in dieser Sache weiter tätig werden zu müssen.

Unter dem Aktenzeichen GStA Celle, 2 Zs 1607/09 wies die GStA die Beschwerde gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens StA Hannover NZS 5322 Js 44041/09 wegen Betruges (Pingbetrug durch 0137-Lockanrufe) zurück.

Oberstaatsanwalt Brandt erklärt dazu in seinem Ablehnungsbescheid, es sei "nicht Aufgabe des Strafrechts, vor einer groben Sorgfaltspflichtverletzung zu schützen (OLG Celle, 1 Ws 279/06)".

Weiter äußert er:

"Ich teile die Auffassung der Staatsanwaltschaft, dass alleine das einmalige Anrufen unter Hinterlegung einer Rufnummer keine Täuschungshandlung im Sinne des § 263 StGB ist".

Es ist nicht erkennbar, worin nach Ansicht des Oberstaatsanwaltes der Zweck des einmaligen Klingelns besteht, zumal, wenn man bedenkt, dass bei einem Mobilfunktelefon und bei entsprechend ausgestatteten Telefonen dieses Klingeln die Anzeige "Anruf in Abwesenheit" auslöst.

Auch wird auf die Motivation eines Tatverdächtigen nicht eingegangen, welcher Tausende von Personen anruft - im (exklusiven!) Wissen darum, dass jeder Rückruf ihm Geld einbringt.

Kurzum: es ist vollkommen lebensfremd, hier eine andere Interpretation gelten zu lassen, als pure rechtswidrige Bereicherungsabsicht an fremdem Vermögen.

Das konträre Urteil aus Hildesheim ist dem Oberstaatsanwalt bekannt, er wurde ausführlich auf dieses Urteil hingewiesen. Auf diese bisher geltende Rechtsprechung ist er jedoch nicht näher eingegangen. Ignoriert wurde auch die Ansicht des BGH, der an der grundlegenden Strafbarkeit des Ping-Betrugs keinerlei Zweifel geäußert hat.

Auch die Aussage des Oberstaatsanwaltes, wonach die Mehrwertnummern heutzutage allgemein bekannt seien und daher der Anrufer nicht täusche, wenn er eine solche Nummer angebe, ist in der Sache umstritten - und sie ist vor allem nicht relevant, da diese Mehrwertnummer ja gar nicht die Nummer ist, unter der der Anrufer erreicht werden kann. Das allein stellt schon eine Täuschungshandlung dar (Entstellen der wahren Tatsache, dass ein Rückruf mit dem Ziel, den Anrufer zu erreichen, gar nicht möglich ist).

Inzwischen wurde dagegen Beschwerde eingelegt und interessierten Kreisen diese Entscheidung bekannt gegeben.

Am gestrigen Freitag erschien hierzu ein Blogeintrag bei der Augsburger Allgemeinen:

(Von der Arroganz einer Staatsanwaltschaft - Augsburger Allgemeine Community)

Die Einstellung des Verfahrens mit der Begründung, es läge kein Betrug vor, war ein fatales Signal. Es wäre dann eigentlich zu erwarten, dass auch andere Ermittlungsverfahren von der Einstellung bedroht sind, insbesondere die bundesweit nach Hannover abgegebenen verschiedenen Verfahren wegen des gleichen Sachverhalts (z.B. Js 47423/08 in Hannover als übergeordnetes Verfahren zu Staatsanwaltschaft Frankfurt, 3470 Js 240497/09) und insbesondere auch das im selben Bundesland laufende Ermittlungsverfahren der StA Osnabrück (NZS 140 Js 4466/07). Spätestens jetzt besteht an einer Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft auch ein öffentliches Interesse (siehe exemplarisch die Meldung bei Heise.de).

Die Verfahrenseinstellung führt auch zu der kuriosen Situation, dass vielleicht demnächst in einem Gerichtsbezirk der Ping-Betrug "erlaubt" ist, im anderen dagegen nicht.

Kann man dann den Ping-Betrügern bundesweit den Standort Hannover/Celle als "sicheres Fort Knox" empfehlen? - Hannover als Mekka des innovativen Mehrwertdienstbetrugs? Der "ideale Wirtschaftstandort für innovative TK-Betrüger"?

Die selbstverordnete Untätigkeit durch Einstellung des Verfahrens ist ein Schlag ins Gesicht den Zigtausenden Betroffenen gegenüber - allein die hohen Opferzahlen zeigen doch, dass der Oberstaatsanwalt hier die Lebenswirklichkeiten völlig verkennt.

