08.02.13

Office Business Software UG versendet rechnungsähnliche Formulare

Vor rechnungsähnlichen Formularen der Firma "o.b.s. Office Business Software UG" wird zur Zeit von Organisationen wie Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern sowie Anwälten gewarnt. vorgelegt. Die betrügerische Masche offeriert den Kauf von Bürosoftware.

In den letzten Tagen erreichten die IHK Aachen mehrfach Beschwerden über „Rechnungen“ der obs office business software UG (haftungsbeschränkt) aus Aachen.

Die Schreiben sehen wie eine normale Rechnung für 1 x Software "Office World Pro Web 2013" für 249,98 zuzüglich Mehrwertsteuer aus. Dabei wird auf eine Zahlungsfrist von 14 Tagen hingewiesen. Dass es sich hierbei eigentlich um ein Angebot handelt, erfährt der Leser erst im kaum lesbaren winzig kleingedruckten Fließtext, wo es wörtlich heißt: "Beim aktzeptieren dieses Angebotes fragen wir sie innerhalb von 14 Tagen die angegebene Summe zu Ueberweisen".

Die IHK Aachen rät dringend davon ab, entsprechende Zahlungen vorzunehmen!

Quelle und vollständiger Bericht: IHK Aachen

Auch die Handwerkskammer des Saarlandes warnt vor den Gaunern und berichtet außerdem von einer Verbindung zu einem anderen Unternehmen, welches mit nahezu identischen Schreiben aktiv war.

Bereits im Frühjahr/Sommer 2012 hatte eine Firma mit frappierend ähnlichem Namen (OSS Office Software Solutions GmbH aus Berlin) mit der gleichen Masche deutschlandweit fast identische Rechnungen verschickt. Diese Firma gibt es zwischenzeitlich nicht mehr. Wie sich aus dem Handelsregister jedoch nachvollziehen lässt, handelt es sich um dieselben handelnden Personen im Hintergrund, auch wenn eine Sitzverlegung und Namensänderung der Gesellschaft, die jetzt als UG mit einem Stammkapital von 100,00 Euro eingetragen ist, vorgenommen wurde.

Zahlen Sie also keinesfalls die mit diesem Schreiben geforderte Summe!

Die Drahtzieher dieses Offertenschwindels bei den beiden erwähnten Firmen ist/sind anscheinend die gleich(en) Person(en), wie die Auszüge aus dem Handelsregister vermuten lassen.

Amtsgericht Aachen Aktenzeichen: HRB 17905 Bekannt gemacht am: 14.12.2012 22:00 Uhr

In ().
gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Neueintragungen

11.12.2012

obs office business software UG (haftungsbeschränkt), Aachen, Am Gut Wolf 3, 52070 Aachen. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 12.10.2012 Die Gesellschafterversammlung vom 02.11.2012 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in Ziffer 1 und mit ihr die Sitzverlegung von Berlin (bisher Amtsgericht Charlottenburg HRB 145589 B) nach Aachen beschlossen. Weiterhin wurde eine Änderung in Ziffer 2 und mit ihr die Änderung des Unternehmensgegenstandes beschlossen. Geschäftsanschrift: Am Gut Wolf 3, 52070 Aachen. Gegenstand: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Verkauf von Software für Unternehmen. Stammkapital: 100,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch die Geschäftsführer gemeinsam vertreten. Bestellt als Geschäftsführer: Stoffels, Djuri Ruwan Kumara, Arnheim/Niederlande, *02.06.1982. Nicht mehr Geschäftsführer: von Glowacki, Matthias, Berlin, *10.05.1972.

Quelle: Handelsregister

Amtsgericht Charlottenburg (Berlin).
Aktenzeichen: HRB 134403 B
Bekannt gemacht am: 25.08.2011 12:00 Uhr

In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen

23.08.2011

Hanita GmbH, Berlin, Hauptstraße 117, 10827 Berlin. Firma: OSS Office Software Solutions GmbH Sitz / Zweigniederlassung: Geschäftsanschrift:; Hauptstraße 117, 10827 Berlin Gegenstand: Handel mit Elektroartikeln und ähnlichen Waren und Entwicklung von Software. Nicht mehr Geschäftsführer:; 1. von Glowacki, Matthias; Geschäftsführer:; 2. Kuivenhoven, Patrick, *05.06.1979, Apeldoorn/Niederlande; mit der Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten mit der Befugnis Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen Rechtsform: Durch die Beschlüsse der Gesellschafterversammlung vom 31.05.2011 sowie vom 19.08.2011 ist der Gesellschaftsvertrag geändert in § 1 (Firma), § 2 (Gegenstand) und § 4 (Stammkapital)..

Quelle: Handelsregister

Die Firma OSS Office Software Solutions GmbH wurde am 27.12.2012 wegen Vermögenslosigkeit aus dem Handelsregister gelöscht.

Ordnungsamt stoppt Wanderlager

Ein Wanderlager ausgehoben hat am Montag (4. Februar) das Ordnungsamt in einem Gerther Restaurant. Wanderlager ist laut Gewerbeordnung eine Verkaufsveranstaltung, also eine Kaffeefahrt ohne Fahrt. ...

Oft erfährt das Ordnungsamt von illegalen Veranstaltungen im Nachhinein. Diesmal jedoch bekam es vorher einen Hinweis, so dass sich ein Mitarbeiter unter die Teilnehmer mischte.

Kurz nachdem das kostenlose “Premium-Essen” abgeräumt worden war und es an die Präsentation mit anschließendem Verkauf gehen sollte, untersagten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes diese und eine weitere für den nächsten Tag in Langendreer geplante Veranstaltung. ...

Quelle und vollständiger Bericht: LokalKompass.de

Freispruch für Kaffeefahrten-Veranstalter aufgehoben

Für einen Kaffeefahrten-Veranstalter aus Lastrup, den das Landgericht Oldenburg in zweiter Instanz vom Vorwurf des Betruges in 16 Fällen freigesprochen hatte (die NWZ? berichtete), könnte es nun eng werden. Am Montag, 4. Februar, hat das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg dieses Urteil aufgehoben, und das Verfahren zur erneuten Verhandlung an das Landgericht zurückverwiesen. ...

Nun wird der Prozess neu aufgerollt. Parallel dazu bereitet die Staatsanwaltschaft zurzeit eine weitere Anklage vor. Da geht es um Betrug in 350 Fällen.

Quelle und vollständiger Bericht: NWZ online

06.02.13

Plädoyers im Prozess um Datenhandel und Betrug

Der Prozess vor dem Krefelder Landgericht gegen William Filsinger, bei dem es um betrügerischen Handel mit Kundendaten aus der Callcenterbranche geht, neigt sich nach 26 Verhandlungstagen dem Ende entgegen. In der vergangenen Woche wurden die Plädoyers von Anklage und Verteidigung vorgetragen. Der Staatsanwalt forderte einem Bericht der Westdeutschen Zeitung zufolge eine Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten. Dagegen halten die Anwälte von William Filsinger eine Strafe von drei Jahren und sechs Monaten Haft für ausreichend. Der Angeklagte sitzt seit knapp zwei Jahren in Untersuchungshaft und könnte in dem Fall vorzeitig entlassen werden. Das Urteil wird in den nächsten Tagen erwartet.

Von Inkassobutzen liess William Filsinger über 8000 ehemalige Gewinnspielopfer anschreiben, obwohl es keine Verträge gab und die Forderungen daher frei erfunden waren. Der entstandene Gesamtschaden belief sich auf mehr als 1,35 Millionen Euro. Im Prozess wurde deutlich, dass die Opfer massiv unter Druck gesetzt und abgezockt wurden.

Internetbetrüger nach TV-Fahndung verhaftet

Die Ausstrahlung eines Fahndungsaufrufs nach einem Internetbetrüger in „Aktenzeichen XY ungelöst“ am 16.01.2013 hat nun zur Festnahme eines Tatverdächtigen geführt. Im Anschluss an die Sendung erhielt die Würzburger Kriminalpolizei zahlreiche Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Auch der entscheidende Hinweis war unter diesen Mitteilungen.

Bereits im Juli 2012 hatte ein Mann auf der Internetseite www.your-phone24.de insbesondere Handys und sogenannte Tablets verkauft. Die Ware bezahlten die aus dem gesamten Bundesgebiet stammenden Kunden per Vorauskasse, Giropay oder Kreditkarte. Jedoch wurde in fast allen Fällen keine Ware geliefert. Das von den Opfern überwiesene Geld ließ sich der Täter bei einer Bankfiliale in Würzburg bar auszahlen. Der Betreiber der Homepage hatte als angebliche Firmenanschrift eine Adresse im Stadtteil Lengfeld angegeben (wir berichteten). Bis zum heutigen Tag haben sich etwa 600 Geschädigte bei der Polizei gemeldet. Die Schadenshöhe bewegt sich im sechsstelligen Bereich.

Der entscheidende Hinweis ging noch am Abend der Sendung bei der Kripo Würzburg ein. Im Verlaufe der weiteren Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 38 Jahre alten Mann, so dass die Staatsanwaltschaft Würzburg einen Haftbefehl gegen den deutschen Staatsangehörigen beantragte. Dieser konnte Anfang dieser Woche in Würzburg vollstreckt und durch einen Ermittlungsrichter bestätigt werden. Der Tatverdächtige sitzt nun hinter Gittern.

Quelle: Bayerische Polizei