06.05.09

Akte 09 berichtet über Adressbuchschwindel der DGV

Über kriminellen Größenwahn des 22-jährigen Christian Müller berichtete Akte 09 in der Sendung vom 05.05.09.

Die Seite "Proben-register.net" ist nicht nur bei vielen AKTE-Zuschauern der Aufreger! Verantwortlich für die Abzock-Seite: Christian M. mit seiner Firma Connex Services. Jetzt hat Christian M. eine neue Firma - mit einer nicht ganz neuen Geschäftsidee: Unter dem Namen "Deutsche Gewerbeverwaltung", kurz DGV, bietet er Unternehmen einen Eintrag in seinem Internetregister an. Die Schreiben haben einen sehr offiziellen Charakter - Experten erkennen gleich auf einem Blick: Es handelt sich um "rechnungsähnliche Angebotsschreiben", die Masche nennt sich schlicht "klassischer Adressbuchschwindel". AKTE auf den Spuren eines 22-jährigen ohne festen Job, der durch Abzocke Multimillionär werden möchte.

Quelle: SAT1 - Akte 09

Update: das Video der Sendung.

Quelle: Youtube - DerNetzindianer

05.05.09

New Online Media jetzt auch mit Download-Abzocke aktiv

Die Abzocke mittels Downloadportalen scheint sehr lukrativ zu sein. Nachdem schon mehrere dubiose Firmen damit auf Opfersuche sind, springt nun auch die NOM New Online Media Ltd. auf den Zug mit der Download-Abzocke auf. Die NOM New Online Media Ltd. und ihr Geschäftsführer Heiko Fenske sind mit dem folgenden Portal aktiv:

  • fix-downloaden.com

Angeboten werden auch auf diesem Portal überwiegend Programme und Tools aus Bereichen wie Shareware, Freeware, usw. Man erhält dort also Programme, die man anderweitig kostenlos bekommt, wie beispielsweise OpenOffice.

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Nicht immer heisst kostenlos auch wirklich kostenlos. Durch das Drücken eines Buttons soll den Opfern hier ein Abo-Vertrag untergeschoben werden.

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Wenn ein regulärer Vertrag Zustandekommen würde, entstünden Kosten in einer Gesamthöhe von mindestens 192,- Euro. Das sind mindestens 192,- Euro zuviel für die sonst kostenlos erhältlichen Programme.

Als Betreiber der Abzocke ist im Impressum die Firma NOM New Online Media Ltd. eingetragen.

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Im whois der Domain findet sich neben der Eintragung des Geschäftsführers Heiko Fenske und der Firma NOM New Online Media Ltd. noch ein Hinweis auf eine andere Abzockseite dieses Vereins.

domain:                      fix-downloaden.com
  
[owner-c] handle:            10174056
[owner-c] type:              PERSON
[owner-c] title:             Mr
[owner-c] fname:             Heiko
[owner-c] lname:             Fenske
[owner-c] org:               NOM New Online Media Ltd.
[owner-c] address:           THE PICASSO BUILDING
[owner-c] address:           CALDERVALE ROAD
[owner-c] city:              WAKEFIELD
[owner-c] pcode:             WF1 5PF
[owner-c] country:           GB
[owner-c] state:             GB
[owner-c] phone:             +44-870-4714967
[owner-c] fax:               +44-870-4714967
[owner-c] email:             support@online-fahrpruefung.com 

Quelle: Centralops.net

Die Emailadresse des Geschäftsführers Heiko Fenske läuft über das schon seit längerer Zeit aktive Portal online-fahrpruefung.com. Diese Emailadresse scheint zumindest aktiv zu sein, im Gegensatz zu dem im DNS der Domain angegebenen Account.

fix-downloaden.com  IN  SOA  server: ns9.ns14.de 
     email: sdfsdf.gdsgdf.de 

Quelle: Centralops.net

Die email sdfsdf@gdsgdf.de kann nicht funktionieren, weil eine Domain gdsgdf.de weder aktiviert noch registriert ist.

Als Betroffener dieser Gaunerei können Sie die emails getrost ignorieren. Halten Sie sich einfach an den Tipp der Verbraucherzentralen: Zahlen Sie nicht.

Fängerdomain für 99downloads.de der Belleros Premium Media

Die von der Firma Belleros Premium Media Ltd. angewandte Masche ist nichts neues. Für deren Abzockseite 99downloads.de gibt es die folgende Fängerdomain, mit der potentielle Opfer angelockt werden sollen.

  • slysoft.de

Auf slysoft.de werden in einem Frame die Inhalte des Portals 99downloads.de der Firma Belleros Premium Media Ltd. zur Verfügung gestellt. Interessant ist die Suche nach einem Verantwortlichen für diese zum Kundenfang registrierte Seite. Ein Impressum fehlt auf der Seite slysoft.de. Deshalb werfen wir einen Blick in das whois der Domain.