Als Verbraucher muß man sich fragen, ob inzwischen der banden- und gewerbsmäßige Betrug im Bereich der Telekommunikation zur gewohnheitsrechtlich legitimierten Bagatelle mutiert ist. Wie kann es in Deutschland völlig ohne Konsequenzen bleiben, wenn man auf solche Weise Geld verdient?

Warum tut sich die deutsche Justiz so auffallend schwer mit der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, besonders wenn sie im Bereich der Telekommunikation oder des Internets verübt wird?

Nimmt man inzwischen bewusst eine Erosion von rechtlichen Normen in Kauf, im Dienst einer vermeintlichen "Standortförderung"?

Quelle: Antispam.de

Das Wiener Karussell und die Burgstallers

Zitat:

Bei Burgstaller handelt es sich nicht um eine einzelne Firma, sondern um ein Familienunternehmen, das Callcenter in Berlin, Wittenberg und Alicante/Spanien betreibt. Die Burgstallers (Berlin) stammen ursprünglich wie deren Geschäftsführer Michael Gigler (Trebesing) und Hanna Metzger (Berlin) aus Österreich.
Meinhard Burgstaller Junior ist mit Meltem Alkan (türkischstämmig) verheiratet und steht momentan wegen mehrerer Insolvenzen vor Gericht und ist angeblich mittellos. Er hat in einer Privatinsolvenz für sich die Restschuldbefreiung beantragt: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg am 22.05.2009, Az: 36b IN 1575/09.

  • Meinhard Kurt Burgstaller *09.03.1949
    Am Pichelssee 54
    13595 Berlin
  • Meinhard Anton Burgstaller *11.06.1974
    Karl-Marx-Str. 112
    12043 Berlin
  • Meltem Burgstaller geb. Alkan *08.04.1975
    Karl-Marx-Str. 112
    12043 Berlin
  • Michael Gigler *08.04.1962
    Zlatting 14
    A-9852 Trebesing/Spittal an der Drau
  • Hanna Metzger geb. Orsaczek *01.03.1959
    Am Pichelssee 54
    13595 Berlin

Burgstaller betreibt u.a. die folgenden dubiosen Gewinnspieldienste, die per Coldcalls beworben werden und für die unerlaubt Geld von den Konten der Opfer abgebucht wird:

  • Direktrente aktiv
  • Direktrente plus
  • Meine Vorteilswelt
  • Sofortrente aktiv
  • Sofortrente plus

In Zusammenarbeit mit anderen Gewinnspieldiensten betreibt Burgstaller weitere Webseiten, z.B. www.bonustipp.com (Megalon Media & Marketing GmbH) und www.gregor-direkt.com (SKL Staatliche Lotterie-Einnahme Werner Gregor e.K.). Internetseiten von Stefan Pergrin (InnoPro s.r.o., Abelard GmbH) liegen ebenfalls auf dem Server (www.rabattfux.com).

Bei den Verbraucherschutzorganisationen häufen sich die Beschwerden über die Machenschaften von Burgstaller.

  • Hallo,
    in den vergangenen Tagen habe ich wiederholt Anrufe erhalten von der Rufnummer 004930521320306. Jedesmal wenn ich mich meldete, wurde auf der anderen Seite aufgelegt. Als ich genervt zurückrief, also 030 521320306 bekam ich eine automatische Ansage, alle Leitungen belegt, bitte später nochmal oder mail an service@marketing-berlin.de (kurz nachgeguckt: es handelt sich um ein "Marketing Center Burgstaller".
  • bei mir ähnlich wie im Originalposting, allerdings kam mein Anruf heute abend aus Spanien (die Nummer wurde angezeigt, 0034 9667 61541). Darauf angesprochen meinte die Dame, das sei ganz normal, auch wenn sie für eine deutsche Gesellschaft anriefe. Insgesamt ähnliches Muster: Sie hätte ja schon mal mit mir gesprochen und das Modell vorgestellt. Weil ich es so unsinnig fand, habe ich mir die Details nicht gemerkt, aber es würden 400 Teilnehmer ausgewählt, die eine Direktrente von 3000 Euro für x Jahre bekämen. Dafür müsse lediglich eine Gebühr (3 Monate a 39 Euro) bezahlt werden, für eine notarielle Beglaubigung. Das ganze geschehe im Auftrag des Verbands der Deutschen Privatversicherer (oder so), und die Aktion Mensch gebe das Geld...
    Anmerkungen:
    • Die anrufende Nummer 0034-966761541 gehört zu Burgstallers Callcenter in Spanien.
    • Bei dem beworbenen Produkt handelt es sich um "Direktrente aktiv".
  • ...Sie müsse nur einmal 47,-€ überweisen. Konto-Nummer 24557852 BLZ 100 100 10 (Postbank Berlin)
    Gott sei Dank ist meine Mutter nicht auf den Kopf gefallen, und hat ihre eigene Bankverbindung nicht angegeben. Sie fragte dann nach einer Rückruf-Nummer, und Herr Becker (real name??) gab ihr diese Nummer: 030-2318954, die aber nicht funzt. Sie hat das Gepräch dann irgendwann einfach beendet.
    Nun kam letzte Woche ein Schreiben der Firma “SofortRente aktiv”,
    Postfach 2428, 36243 Niederaula von einer Frau Monika Lindner.
    [..]
    Um meine Mutter zu schützen, erhalte sie extra E-mail-Addi, die sie unter http://www.mailbxb.com einsehen könne – plus Benutzername und Passwort.
    Für diese ganze Service-Leistung würden ab 2.5.2009 je 23,-€ vom Konto Postbank abgebucht (Nummer ist bunt aus den Geburtsdaten von Mom zusammengestellt).
    Auf Brief stehen nur obige Postfach-Kontakt-Daten, sowie Hotline 01805-011727 und Fax 01805-011728. Es gibt keine Straße, e-mail, oder Website. Auf der Rückseite ist außerdem die Postfachnummer falsch angegeben….
    Anmerkungen:
    • Das Konto 24557852, BLZ 10010010 (Postbank Berlin) ist von Burgstaller.
    • Die Mailadressen unter www.mailbxb.com vergibt Armin Kraft (InnoPro s.r.o.): Domain-Dossier
  • "Direktrente plus": http://www.antispam.de/forum/showthread.php?t=22764
  • "Bonustipp": http://www.antispam.de/forum/showthread.php?t=20870
  • "Meine Vorteilswelt": http://www.antispam.de/forum/showthread.php?t=24733
  • "Bonustipp" und "Meine Vorteilswelt" gehören zum gleichen Projekt:
    ... Jetzt kam heute der "Vertrag" ins Haus. Eine Seite von Meine Vorteilswelt, wo noch mal zusammengefasst wird dass ich jetzt mitspiele, und dass ich über www.bonustipp.com viele Vergünstigungen erhalten kann. Ebenfalls steht dort, dass sie ja die Abbuchungserlaubnis haben, und dort in den nächsten Tagen das erste Entgelt abbuchen werden...
    Herzlich Willkommen bei Meine Vorteilswelt [...] Außerdem genießen Sie als Mitglied bei Meine Vorteilswelt den Service des exclusiven Bonus-und Rabattsystems "Bonustipp" ohne zusätzliche Kosten!Sehen Sie sich schon einmal auf www.bonustipp.com um. Ihre Registrierungsdaten erhalten Sie pünklich zum Beginn der Vorteilswelt...

Burgstallers Callcenter verwenden die folgenden Rufnummern. Nicht alle sind bislang bei Coldcalls aufgetaucht.

  • 01805-011727
  • 01805-011728
  • 01805-131306
  • 01805-131307
  • 030-521320***
  • 030-5314392425
  • 030-88592***
  • 030-81493516
  • 03491-760***
  • 03491-762***
  • 0034-966730040
  • 0034-966730843
  • 0034-966730899
  • 0034-966761541

Bei Burgstallers Firmen handelt es sich im einzelnen um:

  • MCB Marketing Center Burgstaller
    Joachimstaler Str. 17
    10719 Berlin
    ehem. Marketing Center Burgstaller - Metzger
    Kantstr. 162
    10623 Berlin
    Inhaber: Meinhard Kurt Burgstaller
    Tel: 030-8859210
    Fax: 030-88592167
    Web: www.marketing-berlin.de

  • InOne Media GmbH
    Joachimstaler Str. 17
    10719 Berlin
    ehem. UMB Unternehmensberatung-Vertriebs-GmbH
    Spichernstraße 12
    10777 Berlin
    Amtsgericht: 14057 Berlin (HRB 91567)
    Geschäftsführer: Michael Gigler
    Gesellschafter: Meinhard Kurt Burgstaller
    Gesellschafter: Hanna Metzger geb. Orsaczek
    Gesellschafter: Michael Gigler
    Tel: 030-8859210
    Fax: 030-8859250
    Web: viele (www.intelli-card.de, www.intelli-reisen.de, www.rabattfieber.de, www.rabattflut.de, ...)

  • Aktema GmbH
    Joachimstaler Str. 17
    10719 Berlin
    Amtsgericht: 14057 Berlin (HRB 81825)
    Geschäftsführer: Christiane Oppermann
    Gesellschafter: Meinhard Kurt Burgstaller
    Gesellschafter: Hanna Metzger geb. Orsaczek
    Tel: 030-88592150
    Fax: 030-88592151
    Web: www.aktema.de

  • Staatliche Lotterie-Einnahme Hanna Metzger e.K.
    Joachimstaler Str. 17
    10719 Berlin
    zuvor:
    Kurfuerstendamm 167/168
    10707 Berlin
    Inhaber: Hanna Metzger geb. Orsaczek
    Tel: 0800-6551755
    Fax: 030-5314392425
    Web: www.nkl-hanna-metzger.de

  • Junit GmbH
    Karl-Marx-Str. 112
    12043 Berlin
    Amtsgericht: 14057 Berlin (HRB 102007)
    Geschäftsführer: Meinhard Anton Burgstaller
    Insolvenz am 23.07.2009 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Az: 36J IN 181/09

  • ALITO INTERNATIONAL LIMITED
    69 GREAT HAMPTON STREET
    BIRMINGHAM
    B18 6EW
    Company No. 06617949
    Director: Meltem Burgstaller
    Zweigstelle:
    ALITO International Ltd.
    Karl-Marx-Str. 112
    12043 Berlin
    Amtsgericht: 14057 Berlin (HRB 116543)
    Geschäftführer: Meltem Burgstaller
    Tel: 030-81493516
    Web: www.preiswelle.de (Anm: abgeschaltet seit 28.08.2009)

  • Charisma Kommunikationsmarketing GmbH
    Juristenstr. 8-9
    06886 Wittenberg
    Amtsgericht: 06844 Dessau (HRB 5873)
    Geschäftsführer: Sylvia Guttenberger
    Gesellschafter: Meinhard Kurt Burgstaller
    Gesellschafter: Sylvia Guttenberger
    Tel: 03491-760
    Fax: 03491-7626
    Web: www.charisma-callcenter.de

  • ME-BU TEL. MARKETING S.L.
    "GlobeService"
    Calle Pablo Picasso, 1 - Plt 2
    E-03300 Orihuela (Alicante)
    Spanien
    C.I.F.: B53510624
    Geschäftsführer: Meinhard Kurt Burgstaller
    Geschäftsführer: Hanna Metzger geb. Orsaczek
    Gesellschafter: Meinhard Kurt Burgstaller
    Tel: 0034-966730040
    Tel: 0034-966730843
    Tel: 0034-966730899
    Tel: 0034-966761541
    Web: www.globe-service.com
    Zweigstelle:
    ME BU TEL MARKETING S.L
    Avenida Europa (Playa Flamenca) 1
    E-03189 La Zenia
    Spanien
    Telefonbuch

  • Bildmarke: SofortRente plus

    Deutsches Patent- und Markenamt
    Registernummer: 302008052052
    Inhaber: Meltem Burgstaller, Karl-Marx-Str. 112, 12043 Berlin
    Klassen: 35, 36, 38 (Anm: Klasse 36 = Einziehen von Außenständen [Inkassogeschäfte] ...)
    Domain-Dossier: sofortrenteplus.com

  • Wortmarke: Preiswelle
    Deutsches Patent- und Markenamt
    Registernummer: 3020090097534
    Inhaber: Meltem Burgstaller, Karl-Marx-Str. 112, 12043 Berlin
    Klassen: 35, 38, 42
    Domain-Dossier: preiswelle.de (Anm: abgeschaltet seit 28.08.2009)

Quelle: wienerkarussell.does.it

Abzocke mit vorgetäuschtem Werbungsschutz

Das Versprechen an bereits einschlägig leidgeprüfte Bürger, mit einem angeblichen Eintrag in „Sperrlisten“ künftige Müllwerbung und unerwünschte Werbeanrufe auszuschließen. Natürlich kostenpflichtig, wie vor einigen Tagen die Göttingerin Anja Krusche (richtiger Name der Redaktion bekannt) bei einem unerbetenen Anruf erfuhr. Für 64,95 Euro, versprach die Firma „Deutscher Werbeschutz (D&S)“ mit angeblichem Hauptsitz in Berlin, werde sie künftig Ruhe haben. Dazu müsse Krusche allerdings ihre Kontonummer angeben, „weil ich die hier eingeben muss“.

.....

... In den vergangenen Wochen haben Verbraucher bundesweit das gleiche Angebot erhalten. Wer hinter der „D&S“ steckt, hat die Berliner Anwaltskanzlei Richter herausgefunden: die Firma „D & S Dienstleistungen und Service Dialogmarketing“. Die auf einen Ioannis Koukoumaftsis eingetragene Firma hat ihren Sitz in Dortmund, nicht in Berlin.

Quelle und vollständiger Bericht: Göttinger Tageblatt