01.02.13

StA Düsseldorf warnt vor telefonischen Zahlungsaufforderungen

Durch Privatpersonen und auswärtige Polizeidienststellen ist die Staatsanwaltschaft Düsseldorf auf eine neue Betrugsmasche aufmerksam gemacht worden:

Bislang nicht ermittelte Tatverdächtige, die sich als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ausgeben, rufen unter der Legende eines angeblichen Ermittlungsverfahrens bei Privatpersonen an und fordern zu einer Überweisung auf, damit das gegen diese geführte Verfahren eingestellt werden könne. Zwar läßt der Gesamtvortrag auf ein betrügerisches Vorgehen schliessen, die Glaubhaftigkeit der Angaben wird aber zunächst durch das - technisch mögliche - Anzeigen der richtigen Durchwahl eines Dezernenten der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf erklärt und bittet die Empfänger:

Bei den Anrufern handelt es sich nicht um Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die Zahlungsverlangen grundsätzlich nicht fernmündlich erhebt. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, der Überweisungsaufforderung Folge zu leisten. Zeigen Sie den Sachverhalt bei der für Sie zuständigen Polizeidienststelle an, damit erfolgversprechende Ermittlungen aufgenommen werden können.

Quelle: Staatsanwaltschaft Düsseldorf

Verkaufsveranstaltung in Greiz aufgelöst

Am Montag wurde in einer Gaststätte in der Brauereistraße eine Verkaufsveranstaltung, sogenannte Kaffeefahrt, durch die Polizeiinspektion Greiz zusammen mit dem Gewerbeamt, der Stadtverwaltung Greiz und dem Inhaber der Gaststätte aufgelöst. Grund dieses Einsatzes waren mehrere Strafanzeigen wegen Betruges im vergangenen Jahr gegen eine Tätergruppe aus Niedersachsen, die vor allem ältere Bürger bei Veranstaltungen im Landkreis Greiz um mehrere hundert Euro erleichterten. Die Personalien der Veranstalter wurden erhoben. Auf Grund von Zeugenhinweisen stellte sich heraus, dass es sich um dieselben Veranstalter aus dem letzten Jahr handelte, sodass gegen diese nun die Ermittlungen geführt werden. Außerdem hatten die Veranstalter nicht die erforderliche Erlaubnis zur Durchführung einer solchen Veranstaltung. ...

Die Polizeiinspektion Greiz warnt vor Betrug bei solchen Verkaufsveranstaltungen!

Quelle und vollständiger Bericht: meinanzeiger.de

Vorsicht, wieder massenhaft Phishing-Mails in Umlauf

Gleichsam wie im Rausch versenden Internet-Gauner derzeit E-Mails mit gefährlichen "zip"-Anhängen. Wer die Dateien öffnet, der riskiert, dass sich auf seinem Computer schädliche Software installiert. Diebische Freude bereitet den Betrügern seit Jahresbeginn auch, massenhaft Phishing-Mails zu verschicken, die angeblich von Amazon, Paypal und Mastercard stammen.

Egal ob die Betreffzeile zum Beispiel "Fremdzugriff Bestellung 2093560315 erfolgreich storniert" (Amazon), "Ihr Aktenzeichen: (MA-886-546-987)" (Mastercard) oder "Ihr Kontozugriff Ist Eingeschränkt" (Paypal) lautet - die Internet-Halunken wollen stets dazu verleiten, dass auf gefälschten Seiten, die denen der Firmen sehr ähnlich sehen, sensible Daten wie etwa Kontoverbindungen eingegeben werden.

Oft fallen die elektronischen Briefe sogleich durch eine falsche Rechtschreibung (Betreffzeile bei Paypal), schlechte Grammatik oder fehlende Umlaute (beispielsweise ? statt ä) auf und sind so schnell als Phishing-Mail zu erkennen. Aber es kursieren immer wieder auch E-Mails in perfektem Deutsch, die zunächst keinen Verdacht erwecken. Um sich vor Schaden zu bewahren, ist es ratsam, sich an unsere Empfehlungen zu halten:

  • Öffnen Sie unter keinen Umständen Anhänge oder Links solcher E-Mails! Lassen Sie sich dazu auch nicht durch persönliche Anreden oder flüssig geschriebenes Deutsch verleiten!

  • Suchen Sie regelmäßig nach Updates für Ihr Anti-Viren Programm und Ihren Internetbrowser!

  • Antworten Sie nicht auf diese E-Mails, auch wenn Sie sich darüber ärgern! Denn dadurch verraten Sie den Betrügern, dass diese E-Mail-Adresse regelmäßig genutzt wird. Sie könnten deswegen noch mehr Spam- und Phishing-Mails erhalten.

  • Ignorieren Sie diese E-Mails und verschieben Sie die Schreiben einfach in den Spam-Ordner!

Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

Erneut Durchsuchungen bei Unister

Die Firma Unister GmbH scheint momentan nicht zur Ruhe zu kommen. Wieder hat es Durchsuchungen seitens der ermittelnden Behörden gegeben. Nun dreht sich die alte Leier wieder mit erneuten Anschuldigungen, Dementis von Unisters Pressesprecher Konstantin Korosides, Medienberichten usw. Irgend etwas muss dann wohl dran sein, sonst würde die Staatsanwaltschaft nicht so energisch nachsetzen und sich die Presse darauf stürzen. Nachfolgend eine kleine Auswahl lesenswerter Berichte.

Gegen die Leipziger Internetfirma Unister gibt es neue Vorwürfe. "Es hat heute weitere Durchsuchungen in Geschäftsräumen von Unister in Leipzig sowie bei Geschäftspartnern in Potsdam und Bayern gegeben", sagte der Sprecher der sächsischen Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Anlass sei der Verdacht des unerlaubten Adresshandels mit Millionen von Flugreisedatensätzen. Außerdem gebe es den Verdacht von irreführenden Preisangaben auf den Unister-Reiseportalen.

40 Beamte und 4 Staatsanwälte durchsuchten demnach insgesamt sechs Büros. Vier davon waren Unister-Räume in Leipzig, die anderen Büros von Geschäftspartnern der Internetfirma. Gegen die Partner werde allerdings nicht ermittelt, sondern ausschließlich gegen Unister, ...

Quelle und vollständiger Bericht: WAZ - DerWesten

Denn die Staatsanwaltschaft ermittelt nun auch wegen des Verdachts auf illegalen Adressenhandel und der Angabe falscher Preise auf den Unister-Internetportalen wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Leipzig Fernsehen

Die Streichpreise, angebliche Ursprungspreise für Reisen oder Flüge, seien niemals wirklich verlangt worden, erläuterte Klein. "Man hat auf breiter Front etwas vorgetäuscht, was nicht da war." Dazu sei ein ausgefeiltes, hoch professionelles Computerprogramm eingesetzt worden, dass die Schnäppchenpreise erzeugt habe. "Wir haben den Algorithmus gefunden", sagte Klein. Die neuen Verdachtsmomente richten sich gegen jene Unister-Führungskräfte, gegen die bereits wegen Steuerbetrugs ermittelt wird. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Mitteldeutsche Zeitung

Betrüger-Trio festgenommen

Einem dreisten Betrüger-Trio haben Ermittler der Gifhorner Polizei am vergangenen Wochenende das Handwerk gelegt. Zuvor hatten zwei der Männer einen Mittatverdächtigen entführt, gefesselt zusammengeschlagen und von ihm entgangene, angebliche Gewinne versucht zu erpressen. Die beiden 28- und 48-jährigen Männer aus Gifhorn sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Am Freitag, 25.01.2013, gg. 18.50 Uhr, meldete sich über Notruf ein 21-jähriger Gifhorner aus einem Baumarkt und teilte mit, dass er zuvor von zwei Männern unter einem Vorwand entführt und in eine Halle in Gifhorn verschleppt worden sei. Dort habe man ihn an einen Stuhl gefesselt, zusammengeschlagen und 80.000,-- Euro gefordert. Schließlich habe man ihn mit dem Hinweis auf zwei Stunden Bedenkzeit zurückgelassen. Er habe sich jedoch befreien und die Polizei alarmieren können.

Im Zuge der sofort einsetzenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 21-jährige im Auftrag und im Zusammenwirken mit den beiden anderen Tatverdächtigen im Internet ein virtuelles Reisebüro aufgebaut hatte, das unter dem Namen eines bekannten Reiseveranstalters aus dem Landkreis Gifhorn firmierte. Hier wurden Kreuzfahrten zu günstigen Preisen angeboten. Die Angebote und die Internetseite waren zudem in verschiedenen überregionalen Tageszeitungen beworben worden. In der Gifhorner Innenstadt hatten die Tatverdächtigen Büroräume als Geschäftsadresse angemietet, um einen seriösen Anschein zu erwecken.

Tatsächlich hatten gutgläubige Bürger auch bereits Reisen gebucht und bezahlt. Die Gelder waren über das Konto einer Finanzagentin geflossen, die es an die Tatverdächtigen weiterleitete. Die Verdächtigen hatten offensichtlich geplant, innerhalb kurzer Zeit mehrere hundert Reisen zu verkaufen, das Geld einzukassieren und sich dann abzusetzen.

Allerdings kam es dann offensichtlich zu Unstimmigkeiten zwischen den Verdächtigen, weil sie glaubten, dass der 21-jährige, der die gesamte Abwicklung im Internet managte, möglicherweise Kasse auf eigene Rechnung machen würde. Dies dürfte der Grund dafür gewesen sein, weshalb er am Freitag, 25.01.2013, unter einem Vorwand in eine Halle im Gifhorner Stadtgebiet gebracht wurde, wo man seinen Aussagen zufolge ihn gefesselt, zusammengeschlagen und erpresst habe.

Da er das geforderte Geld nicht aufbringen und zahlen wollte, habe man ihn unter Drohungen und mit dem Hinweis auf Bedenkzeit gefesselt zurückgelassen. Zudem habe man ihm sein Handy, sein Portmonee und ein Netbook abgenommen.

Die beiden 28- und 48-jährigen Männer wurden von den Ermittlern noch in den Abendstunden im Stadtgebiet Gifhorn festgenommen. Die dem 21-jährigen abgenommenen Gegenstände wurden bei ihnen sichergestellt. Der 28-jährige hat zwischenzeitlich ein umfassendes Geständnis abgelegt und auch der 48-jährige ist teilgeständig. Bei mehreren Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das noch genau ausgewertet werden muss.

Die Polizei hat bei ersten Auswertungen Daten von etwa 180 Personen gefunden, die sich für Reisen interessierten. In ca. 15 Fällen sind nachweislich auch Gelder geflossen. Ob weitere Zahlungen von reisewilligen Kunden auf andere, zur Zeit noch nicht bekannte, Konten umgeleitet wurden, kann noch nicht abschließend gesagt werden. Die Ermittlungen stehen erst am Anfang, so dass auch zur Gesamtschadenshöhe noch keine Angaben gemacht werden können.

Die beiden 28- und 48-jährigen Gifhorner wurden am Samstag dem Haftrichter beim Amtsgericht Gifhorn vorgeführt. Gegen beide wurde die Untersuchungshaft angeordnet.

Quelle: Polizeiinspektion Gifhorn