07.01.14

Schaden der S&K-Gruppe ist fast doppelt so hoch

Der von den mutmaßlichen Anlagebetrügern um die Frankfurter Immobiliengruppe S&K angerichtete Schaden ist möglicherweise fast doppelt so hoch wie bislang angenommen. Es könne sich durchaus um bis zu 200 Millionen Euro handeln, sagte die Frankfurter Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Bislang war in dem extrem komplexen Verfahren mit rund 10.000 getäuschten Anlegern von rund 105 Millionen Euro Schaden die Rede gewesen.

Die Ermittler haben zudem den Schätzwert der von ihnen arrestierten Vermögensgegenstände auf rund 40 Millionen Euro hochgesetzt, aus denen Gläubiger befriedigt werden können. Das wäre ein Fünftel der nun angenommenen Schadenssumme. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Handelsblatt

Erneute Phishing-Mails: Betrüger wollen Daten

Phishing-Mails im Layout der Sparkasse machen im Dezember erneut die Runde. Bereits im September hatten es einige Betrüger auf die Daten der Sparkassenkunden abgesehen. ...

In der Mail werden die Empfänger aufgefordert, einem Link zu folgen, der auf eine Phishing-Website führt. Ganz im Sparkassen-Design gehalten, sollen die Kunden hinters Licht geführt werden, um an ihre Daten zu gelangen. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Mitteldeutsche Zeitung

Betrüger-Bande prellte Opfer mit Gewinnspielen

Einen gigantischen Betrugsapparat hat eine Mettmanner Sonderkommission aufgedeckt: Eine sechsköpfige Call-Center-Bande aus Hilden soll bundesweit 33.000 Opfer um rund 4,2 Millionen Euro geprellt haben. Zuerst legten sie die Opfer am Telefon mit faulen Gewinnspielen rein und verkauften ihnen dann noch frech eine wertlose „Sperrbox“ gegen betrügerische Anrufe! ...

Zwei Bandenköpfe (ein 35-jähriger Türke, ein 30-jähriger Mazedonier) sitzen, der Rest blieb frei oder ist flüchtig. Alle sind bereits angeklagt!

Quelle und vollständiger Bericht: express

Diese Betrugsmasche war auch Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeischen XY ungelöst". Während der Ausstrahlung des Beitrags im Dezember versuchten Unbekannte offenbar die Telefonanlage im Studio lahmzulegen. Daher wird ein Zusammenhang mit den Aktivitäten der Betrügerbande vermutet.

Mithilfe der ZDF-Sendung »Aktenzeichen XY ungelöst« sucht die Kriminalpolizei Traunstein nach Ersin Celebi aus Freilassing. Er soll Mitglied einer Betrügerbande sein, die nach Schätzungen des Bundeskriminalamts bisher in Deutschland über 300 000 Menschen übel hereingelegt hat. ...

Ersin Celebi, nach dem europaweit gefahndet wird, steht laut Informationen der Kripo Traunstein im Verdacht, selbst in etwa 7500 Fällen Leute betrogen und dabei weit über eine halbe Million Euro erbeutet zu haben. Er war Inhaber einer Telekommunikationsfirma in Freilassing und soll mithilfe der türkischen Call-Center den ohnehin schon geschröpften Betrugsopfern auch noch teure Infoblätter angedreht haben, wie man sich vor betrügerischen Anrufen schützen könne. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Traunsteiner Tagblatt

Betrüger-Spur führt nach Berlin

Der Internetname www.luxusuhr2013.de gehört angeblich einem Mann aus Essen, der auch Domaininhaber des Fake-Shops www.restpostenhandel2013 ist. Von dort führt die Spur nach Berlin und aus der Hauptstadt Richtung Türkei.

Das Angebot im Internetshop erscheint konkurrenzlos billig. Je nach Modell rund ein Drittel unter den normalen Preisen. Doch ob die Ware bei den Käufern tatsächlich ankommt? Ähnliche Shops kassieren zunächst das Geld der Kunden, liefern dann aber nichts. Mit falscher Steuernummer und Handelsregisternummer agieren auch die Täter im Herforder Fall. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Neue Westfälische

06.12.13

Einsames Herz entpuppte sich als falsches Luder

Rund 730 Euro Telefongebühren soll ein Mann aus dem Kreis Pinneberg dafür zahlen, weil er unlängst die eigene Telefonleitung mehrere Stunden lang zu einer Firma offen gehalten hat, die offenbar darauf spezialisiert ist, "Kontakte" zwischen Männern und Frauen vermitteln.

Der ganze Ärger für den Mittfünfziger begann, als er von einer angeblich einsamen "Jessy" eine SMS erhielt. Zu lesen war darin in etwas holprigem Schriftdeutsch: "Ich bin ganz alleine und frage mich was ich falsch gemacht habe? Will Dich nur Kennenlernen und Treffen. Magst du mich kurz Anrufen wegen meiner Nummer Tauschen. Jessy." Diese Nachricht kam von einer 0180er Nummer auf das Privathandy des Mannes.

Zunächst reagierte er nicht auf die Anmache, deshalb bekam er weitere Nachrichten per SMS zugesandt - allerdings von einer anderen 0180er-Verbindung. Nach der zehnten Nachfrage reagierte er so, wie "Jessy" es wohl auch erwartet hatte - er rief zurück und erhielt neben einem Codewort eine fünfstellige Nummer, unter der "die einsame Dame" zu erreichen war.

Nachdem der Mann dann mit "Jessy" in Kontakt getreten war, wurde das Telefonat schon bald unterbrochen weil der Akku vom Handy des Mannes leer war. Doch "Jessy" war nicht scheu und rief schon bald zurück. Sie bat den Mann, sie erneut anzurufen, "um das Netz zu überprüfen". Nein, teuer wäre das nicht, es koste lediglich 1,99 Euro als einmalige Gebühr. Doch das war gemogelt, denn das Nebenbeilegen des Hörers von 17.21 bis 22.45 Uhr kostete sage und schreibe 732,92 Euro. Wahrgenommen hatte der Mann das aber erst, nachdem ihm die Rechnung zugestellt worden war.

Er hat bei der Polizei Anzeige gegen "Jessy" und ihre möglichen Hintermänner gestellt. Die Polizei ermittelt wegen gewerbs- oder bandenmäßigen Betruges.

Quelle: Polizeidirektion Itzehoe