Domain:      slysoft.de
 
[Holder]
Type:         PERSON
Name:         Dr. Matthias Moench
Address:      Dr. Matthias Moench
Address:      Ruda 138
Pcode:        79344
City:         Horni Mesto
Country:      DE
Changed:      2008-09-18T11:21:13+02:00
 
[Admin-C]
Type:         PERSON
Name:         Detmar Zeugfang (DZ)
Address:      Am Borsigturm 42
Pcode:        13507
City:         Berlin
Country:      DE
Changed:      2008-08-13T20:26:29+02:00

Quelle: Centralops.net

Dass der als Spammer bekannte Matthias Moench auch Domains registriert und für Abzockseiten wirbt, ist ebenfalls nichts neues. Neu ist aber der angebliche Wohnort des Herrn. Bisher war die Redaktion davon ausgegangen, dass der Ort Horni Mesto in der Tschechischen Republik liegt. Und nicht in DE, wie im whois angegeben. Nur gut, dass es für diese .de-Domain auch einen Verantwortlichen aus Deutschland gibt. Im Zweifelsfall kann man sich dann an den als Admin-C zusrändigen Herrn Detmar Zeugfang wenden. Der war übrigens auch schon selber als Domaininhaber für Abzockangebote verantwortlich, wie Abzockenews.de schon im Dezember 2008 herausgefunden und berichtet hat.

Als Opfer dieser Abzocke sollten Sie von der Zahlung unberechtigter Forderungen Abstand nehmen. Auch eine Korrespondenz mit den Gaunern ist nicht anzuraten, denn die wird eher kontraproduktiv ausfallen.

02.05.09

Falsche Anwaltsmail vom Schwimmbadspiel

In den letzten Tagen haben Opfer der Abzocke vom Schwimmbadspiel gemeldet, dass sie Mahnungen per email von dem Rechtsanwalt Frank Michalak erhalten haben. Damit widerholt sich eine dreiste Gaunerei, über die schon im Zusammenhang mit Hasimaus berichtet wurde. (Siehe den Bericht: Hasimaus betrügt mit falscher Anwaltsmail). Die in der email enthaltenen Drohungen entbehren jeglicher Grundlage und können getrost ignoriert werden. Besonders deshalb, weil die angebliche Anwaltsmail wohl wieder nicht vom Anwalt stammt, sondern von der Firma Tech Global Ltd. und ihrem Geschäftsführer Matthias Meske selber. Im Header der email ist zwar als Absender ein email-account von der Domain rechtsanwalt-michalak.de angegeben.

Return-Path: < mail@rechtsanwalt-michalak.de >
Received: from km10821.keymachine.de (84.19.184.64 [84.19.184.64])

Merkwürdigerweise wurde die email über die IP 84.19.184.64 verschickt. Das passt aber nicht mit der Domain des Anwalts zusammen. Die Domain rechtsanwalt-michalak.de liegt auf der IP 81.169.145.71 und wird bei Strato gehostet, wie man dem DNS der Domain erkennen kann.

rechtsanwalt-michalak.de  IN  SOA  server: shades05.rzone.de 
     email: hostmaster.strato-rz.de  

Quelle: centralops.net

Die im Header der email angegebene IP 84.19.184.64 zeigt dagegen auf den Server und Hoster des Versenders. Da landet man also bei keymachine und dort sind auch die Abzockseiten der Gaunerbande gehostet.

Betroffene sollten sich davon nicht einschüchtern lassen und diesen unsubstanzierten Mahnmüll ignorieren. Von einer Zahlung unberechtigter Forderungen wird dringend abgeraten.

Vor Schreiben von RA Michael Bohn warnt die Verbraucherzentrale

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat die folgende Pressemitteilung herausgegeben, in der sie vor Schreiben des Rechtsanwalts Michael Bohn warnt. Offensichtlich wird der Versuch unternommen unberechtigte Forderungen einzutreiben.

Vor Briefen des Rechtsanwalts Michael Bohn aus Gießen warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Laut seinen Schreiben ist er beauftragt, Forderungen von ExpressTipp und Super 12 aus dem Sommer 2008 einzutreiben. "Sie sind telefonisch hinsichtlich einer Gewinnspielteilnahme angesprochen worden und haben zugesagt, hieran unter Zahlung eines monatlichen Kostenbeitrags von 55,00 € teilzunehmen" heißt es in dem Anwaltsbrief. Die Forderung beläuft sich auf knapp über 100 Euro inklusive Anwaltsgebühr und Auslagenpauschale. Besonders dreist: Auch Verbraucherinnen und Verbraucher, die bereits kurz nach dem unerwünschten Telefonat den Vertrag widerrufen oder angefochten haben, erhalten Rechnungen.

Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, den Anwalt schriftlich per Einschreiben mit Rückschein über den bereits erfolgten Widerruf bzw. die Anfechtung zu informieren und ihm Kopien der Unterlagen zu schicken. Wer noch nicht widerrufen hat, kann dies nach Auffassung der Verbraucherzentrale auch jetzt noch tun, da die Auftragsbestätigungen der Firmen ExpressTipp und Super 12 keine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung enthalten. Zu Unrecht erfolgte Kontoabbuchungen sollten bei der Bank zurückgerufen werden. Wer telefonisch einer Gewinnspielteilnahme nicht zugestimmt hat, sollte den Vertragsabschluss gegenüber dem Anwalt bestreiten. Einen Musterbrief bietet die Verbraucherzentrale unter www.vz-rlp.de.

Quelle und vollständige Pressemitteilung: Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz