31.05.10

Anwälte im Dienst von Abzockern, Gewinnspiel- und Lottomafia

Um verstehen zu können warum die Abzock- und Nutzlosbranche sowie die Gewinnspiel- und Lottobetrüger besonders im deutschen Sprachraum so viel Schrecken verbreiten, muss man sich einmal mit der Struktur der Geflechte ansehen. Eine wesentliche Rolle fällt dabei den Anwälten zu, die für solche Gauner oft als Eintreiber tätig sind. Manchmal geht deren Engagement sogar darüber hinaus und es darf vermutet werden, dass ein Syndikus auch schon mal die treibende Kraft hinter diversen Projekten ist. Um manch einen Anwalt ist es inzwischen ruhig geworden. Bei anderen trügt der Schein, denn sie sind nach wie vor für diese unseriösen und/oder betrügerischen Geschäftsmodelle aktiv. Nachfolgend ein kleiner Überblick zu einigen Anwälten.

Am Nachmittag des 16. Sept. 2004 durchsuchten Ermittler bei einer groß angelegten Polizeiaktion eine Münchner Anwaltskanzlei, welche durch zweifelhafte Abmahnungen wegen Urheberechtsverletzungen bekannt geworden ist. Die Razzia richtete sich gegen professionelle Anbieter von Raubkopien und wurde vom Landeskriminalamt (LKA) Thüringen koordiniert. Zur Beweissicherung wurden dabei mehrere Computer und Akten beschlagnahmt.
Im Fadenkreuz der Ermittler war einer der Kanzleiinhaber, Rechtsanwalt Bernhard Syndikus, der beschuldigt wurde an Geldwäsche und der Gründung einer kriminellen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein. Außerdem soll er massiv an Verstößen gegen das Urheberrecht mitgewirkt haben. Wegen Verdunklungs- und Fluchtgefahr wurde Bernhard Syndikus festgenommen (Video) und kam in Untersuchungshaft. Im Februar 2007 wurde Bernhard Syndikus zu einer 10 monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

Wer erinnert sich noch an Markus Weber? Der Rechtsanwalt Markus Weber mahnte für Firmen, die zum Geflecht der Mintnet GmbH und deren Satelliten wie z.B. Cube Media Ltd. gehörten. Dieses Firmennetz ist inzwischen zusammengebrochenen. Die Hauptverantwortlichen sitzen in U-Haft und warten auf den Ausgang ihres Prozesses beim Landgericht Kiel.

Für die Gaunereien der Herren Frank Drescher und Bernhard Soldwisch war Katja Günther aktiv. Deutschlands dreisteste Mahnwältin mahnte auch für Firmen die zum Frankfurter Kreisel des Michael Burat zählen. Im August 2009 wurde Katja Günther zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. In der Urteilsbegründung wertete das Amtsgericht Karlsruhe ihre Tätigkeit als Beihilfe zum versuchten Betrug. Vor Gericht wurde Katja Günther durch Bernhard Syndikus vertreten.

Dagegen ist Olaf Tank schon etwas länger im Geschäft. Bereits zu Beginn der Abzocke mit Abofallen mahnte Olaf Tank für die Ad2Media des Brian Corvers und geriet dadurch schon in die Ermittlungen der Probino-Affäre. Auf dem Portal Netzwelt.de befindet sich darüber der schöne Bericht Probino: Kein Anwalt unter dieser Nummer. Seinem nunmehr ramponierten Ruf wurde Olaf Tank anschließend als Eintreiber für die Brüder Schmidtlein gerecht. Bei deren Abzockopfern sorgte er über einen längeren Zeitraum für Verunsicherung und Ärger. Aktuell wird von Olaf Tank für die Firma Antassia GmbH, also immer noch die Brüder Schmidtlein, gemahnt. Ebenso wie Katja Günther wurde auch Olaf Tank inzwischen zur Erstattung von Schadenersatz verurteilt und das Gericht bewertete auch seine Tätigkeit als Beihilfe zum Betrug.

Im Jahr 2007 mahnte das Inkassodezernat der Anwaltskanzlei Höller aus Bonn ebenfalls für den Frankfurter Kreisel.

Die Zahl der verschickten Briefe muss wirklich überwältigend groß sein. So groß, dass es nicht mehr gelang die einzelnen Mandate auseinanderzuhalten. Jedenfalls heißt es in den Schreiben im Betreff jeweils “Rechnung der Firma VitaActive Ltd.”, während im Text selbst eine Forderung der “NetContent Ltd.” oder aber der “Genealogie Ltd.” geltend gemacht wird.

Quelle: Jurablogs.com

Der als laufende Aktentasche bekannt gewordene Sven Schulze ist Eintreiber für die Belleros Premium Media Ltd. und aktuell für die Online-Downloaden Service Ltd. zu zweifelhaftem Ruhm gelangt. Wegen des Verdachts auf Betrug hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg Ermittlungen gegen den Anwalt eingeleitet. Erst kürzlich stand Sven Schulze in einem Verfahren vor Gericht. Seine Vertretung vor dem Bonner Amtsgericht wurde durch die Anwälte Grewe und Boris Höller wahrgenommen.

Eine größere, möglicherweise sogar federführende, Rolle spielt Boris Höller, denn es gibt einen Zusammenhang zwischen ihm, seiner span. Lotto-Firma und deren Verwalterin Sonia Regina da Costa/Administration Services Spain S.L., sowie der Maxolution, welche die Webseiten der Content Services Ltd. hostet, für die wiederum Boris Höller das Inkasso betreibt:

Die beiden betrieben dort u. a. einen Büroservice namens Easy Office SL, der für unzählige Betrugsfirmen als Zentrale diente. 2007 kam es auf Betreiben der österr. Behörden schließlich zur Verhaftung da Costas, Pöpplers und zahlreicher weiterer Personen, wegen Adressbuchbetruges - siehe Presseberichte.

Quelle: Verbraucherabzocke.info

Auch in das Geflecht der Gewinnspiel- und Lottomafia des Wiener Karusell ist Boris Höller verstrickt. Ihm gehört seit 2006 die Firma EURO LOTTO CONCEPTS S.L. in Palma de Mallorca. Zum Unternehmen gehören die folgenden Firmendomains:

  • euro-lotto-concepts.com
  • eurolottoconcepts.com

Als Verwalter seiner Firma fungiert die einschlägig bekannte ADMINISTRATION SERVICES SPAIN S.L. von Sonia Regina da Costa und Ludwig Pöppler. Wegen Verdachts der Geldwäsche wurden die beiden im Jahr 2007 an die österreichische Justiz ausgeliefert.

EURO LOTTO CONCEPTS S.L.

C.I.F.:     B57417487
Denominación:   EURO LOTTO CONCEPTS S.L.
Domicilio Social:  CALLE PORTO PI, 12
Localidad:    07015 PALMA (BALEARES)
Actividad:    1501000 - Edificacion y obra civil
CNAE:     4520 Construcción general de inmuebles y obras de ingeniería civil
SIC:     1542 Contratas no industriales ni residenciales
Objeto Social:   LA COMPRAVENTA DE TODA CLASE DE BIENES INMUEBLE
S, SU CONSTRUCCION Y EDIFICACION, ASI COMO SU ARRENDAMIENTO Y EXPLOTACION;
Y EN GENERAL, TODA CLASE DE OPERACIONES, ACTOS Y CONTRATOS RELACIONADOS CON LA Capital Social: 3.006 EUROS Forma Jurídica: SOCIEDAD LIMITADA Fecha Constitución: 09/05/2006 Administradores: ADMINISTRADOR UNICO ADMINISTRATION SERVICES SPAIN SL 03/07/2006 APODERADO HOLLER BORIS 03/07/2006

Schon im Jahr 2008 hatte sich Boris Höller zahlreiche Glückspieldomains auf seinen Namen registrieren lassen. Darunter auch die Domains der folgenden Liste.

  • supereurojackpot.com
  • supereurojackpot.de
  • supereurojackpot.eu
  • supereuromillion.com
  • supereuromillion.de
  • supereuromillion.eu
  • supereuromillionen.com
  • supereuromillionen.de
  • supereuromillionen.eu
  • superlottomillion.com
  • superlottomillion.de
  • superlottomillion.eu
  • superlottomillionen.com
  • superlottomillionen.de
  • superlottomillionen.eu
  • superlottomilliones.com
  • superlottomilliones.eu
  • superlottomillions.com
  • superlottomillions.eu

Dass Boris Höller nicht kommisarisch für andere Personen handelt, sondern im eigenen Namen, lässt sich an Hand der Whois-Daten nachweisen. Ein Beispiel gefällig für den Domaininhaber Boris Hoeller? Bitte sehr:

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Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin betreibt Boris Höller in Deutschland ein kleines Firmenimperium:

  • Boris Höller und Eun-Young Suk GbR
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Gesellschafter:
    Boris Höller *15.04.1968
    Meckenheimer Allee 79
    53115 Bonn
    Eun-Young Suk *1973
    Meckenheimer Allee 79
    53115 Bonn

  • bonnanwalt Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Amtsgericht: 53111 Bonn (HRB 15351)
    Geschäftsführer:
    Boris Höller *15.04.1968
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Gesellschafter:
    Boris Höller und Eun-Young Suk GbR
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn

  • bonnanwalt Service GmbH
    Meckenheimer Allee 82
    53115 Bonn
    Amtsgericht: 53111 Bonn (HRB 9767)
    Geschäftsführer:
    Boris Höller *15.04.1968
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Mario Krauss *31.12.1976
    Dietkirchenstr. 14
    53111 Bonn
    Gesellschafter:
    bonnanwalt Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn

Die Kanzleiadresse von Boris Höller ist auch in anderer Hinsicht eine wichtige Schnittstelle. Höllers Kompagnon Mario Krauss besitzt dort auch noch eine eigene IT-Firma. Dort werden deren Webseiten betrieben:

  • JURADATA GmbH
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Amtsgericht: 53111 Bonn (HRB 15086)
    Geschäftsführer:
    Mario Krauss *31.12.1976
    Dietkirchenstr. 14
    53111 Bonn
    Gesellschafter:
    Mario Krauss
    Dietkirchenstr. 14
    53111 Bonn

Ein Inkassounternehmen darf in dem Geflecht natürlich nicht fehlen. Das gehört zwar nicht Boris Höller, sondern seinem Kompagnon Mario Krauss.

  • UniDebit Inkasso GmbH & Co. KG
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Geschäftsführer:
    Mario Krauss *31.12.1976
    Dietkirchenstr. 14
    53111 Bonn
    Komplementär:
    JURADATA GmbH
    Wittelsbacherring 1
    53115 Bonn
    Gesellschafter:
    Mario Krauss *31.12.1976
    Dietkirchenstr. 14
    53111 Bonn

Anscheinend hat sich Boris Höller wohl noch eine Menge vorgenommen, wie die Domainregistrierungen vermuten lassen.

  • euro-lotto-jackpot.com
  • euro-lotto-jackpot.de
  • euro-lotto-jackpot.eu
  • euro-lotto-million.com
  • euro-lotto-million.de
  • euro-lotto-million.eu
  • euro-lotto-millionen.com
  • euro-lotto-millions.com
  • euro-lotto-millions.de
  • euro-lotto-millions.eu
  • euro-lottomillion.com
  • euro-lottomillion.de
  • euro-lottomillion.eu
  • euro-lottomillionen.com
  • euro-lottomillionen.de
  • euro-lottomillionen.eu
  • euro-lottomillions.com
  • euro-lottomillions.de
  • euro-lottomillions.eu
  • euro-million-jackpot.com
  • euro-million-jackpot.de
  • euro-million-jackpot.eu
  • euro-millionen-jackpot.com
  • euro-millionen-jackpot.de
  • euro-millionen-jackpot.eu
  • euro-millions-jackpot.com
  • euro-millions-jackpot.de
  • euro-millions-jackpot.eu
  • eurolottomillion.com
  • eurolottomillionen.com
  • eurolottomillionen.de
  • eurolottomillionen.eu
  • eurolottomillions.com
  • eurolottomillions.de
  • eurolottomillions.eu
  • euromillion-jackpot.com
  • euromillion-jackpot.de
  • euromillion-jackpot.eu
  • euromillionen-jackpot.com
  • euromillionen-jackpot.de
  • euromillionen-jackpot.eu
  • euromillions-jackpot.com
  • euromillions-jackpot.de
  • euromillions-jackpot.eu
  • lotto-fond.com
  • lotto-fond.de
  • lotto-fond.eu
  • lotto-fonds.com
  • lotto-fonds.de
  • lotto-fonds.eu
  • lottofond.com
  • lottofond.de
  • lottofond.eu
  • lottofonds.eu

Wittelsbacherring 1 , Bonn ist die Kanzleiadresse von Boris Höller. Bei den .eu- und .de-Domains wurden diese Daten im Whois eingetragen.

domain:                      eurolottomillions.com
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[owner-c] updated:           2009-10-12 17:29:46

Die angegebene Emailadresse des Domaininhabers Mario Krauss läuft über dessen Domain krauss.info. Auch dort wurden im Whois die Daten von Höllers Kanzleisitz hinterlegt.

Domain Name:KRAUSS.INFO
Created On:20-Sep-2001 03:54:07 UTC
Last Updated On:20-Sep-2009 22:26:48 UTC
Expiration Date:20-Sep-2010 03:54:07 UTC
Sponsoring Registrar:PSI-USA, Inc. dba Domain Robot (R207-LRMS)
Status:CLIENT DELETE PROHIBITED
Status:CLIENT RENEW PROHIBITED
Status:CLIENT TRANSFER PROHIBITED
Status:CLIENT UPDATE PROHIBITED
Registrant ID:PSIU-871191
Registrant Name:Mario Krauss
Registrant Organization:
Registrant Street1:Wittelsbacherring 1
Registrant Street2:
Registrant Street3:
Registrant City:Bonn
Registrant State/Province:DE
Registrant Postal Code:53115
Registrant Country:DE
Registrant Phone:+49.2282899570
Registrant Phone Ext.:
Registrant FAX:+49.22828691489
Registrant FAX Ext.:
Registrant Email:domreg@krauss.info

Bei der Bonner Rufnummer 22828691489 von Mario Krauss handelt es sich um das Firmentelefon seiner JURADATA GmbH.

Kontaktdaten zu JURADATA GmbH

Telefonnummer: (0228) 2899570 1
Telefaxnummer: (0228) 2899572

Quelle: FirmenWissen.de

Das Impressum der Firmenwebseite ist per Skript codiert. Somit kann es nicht direkt kopiert und in eine Textverarbeitung einfügt werden! Da möchte sich wohl jemand bedeckt halten.

JURADATA GmbH
Postfach 170134, 53027 Bonn
Wittelsbacherweg 1, 53115 Bonn

Telefon 0228 2899571
Telefax 0228 28691 489
E-Mail info@juradata.de

Registergericht: AG Bonn, HRB 15086
USt.IdNr. DE253491298
Geschäftsführer: Mario Krauss

Teilnehmer an Kaffeefahrt verhindert Abzocke

Es nimmt keine Ende: Bereits im Oktober 2009 haben zwei SÜDKURIER-Reporter eine Kaffeefahrt im Kreis Biberach gesprengt. Nach fünf Stunden musste die Polizei kommen, weil illegal Reisen und angebliche Heilmittel verkauft wurden. Bei den Veranstaltern der Kaffeefahrt handelte es sich um Personen aus dem Landkreis Oldenburg, die für Firmen arbeiten, von denen nur ein anonymes Postfach existiert. ...

Am vergangenen Dienstag wurde erneut eine solche Verkaufsveranstaltung, diesmal in einem Stockacher Stadtteil, aufgelöst. Ein Teilnehmer informierte die Polizei, nachdem zwei Verkäufer versucht hatten, den rund 35 Gästen Verträge für ein teures "Wundermittel" unterzujubeln. Sieben eingesetzte Beamte des Bezirksdienstes und des Streifendienstes sowie ein Vertreter des Ordnungsamtes der Stadt Stockach beendet die Kaffeefahrt, berichtet die Polizei am Mittwoch. ...

... Da die Veranstaltung weder angemeldet noch genehmigt war, wurde sie gleich beendet. Außerdem bekamen die Verkäufer Anzeigen wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung und das Heilmittelwerbegesetz.

Quelle und vollständiger Bericht:SÜDKURIER

28.05.10

Faustus Eberle erweitert Strukturen zur Telefonabzocke

Um eine breitere Basis und bessere Möglichkeiten bei Telefonbetrügereien und Abzocke nutzen zu können, wurden die geschäftlichen Aktivitäten der MC mobile communication GmbH erweitert. Die zu Faustus Eberle gehörende und in Frankfurt ansässige Firma MC mobile communication GmbH hat in Prishtina ein Call-Center eröffnet.

Eine weitere Investition im Kosovo wurde erfolgreich mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) und der IPAK Vertretung in Wien abgeschlossen.

Die in Frankfurt ansässige deutsche Firma "MC mobile communication GmbH " hat in Prishtina ein Call-Center eröffnet und somit 300 neue Arbeitsplätze geschafft.

Quelle:IPAK - Investment Promotion Agency of Kosovo

Zur Seite steht Faustus Eberle bei dem neuen Projekt seine als Partnerin Rosa B.

Frau Rosa B. ist für die Durchführung der Schulungen für den Lottoverbund in Priština/Kosovo verantwortlich.

Vor dem Ende der Veranstaltung findet sich auch Faustus Eberle ein. Zum Abschluss der Schulung verteilt er an die Teilnehmer noch die Urkunden der mc mobile Communication GmbH.

Gegenwärtig ist nicht bekannt, ob Frau B. für die Durchführung der Schulungen ihr Taschengeld aufbessert oder bereits die Branche gewechselt hat. Zuvor hatte sie als Designerin für Dessous ihr eigenes Label gegründet, mit dem sie auch in Dubai aktiv ist.

Deutsche Rentenversicherung warnt vor Schreiben einer Infozentrale

Zum Schutz der Versicherten und Rentner hat die Deutsche Rentenversicherung eine Warnung veröffentlicht. Derzeit sind Schreiben von einer angeblichen Infozentrale aus Bremen in Umlauf, mit denen versucht wird, an persönliche Daten der Empfänger zu gelangen..

Die Deutsche Rentenversicherung warnt ihre Versicherten und Rentner: Aktuell sind Schreiben einer „Infozentrale“ in Bremen in Umlauf mit dem Titel „Bescheid über Renten-Bonus“. Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg weist darauf hin, dass diese Schreiben mit dem Absender „Infozentrale, Postfach 448141, 28281 Bremen, Abteilung Abwicklung/Benachrichtigung“ nicht von ihr stammen.

In den Schreiben wird den Angesprochenen eine "Renten-Bonus-Zahlung" in Aussicht gestellt. Sie werden aufgefordert, dafür persönliche Daten an den Absender zu schicken. Die Deutsche Rentenversicherung teilt hierzu mit, dass der aufgeführte Bremer Absender "Infozentrale" keine Einrichtung oder Außenstelle der Deutschen Rentenversicherung ist.

Es ist ein erneuter Versuch, unter dem Anschein eines offiziellen Behördenschreibens an sensible persönliche Daten zu gelangen. Die Deutsche Rentenversicherung warnt ausdrücklich vor der Beantwortung des Schreibens. Sie empfiehlt, im Umgang und mit der Herausgabe von Adress- und Bankdaten grundsätzlich vorsichtig zu sein. In allen Zweifelsfällen sollte der Rentenversicherungsträger vorher entsprechend befragt werden.

Weitere Auskünfte zu diesem Thema gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg in den Regionalzentren und Außenstellen im ganzen Land sowie über das kostenlose Servicetelefon unter 0800 100048024.

Quelle:Deutsche Rentenversicherung

Telefonsex-Abzocke aus Tschechien

Das Sex-Geschäft in Tirol blüht. Doch wir reden nicht von Prostitution, es geht um Telefonsex. Die tschechische Firma "Tele Inside s.r.o." fährt nach dem "Gestöhne" mit einer Rechnungsflut auf. Oft werden Leute zur Kasse gebeten, die nie derlei Sex-Dienste beansprucht haben. In Tschechien droht nun der Prozess.

Es ist ein Millionen-Geschäft, das Tele-Inside mit Postfach-Sitz in Tschechien betreibt. Seit 2009 agiert man in Österreich. 50 Telefonsex-Anbieter schalten ihre Angebote und Hotlines in Zeitungen, Internet und TV. Mit dem ersten Anruf ist man als "Abonnent" gefangen. 65 Euro fallen monatlich an. Zahlungen laufen über den "Verrechnungsdienst" Tele-Inside.

Firmen-Eigentümer ist die britische Gesellschaft "Mobile Entertainment Network Ltd.". Personen dahinter: Robert Vala, Petr Tkadlec, Roman Gregor und Jan Èervený. ...

Quelle und vollständiger Bericht: krone.at

27.05.10

Werden Ermittlungen zum "Wiener Karussell" durch Politik behindert?

FPÖ: Strache: Leitendem Beamten in Causa Telefonbetrug soll offenbar Fall entzogen werden

Höchst aufklärungsbedürftig ist die Vorgangsweise in Sachen Telefonbetrug mit Glücksspielen. "Wie man hört, soll dem leitenden Beamten, der auch Hausdurchsuchungen angeordnet hat, der Fall entzogen werden", berichtete heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Offenbar herrsche hier von höchster Stelle aus ein Interesse daran, diesen Kriminalfall still und heimlich zu entsorgen. Dies verwundere nicht, wenn man wisse, dass die beiden Hauptverdächtigen, Walter Amon und Franz Marek, über beste Verbindungen zu den Regierungsparteien und insbesondere zur Wiener SPÖ verfügen würden. Amon habe auch durch Bürgermeister Häupl das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien verliehen bekommen.

Strache kündigte eine Anfrage an die Innenministerin an, ob tatsächlich politische Interventionen gegen den leitenden Beamten stattgefunden hätten. Die FPÖ werde bei dieser Causa jedenfalls sicher nicht lockerlassen.

Quelle: ots.at - Presseaussendung

Quelle: Youtube - Pressekonferenz des FPÖ-Bundesparteiobmann H.-Chr. Strache am 25.05.2010.

FPÖ beschäftigt sich mit Telefonbetrug des "Wiener Karussells"

FPÖ: Strache: Telefonbetrug mit Glücksspielen - FPÖ leitet Unterlagen an Staatsanwaltschaft weiter

Die ORF-Sendung "Am Schauplatz" hat sich vergangenen Freitag unter dem Titel "Die Glücksfalle" mit dem kriminellen Geschäft der Telefon-Abzocker befasst. "Das ist ein Thema, das nicht sang- und klanglos untergehen sollte, und uns sind mittlerweile auch weiterführende, sehr detaillierte Fakten zugegangen, die wir aufgrund ihrer Brisanz an die Staatsanwaltschaft weitergeben werden", erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache heute dazu in einer Pressekonferenz, die er gemeinsam mit dem Wiener FPÖ-LAbg. Wolfgang Jung abhielt.

"Es handelt sich hier um ein Firmengeflecht mit dem Zentrum in Wien", erläuterte Strache. Über Sub-Firmen und Call-Center würden Personen zur Teilnahme an Glücksspielen geworben. Gegen einen monatlichen Betrag sei diesen die Verwaltung ihres Kontos und die Benachrichtigung über eventuelle Gewinne zugesagt worden. Der Einzug der "Gebühr" erfolgte über die jeweiligen Bankkonten.

Zielpersonen seien in erster Linie Personen über 70 Jahre, weil man sich von diesen wenig Kontrolle und ebenso wenig Widerstand etwa bei Androhung von Pfändungen usw. erwarte, führte Strache weiter aus. Die Adressen, aber auch die Bankdaten der Kunden würden, teilweise illegal, in großem Umfang eingekauft.

In weiterer Folge seien dann auch Personen abgezockt worden, die keine Einverständniserklärung abgegeben hätten oder nicht einmal kontaktiert worden seien. "Der Einzug kleiner Beträge wie 8,99 Euro fällt oft nicht auf, und wenn, dann wird er nicht zurückgefordert oder die Sache zur Anzeige gebracht", so Strache. "Die Methode dabei war auch, besonders hartnäckige Protestierer durch Rückzahlungen ruhig zu stellen und an der Mehrheit gut zu verdienen. Die Schätzungen belaufen sich mittlerweile schon auf über eine Milliarde Euro."

Wenn die Proteste sich häuften, wurden zahlreiche Eintreiberfirmen, die im Auftrag weiterer Firmenkonstruktionen arbeiteten, geschlossen und neue errichtet, die den gleichen Kundenstock betreuten und oftmals sogar Kunden, denen gerade Beträge rücküberwiesen worden waren, erneut abkassierten. Dabei wurden sogar manchmal Firmen mit Mehrwertnummern vorgeschaltet worden, sodass sogar an Beschwerden verdient wurde. "Diese Hintergrundgesellschaften lieferten die Gewinne überwiegend an zwei Stiftungen zugunsten der eigentlichen Betreiber ab, die Herren Walter Amon, ehemaliger ORF-Betriebsrat, und Franz Marek", erklärte Strache. "Beide verfügen im Übrigen über hervorragende Verbindungen zu den Regierungsparteien und insbesondere zur SPÖ Wien."

In der Bundesrepublik Deutschland, dem Hauptgeschäftsfeld, sind schon zahlreiche Verfahren im Gange, es gab auch schon Hausdurchsuchungen und Verhaftungen untergeordneter Personen, die aber, weil extrem abhängig, bisher kaum Aussagen machten. Die Einziehung der Beträge von den Konten der meist unfreiwilligen Kunden erfolgte in der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle klaglos, auch wenn keine Einziehungsberechtigung vorlag, weil die Einzieher den Banken pro Dienstleistung relativ hohe Abgaben entrichten. Bei den seltenen Reklamationen wird zurückgezahlt, derselben Person wird dann aber oft kurz darauf wieder ein Betrag von einer anderen Betreiberin abgebucht.

"Durch die Konzentration auf einen teilweise hilflosen Personenkreis entstehen soziale Probleme für eine große Gruppe von Menschen, die sich nicht ausreichend artikulieren kann und die auch der Verbraucherschutz nicht genügend vertritt", so Strache. Es sei hier eine entschiedene Stellungnahme und Parteinahme für die ältere Generation notwendig. "Wir dürfen unsere Senioren nicht diesen kriminellen Machenschaften ausliefern. Wie der ORF letzten Freitag berichtet hat, haben diese Summen, um die die Menschen betrogen wurden, manchmal sogar 200 Euro im Monat ausgemacht. Für einen Pensionisten ist das viel Geld."

Besonderes Gewicht müsse auf eine rasche Aufklärung und Strafverfolgung gelegt werden. Das Verschwinden der Gelder stelle eine erhebliche Gefahr dar, warnte Strache. Weiters müsse es rechtliche Maßnahmen gegen das Überhandnehmen der Telefonbelästigungen geben. Auch bedürfe es klarerer Regelungen der rechtlichen Situation bei Call-Centern und Telefongeschäften.

Zu klären sei weiters die Situation der Banken hinsichtlich von Abbuchungen ohne Auftrag. Dass eine Bank so etwas akzeptiere, sei sehr hinterfragbar. Sie zahle bei einer Rückforderung zwar das Geld zurück, aber das sei zu wenig. Es dürfe rechtlich nicht mehr möglich sein, dass Abbuchungen ohne Auftrag des Betroffenen vorgenommen würden, forderte Strache, der auch Anfragen an die Innen- und die Justizministerin ankündigte über eingelangte Anzeigen und deren Behandlung und ob von deutscher Seite Anforderungen auf Rechtshilfe eingegangen seien.

Quelle: ots.at - Presseaussendung

ORF berichtete über die Glücksfalle des "Wiener Karussells"

Der österreichische Fernsehsender ORF nahm sich des Themas Glücksspielbetrug an und berichtete am Freitag dem 21. Mai in der Sendung "am Schauplatz" über die Maschenschaften und Drahtzieher des sogenannten Wiener Karussells.

'Sie haben gewonnen', mit diesen oder ähnlichen Botschaften beginnen viele Abzocker ihre Telefongespräche. Zuerst soll der vermeintliche Glückspilz aber zahlen. Einen Gewinn wird es für ihn nie geben. Der Schaden durch diese Form organisierten Betrugs soll längst die Milliardengrenze überschritten haben.

Es beginnt mit einem unverhofften Anruf, man habe gewonnen. Vor Überweisung der angeblichen Lotto-Millionen müsse der Kunde allerdings noch drei Monate lang selber einen kleinen Betrag einzahlen. Gerade ältere Menschen geben in Hoffnung auf einen Gewinn ihre Kontonummer bekannt. ...

Organisierte Abzocke

Die Kundendaten wurden offensichtlich unter den Firmen weitergegeben. Bei vielen anderen Geschädigten haben die Betrüger allerdings gleich auf einen Anruf zur Geschäftsanbahnung verzichtet und direkt vom Konto der Opfer abgebucht.

Das Geld zurückzuholen ist allerdings oft schwierig. Die einzelnen Firmen sitzen im Ausland, sind nur Dienstleister für andere Firmen oder einfach nicht erreichbar. ... Verbraucherschutz und Gesetzgeber scheinen gegen diese organisierte Abzocke machtlos zu sein. Die Gewinne der dubiosen Firmennetzwerke sollen längst die Milliardengrenze gesprengt haben.

Quelle und vollständiger Bericht: ORF - AM SCHAUPLATZ

Das Video zur Sendung

Anklage wegen Partnervermittlungsbetrug vor dem LG Darmstadt

Drei Männer und zwei Frauen sind in Darmstadt angeklagt, mit einer betrügerischen vermeintlichen Partnervermittlungs-Agentur mindestens 43 Männer um insgesamt knapp 64 000 Euro geprellt zu haben. Die tatsächliche Zahl der Geschädigten dürfte um ein Vielfaches höher liegen, der Betrugsgewinn wird auf bis zu eine Million Euro geschätzt.Die Männer hatten 2003 und 2004 auf Anzeigen in Zeitschriften oder im Videotext reagiert. Sie wurden laut Anklage auf diverse durch Vorwahlen verschleierte 0190-Leitungen mit hohen Gebühren gelotst. Darüber führten die Kunden teils stundenlange Gespräche mit vermeintlich interessierten alleinstehenden Frauen auf Partnersuche. 80 Prozent der Gebühreneinnahmen sollen an die Agentur gegangen sein. Die Angeklagten seien gewerbsmäßig vorgegangen, sagte Staatsanwalt ...

Quelle und vollständiger Bericht: echo-online.de

26.05.10

Polizei warnt: Internetbetrüger versenden gefälschte Abmahnungen

In letzter Zeit wurden durch eine angebliche Kanzlei "Knil-KUW Rechtsanwälte & Partner" per email gefälschte Abmahnungen (Filesharing) wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen versandt. Geschädigt sein soll dabei eine Firma Videorama GmbH aus Essen. In der Mail wird dem Empfänger mit einer Strafanzeige gedroht, falls er nicht 100 Euro in Form von Paysafecard bezahlt.

In allen Fällen bestanden die Forderungen natürlich zu Unrecht. Die Polizei rät in diesen Fällen, auf keinen Fall der Zahlung nach zu kommen, die email zu ignorieren und zu löschen.

Personen, die bereits auf die Forderung eingegangen und damit durch die Zahlung eines Geldbetrages geschädigt sind, werden gebeten mit den entsprechenden Unterlagen bei der Polizei Anzeige zu erstatten.

Quelle: Presseportal - Polizeipresse

Lukrative Geschäfte: die Abmahnindustrie der Musikbranche

Über die lukrativen Geschäftsmodelle der Musikindustrie wegen dem Missbrauch des Urheberrechts berichtete das K1-Magazin.

Abmahnen und absahnen? Wie die Musikindustrie aus dem Kampf gegen Downloader ein Geschäft macht

Illegale Downloads aus dem Internet bedrohen angeblich die Musikindustrie. Die Musikverlage wehren sich auf dem Rechtsweg. Doch inzwischen scheinen einige über das eigentliche Ziel - die Abschreckung - weit hinauszuschießen.

Massen-Abmahnungen gegen zigtausende Internetnutzer; undurchsichtige Strukturen und rechtlich zweifelhafte Praktiken ..

Quelle: tvdigital

Quelle: Youtube - AntiAbzockTV

25.05.10

Postbank warnt vor Betrugsmasche mit Wartungsseite

Immer wenn Sie sich in den Straßenverkehr begeben heißt es "Augen auf" und aufpassen. Auch auf der virtuellen Datenautobahn, dem Internet, gilt dies gleichermaßen.
Bankkonten sind seit langem Ziel von Betrügern im Internet. Aktuell versuchen Betrüger ... eine iTAN von Ihnen zu erhalten.

Quelle und vollständige Warnung: Postbank

Die Vorgehensweise der Betrüger ist folgendermaßen: beim Aufruf des Portals zum Online-Banking der Post erscheint eine Wartungsseite auf welcher der Nutzer aufgefordert wird sein Auftragslimit zu ändern. Der Vorgang soll abschließend mit der Eingabe einer iTan beendet werden. Tatsächlich wird dabei aber eine Überweisung an die Postbank gesendet mit der die Betrüger das Konto des Bankkunden plündern. Der wichtigste Tipp der Postbank lautet daher:

Steht das Postbank Online-Banking nicht zur Verfügung, so hat dies technische Gründe. In einem solchen Fall werden wir eine Wartungsseite einblenden. Es steht dann keine Funktion zur Verfügung. Auch nicht die Änderung ihres Auftragslimits.

Vereins-Chefin wegen Spendenbetrug verurteilt

Die ehemalige Chefin der Hilfsorganisation Kinder in Not und einer ihrer Söhne wurden in der vergangenen Woche vom Münchner Landgericht wegen Millionenschwindels mit Spendengeldern zu je zwei Jahren Haft auf Bewährung und hohen Geldstrafen verurteilt. Angesichts der erbeuteten Millionenbeträge fallen die verhängtten Geldstrafen viel zu milde aus. Diesen Eindruck bekommt man, wenn man lesen muss dass die Vereine wohl weitermachen. Es werden lediglich die Protagonisten ausgetauscht und eine neue Führung installiert.

Die 72 Jahre alte Mutter muss 57.600 Euro zahlen, der 39-jährige Sohn 25.200 Euro, ordneten die Richter am Mittwoch an. Beide veruntreuten laut Urteil von 2002 bis 2004 gut fünf Millionen Euro Spenden - knapp 90 Prozent der Gelder, die für “Kinder in Not“ (München) und die “Deutsche Gesellschaft Tier und Umwelt“ (Hamburg) gedacht waren. Sie wurden verurteilt wegen gewerbsmäßiger Untreue in mehreren hundert Fällen.

Schlüsselfigur des Schwindels war die Mutter, die in beiden Vereinen zeitweilig Vorsitzende war. Die Veruntreuungen wurden möglich durch zwei Firmen in der Schweiz und Liechtenstein, deren Geschäfte die 72-Jährige ebenfalls führte. Die Unternehmen sollten Mitglieder für die Vereine werben und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Auf die Konten der zwei Firmen flossen Spendenmillionen als “Aufwandsentschädigung“, die letztlich in der Familienkasse der Angeklagten landeten. Die Mutter schaffte laut Urteil knapp 4,7 Millionen auf die Seite. ...

Laut Staatsanwaltschaft waren die Untersuchungen wegen notwendiger Recherchen im Ausland langwierig. ...
Die beiden Vereine bestehen unter neuer Führung weiter.

Quelle und vollständiger Bericht: tz-online

22.05.10

Update zu Firmenbeteiligungen des Ronny Leonhardt

Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung des Beitrags, der im Wesentlichen als Zitat aus dem Forum von Boocompany.com übernommen wurde, wurde die Redaktion zur Löschung aufgefordert. Per Email liess die Firma Wirecard AG über eine Anwaltskanzlei mitteilen, die Inhalte würden nicht den Tatsachen entsprechen und seien falsch. Bestritten wird eine Beteiligung an der Firma Crosskirk s.l. Als Beleg wurde uns ein Auszug aus dem Handelsregister mitgeschickt.

Mehr im Update des Beitrags Firmenbeteiligungen des Ronny Leonhardt

Internet-Betrüger kaufte mit fremden Kreditkarten-Daten ein

In enger Zusammenarbeit mit der bayerischen Polizei gelang der Lippstädter Kripo ein nicht alltäglicher Ermittlungserfolg: Ein Internetbetrüger wurde festgenommen.

.....

Der 19-jährige Lippstädter hatte sich für nur wenige Euro in einem einschlägigen Internetforum ausgespähte Kreditkartendaten unwissender Kreditkarteninhaber besorgt. In diesem Forum werden durch andere Täterkreise ausgespähte Daten und Fachwissen gehandelt. Mit den erlangten Daten kaufte er in einem in Bayern ansässigen Onlineshop hochwertige Elektronikartikel. Diese ließ er sich anonym an eine Packstation schicken, um so seine Lieferanschrift zu verschleiern. Die Beute verkaufte der Täter wieder über das Internet oder nutzte sie selbst.

Obwohl der Täter viele technische Möglichkeiten zur Verschleierung seiner Identität nutzte, gelang dem Einsatztrupp der Kriminalpolizei Lippstadt am Freitag die Festnahme. ...

Quelle und vollständiger Bericht: DerWesten

20.05.10

Kostenfallen: Was drin ist, muss draufstehen

Unternehmen dürfen Angebote nicht als Gratisleistung anpreisen, wenn diese nach einiger Zeit in kostenpflichtige Abonnements übergehen. Dies hat das Landgericht Koblenz in einem vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) angestrengten Verfahren gegen den Internetdienstleister 1&1 entschieden.

Im konkreten Fall bot 1&1 Neukunden ein kostenloses Sicherheitspaket mit Antivirus- und Firewall-Programm an. Lediglich aus einem kleinen Hinweis ging hervor, dass es sich bei dem vermeintlichen Gratis-Angebot um einen Abonnement-Vertrag handelt, der sich automatisch verlängert, wenn der Kunde nicht innerhalb von sechs Monaten kündigt. Nach Ablauf der Freimonate kostete das Sicherheitspaket 4,99 Euro im Monat. Der vzbv vertrat die Auffassung, dass der Anbieter dem Kunden hier keine Vergünstigung gewährt. Vielmehr diene er ihm eine Art Probeabonnement an. Dieser Auffassung hat sich das Landgericht Koblenz angeschlossen.

Angebote sind irreführend

Eine ähnliche Masche hatte das Gericht bereits in früheren Verfahren gegen web.de untersagt, das wie 1&1 zum Unternehmen United Internet gehört. In beiden Fällen bewerteten die Richter das Angebot als irreführend. Es sei recht einfach, die Kosten so darzustellen, dass eine unbedachte Bestellung ausgeschlossen ist. "Wenn man das so machen kann, dann sollte man es auch tun" erklärten die Richter in der mündlichen Verhandlung gegen 1&1.

Online-Umfrage zu Werbung im Internet

Werbung ist auch ein aktuelles Thema des vzbv-Projektes "Verbraucherrechte in der digitalen Welt". Wie Verbraucherinnen und Verbraucher mit Werbung im Internet umgehen, soll eine kurze Online-Umfrage ermitteln. "Uns interessiert, was Internetnutzer nervt und möglicherweise auch beim Surfen behindert", erklärt Projektkoordinatorin Carola Elbrecht.
Umfrage auf www.surfer-haben-rechte.de

LG Koblenz vom 18.05.2010 (1 HK O 85/09) - nicht rechtskräftig

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.

19.05.10

Faustus Eberle und die Telefongauner mit der 0900er-Masche

Bei den besonders in der letzten Zeit aktiven Telefonbetrügerein mit 0900er Rufnummern führte die Spur häufig nach Heppenheim. Es gab zwar Indizien, dass die Urheber der Abzocke in der Schweiz sitzen und von dort ihr schmutziges Geschäft steuert. Diese Indizien haben sich bestätigt und es steht fest, dass hinter den Heppenheimer 0900-Gewinnbimmlern (auch) die Europe Holding AG von Faustus Eberle steckt.

Die Chronologie der Ereignisse stellt sich wie folgt dar: Am 4. April 2006 wurde die Firma GoodLines Aktiengesellschaft umbenannt in activeFON AG.

Amtsgericht Darmstadt Aktenzeichen: HRB 25307: Bekannt gemacht am: 24.08.2006 12:00 Uhr

Veröffentlichungen des Amtsgerichts Darmstadt
Die in () gesetzten Angaben der Geschäftsanschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen

21.08.2006

GoodLines Aktiengesellschaft, Heppenheim (Bergstraße) (Benzstraße 2, 64646 Heppenheim (Bergstraße).
. Die Hauptversammlung vom 04.04.2006 hat eine Änderung der Firma und mit ihr eine Änderung der Satzung in § 1 Ziffer 1 (Firma und Sitz) sowie die Änderung der Satzung in § 5 (Inhaberaktien) beschlossen. Neue Firma: activeFON AG.

Nur drei Wochen später, am 26.04.2006, erhielt das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) ein Schreiben von RA Achim Wiesner. Darin beantragt RA Wiesner die Registrierung der Marke activeFON (gleiche Schreibweise wie im HR!). Antragsteller war aber nicht die activeFON AG, sondern die Europe Holding AG aus Zug.

In der Folgezeit wurde die activeFON AG mehrmals umbenannt und ist vor ein paar Tagen in Insolvenz gegangen. Die Nachfolger der Juricon-Bande sind hier als Firmenbestatter aktiv.

Amtsgericht Mannheim Aktenzeichen: HRB 703490: Bekannt gemacht am: 14.05.2010 12:00 Uhr

In (). gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr:

Veränderungen

11.05.2010

ActiveCashCard AG, Mannheim, c/o AIDA Wirtschaftsdienste GmbH, Kufürstenstr. 79, 10787 Berlin.Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Mannheim vom 09.04.2010 (4 IN 598/09) wurde die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft mangels einer den Kosten des Verfahrens entsprechenden Masse abgewiesen. Die Gesellschaft ist hierdurch aufgelöst. Gemäß § 262 Abs. 1 AktG i.V. § 263 AktG von Amts wegen eingetragen.

Die letzten Geschäftsführer des Unternehmens waren Jürg Kramer, Raimund Woitinek sowie seine Lebensgefährtin Mirjam Meili. Aufsichtsratsvorsitzender war Walter Toifl.

Auch in anderen Angelegenheiten ist RA Achim Wiesner neuerdings wieder für Faustus Eberle aktiv. Seine Tätigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das Patent- und Markenamt. Allerdings scheint er auf diesem Gebiet wenig erfolgreich zu sein, denn bislang wurde kein einziger Markenantrag von Wiesner beim DPMA angenommen.

  • Wort-Bildmarke: WIN!
    Aktenzeichen: 3020090738564
    Antragsteller:
    Fokus Gewinn Verlag, Inc.
    Bradenton Florida, USA

  • Wortmarke: Quests of Gallendor
    Aktenzeichen: 3020090460329
    Antragsteller:
    GAMELABS LIMITED
    69 Great Hampton Street
    Birmingham
    B18 6EW
    Director:
    Daniel Kraus *27.10.1981
    Kreuszackerstr. 15
    76228 Karlsruhe

  • Wort-Bildmarke: Lottoverbund
    Aktenzeichen: 3020090260451
    Lottoverbund Ltd.
    9 Pelican Drive
    Road Town
    Tortola VG1110
    British Virgin Islands
    Director:
    Jürg Kramer *04-09-1955
    Alte Bremgartenstr. 16
    CH-5443 Niederrohrdorf
    Firmengründer / Gesellschafter:
    Dr. Gerald Franz Arismendi-Echavarria *16.04.1958
    Salztorgasse 7
    A-1010 Wien

  • Wort-Bildmarke: Turk-Assist
    Aktenzeichen: 3020100147938
    Antragsteller:
    MC Communication Ltd.
    Gökbakan IS Merkezi
    MEHMETCİK SOKAK NO: 6 KAT 2
    TR-34180 BAHÇELİEVLER/İSTANBUL

Die Firma MC Communication Ltd. ist eine Zweigstelle der:

  • mc mobile communication GmbH
    Colmarer Str. 5
    60528 Frankfurt am Main

17.05.10

Inkassobetrüger zocken Bürger ab

Aktuell häufen sich bei der Verbraucherzentrale Bayern die Beschwerden über massenhaft versendete Mahnschreiben des Unternehmens Proinkasso. Im Auftrag des Gewinnspieleintragungsdienstes Lottowinn24.com sei das Inkassobüro bevollmächtigt, für eine Anmeldung zu diesem Gewinnspieldienst eine offene Forderung in Höhe von 131,09 Euro einzuziehen. Die Gesamtforderung sei innerhalb der nächsten sieben Tage zu überweisen.

.....

Um die Briefempfänger einzuschüchtern, droht das Inkassobüro bei Nichtzahlung mit Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung, Pfändung der Bezüge, auch Arbeitslosengeld und Rente sowie Bankguthaben und Eintragung in entsprechende Schuldnerverzeichnisse.

Tatjana Heim, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern rät, Ruhe zu bewahren, sich von solchen leeren Drohungen nicht einschüchtern zu lassen und die Forderungen nicht aus Angst oder Unkenntnis zu bezahlen. Die dem Brief beigefügte Ratenzahlungsvereinbarung sollte von den Angeschriebenen ebenfalls nicht unterzeichnet werden. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Schwäbische Zeitung - SZON

Firmenbeteiligungen des Ronny Leonhardt (geb. Eitner)

Offensichtlich ist Ronny Leonhardt (geb. Eitner) nicht nur mit Telefonbetrügereien geschäftlich aktiv, sondern über die Verflechtung mit weiteren Firmen an der dafür erforderlichen Infrastruktur maßgeblich beteiligt. Die Anteile der Firma FANTASIA INTERNET SERVICIOS S.L. werden zu je 50 Prozent von Ronny (Eitner) Leonhardt und der berüchtigten Dialerfirma CROSSKIRK S.L. gehalten. Die CROSSKIRK S.L. ist wiederum eine 100 prozentige Tochter der Wirecard AG.

Wichtig: bitte beachten Sie bitte auch unseren Nachtrag.

Diesmal geht es um die Wirecard Bank, die ... schon öfter in die Schlagzeilen geraten ist.

.....

Bei der Wirecard Bank hat auch Ronny Leonhardt sein Konto - und mehr noch...

Empfänger: Mobile Billing
KontoNr: 14 888
Bankleitzahl: 512 308 00
Bank: Wirecard Bank Deutschland

Quelle: http://www.betrugsopferforum.com/dergew ... r-437.html

Die Wirecard ist nicht nur Ronnys Hausbank, sondern seine Firma FANTASIA INTERNET SERVICIOS S.L. ist zu 50% ein Tochterunternehmen der Wirecard AG.


Die Wirecard AG ist über eine Umfirmierung die Nachfolgerin der EBS Global GmbH alias InfoGenie Global GmbH: Die ebs Group firmiert als Holding

  • Wirecard AG
    Bretonischer Ring 4
    85630 Grasbrunn
    Amtsgericht: 80315 München (HRB 169227)

Neueintragung am 06.08.2007

Wirecard AG, Grasbrunn (Bretonischer Ring 4, 85630 Grasbrunn). Aktiengesellschaft. Satzung vom 06.05.1999
...
Auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 29.06.2005 und des Zustimmungsbeschlusses vom 24.08.2005 ist die InfoGenie Global GmbH mit Sitz in Grasbrunn (Amtsgericht München HRB 141515) durch Übertragung ihres Vermögens unter Auflösung ohne Abwicklung als Ganzes auf die Gesellschaft verschmolzen.
...

Die EBS Global GmbH bzw. die Rechtsnachfolgerin Wirecard AG ist zu 100% Gesellschafterin der einschlägig berüchtigten Dialerfirma CROSSKIRK S.L. auf Mallorca. Handelsregister

C.I.F.: B57031353
Denominación: CROSSKIRK S.L.
Domicilio: Social CAMINO SON RAPINYA, 2
Domicilio: Anterior CALLE BARO DE SANTA MARIA DEL SEPULCRE, 1
Localidad: 07013 PALMA (BALEARES)
...

Accionistas:
EBS GLOBAL GMBH ALEMANIA 100.0 % B.O.R.M.E. 12/05/2003

Participaciones:
FANTASIA INTERNET SERVICIOS S.L. B62597182 Indet. REG.MERCAN. 31/12/2001

Die CROSSKIRK S.L. ist wiederum zu 50% an der FANTASIA INTERNET SERVICIOS S.L. beteiligt. Die anderen 50% hält der Geschäftsführer Ronny Dieter Eitner alias Ronny Leonhardt. Handelsregister

C.I.F.: B62597182
Denominación: FANTASIA INTERNET SERVICIOS S.L.
Domicilio Social: CALLE ROSSELLO, 224
Localidad: 08008 BARCELONA (BARCELONA)
...

Administradores:
ADMINISTRADOR UNICO RONNY DIETER EITNER 12/07/2001

Accionistas:
RONNY DIETER EITNER 1006661132 Indet. B.O.R.M.E. 12/07/2001
CROSSKIRK S.L. B57031353 Indet. REG.MERCAN. 31/12/2001

Die FANTASIA INTERNET SERVICIOS S.L. hat ihren Sitz übrigens auf Mallorca:

person: RONNY EITNER
address: FANTASIA INTERNET SERVICIOS
address: Volta Quinta S/N Bajo (Finca Es Figueral Nou)
address: 07208 ES CARRITXO (Baleares)
address: SPAIN
phone: +34 605139683
fax-no: +34 605139683
e-mail: reitner@web.de
...

Quelle: http://www.db.ripe.net/whois?form_type= ... E2461-RIPE

Quelle: Boocompany/Forum

Es ist ..., dass die Mobile Billing Ltd. und deren Marionettendirector Radim Moravec als Geschäftsadresse die der Bxxx Mxxx Sxxx GmbH angeben und unter deren Adresse 0900-Nummern bei der Bundesnetzagentur angemeldet haben: 09001464535.

0900 - 1 - 464535

Diensteanbieter:

Moravec
Radim

Bahnhofsplatz 14
96317 Kronach


Datum der Zuteilung der Rufnummer:
1.März.2010 ; 11:52 Uhr

Die FUN LEONHARDT S.L. läuft unter dem Namen von Ronny Frau Jana: Handelsregister

C.I.F.: B57354961
Denominación: FUN LEONHARDT S.L.
Domicilio Social: AVENIDA BON TEMPS, S/N
Domicilio Anterior: 03 CM VELL DE SON MORO, S/N
Localidad: 07560 SON SERVERA (BALEARES)
...

Administradores:
ADMINISTRADOR UNICO LEONHARDT JANA 10/08/2005

Accionistas:
LEONHARDT JANA 1006223586 100.00 % B.O.R.M.E. 10/08/2005

Die Firmendomain www .funtel.es ist auf Manfred Leonhardts Tarnfirma "Sitcom Media" in Neuseeland registriert, unter deren Namen vor ein paar Jahren SMS-Betrügereien liefen, aber das ist eine andere Geschichte, über die schon der Spiegel berichtete...

Quelle: Boocompany/Forum

Nachtrag: 22.05.2010

Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung des Beitrags, der im Wesentlichen als Zitat aus dem Forum von Boocompany.com übernommen wurde, wurde die Redaktion zur Löschung aufgefordert. Per Email liess die Firma Wirecard AG über eine Anwaltskanzlei mitteilen, die Inhalte würden nicht den Tatsachen entsprechen und seien falsch. Bestritten wird eine Beteiligung an der Firma Crosskirk s.l. Als Beleg wurde uns ein Auszug aus dem Handelsregister mitgeschickt.

Vor der Veröffentlichung wurden die Inhalte durch die Redaktion nach bestem Wissen und Gewissen überprüft. Durch die verlinkten Belege war alles nachvollziehbar und liess keine Zweifel aufkommen. Deshalb haben wir den Beitrag vorrübergehend vom Netz genommen und in der Zwischenzeit weitere Recherchen angestellt.

Offensichtlich hat sich weder bei der Anwaltskanzlei noch bei der Wirecard AG jemand die Mühe gemacht und den mitgesendeten Registerauszug auf Richtigkeit geprüft. Auffällig ist der Eintrag der Firma EBS Global GmbH und bei diesem Unternehmen handelt es sich um die Muttergesellschaft der Firma Crosskirk s.l.

Die Einzelheiten des Registerauszugs ("DETALLES") sind wie folgt zu lesen:

  • Cambio de identidad del socio unico: EBS GLOBAL GMBH (Gesellschafter)
  • Ceses/Dimisiones. Adm. Unico: KEEN ROBERT LEE. (ehem. Geschäftsführer)
  • Nombramientos. Adm. Unico: DREISBACH THOMAS J. (Geschäftsführer)
  • Cambio de domicilio social. Cami de Son Rapinya, 2, 10º, A (PALMA MALLORCA). (Sitz)

Somit stimmt der Handelsregisterauszug mit dem zuvor bei Boocompany veröffentlichten überein, denn durch die Verschmelzung der Firmen Wirecard AG und EBS Global GmbH wurde die Wirecard gleichzeitig auch zur Muttergesellschaft der Crosskirk s.l.

Die Aussage, dass die Wirecard AG nichts mit der Crosskirk s.l. zu tun hat, ist aber falsch. In einem Geschäftsbericht aus dem Jahr 2005 gibt die Wirecard AG selber zu, dass die Crosskirk s.l. in die Gesellschaft eingebracht wurde:

Mit Handelsregistereintrag vom 24. März 2003 wurde die InfoGenie Global als Sacheinlage von der ebs Holding AG in die Wirecard eingebracht. Zum Zeitpunkt der Einbringung war die InfoGenie Global 100%-ige Inhaberin an der Crosskirk S.L., Palma de Mallorca, Spanien.

Quelle: WireCard Prospekt

Außerdem wird im Prospekt noch der Verkauf der Crosskirk s.l. erwähnt.

... durch Verkauf der Vertriebsfirma Crosskirk s.l. mit Kaufvertrag vom 20. Oktober 2003 zum Stichtag 30. September 2003 an die Firma Marketel Ltd., London, England, ...

Demnach müsste nun die Firma Marketel Ltd. im Handelsregisterauszug der Crosskirk s.l. auftauchen. Dort sucht man nach dem entsprechenden Eintrag aber vergeblich. Und es gibt weitere Merkwürdigkeiten.

Wie kann es sein, dass einerseits die Crosskirk S.L. rückwirkend! am 20. Oktober 2003 verkauft wurde mit dem Stichtag 30. September 2003 und man andererseits im darauf folgenden Jahr fast eine Million Euro mittels der Crosskirk s.l. erwirtschaftete?

Im Jahr 2004 vereinnahmte die EBS Holding AG € 885.000 der Firma Crosskirk die über das Verrechnungskonto der InfoGenie Global GmbH gutgeschrieben wurden.

Von der Crosskirk s.l. wurde jedes Jahr deren "Deposito de Cuentas" (Jahresabschluss) eingereicht, was im Handelsregister auch verzeichnet wurde. Spätestens hier hätte sich ein Verkauf mit einem Eintrag des neuen Gesellschafters im Handelsregister niederschlagen müssen. Auch wenn es einen notariell beglaubigten Kaufvertrag geben soll, wurde der Verkauf offenbar nie juristisch vollzogen. Übrigens wurde die Firma Marketel Ltd. nur wenige Monate vor dem vermeintlichen Kauf der Crosskirk gegründet und in das britische Handelsregister eingetragen.

Name & Registered Office: 
MARKETEL LIMITED 
45 WELBECK STREET 
LONDON 
W1G 8DZ 
Company No. 04789551 
  
Status: Active 
Date of Incorporation: 05/06/2003 
  
Country of Origin: United Kingdom 
  
Company Type: Private Limited Company 
Nature of Business (SIC(03)): 
7415 - Holding companies including head offices 
  
... 
  
Previous Names: 
No previous name information has been recorded over the last 20 years.

Quelle: companieshouse.

Es darf wohl mit Recht vermutet werden, dass die Aktion mit dem Verkauf lediglich zur Verschleierung der Zuständigkeiten diente. In diesem Zusammenhang spielt es daher keine Rolle, ob man bei der Wirecard AG den Herrn Ronny Leonhardt (Eitner) nicht kennt. Oder nicht kennen will, obwohl er doch mindestens ein Geschäftskonto dort hat.

Die große Abzocke bei Kaffeefahrten

Die Fälle von betrügerischen Gewinnversprechen bei Kaffeefahrten nehmen derart zu, dass es nun eine eigens eingerichtete Ermittlungsstelle beim LKA in Düsseldorf gibt.

Aus Neugier nahm eine Seniorin an einer Verkaufsfahrt teil und plauderte anschliessend aus dem Nähkästchen. Die Gäste, so die Frau, durften den Verkaufsraum nicht verlassen. Der Toilettengang war tabu, schließlich sollte niemand etwas verpassen. Die Situation eskalierte, die Polizei wurde gerufen...

Quelle: WDR - Aktuelle Stunde

Quelle: Dailymotion - verbraucherinfoTV

16.05.10

Katz- und Maus-Spiel um Konten von Abzockern

Die Online-Abofallen nehmen kein Ende - dabei laufen die Zahlungen an die Abzocker immer über reguläre Konten bei angesehenen Banken. Doch Beschwerden helfen nur kurzfristig. Denn gesperrte Konten werden von den Abzockern meist schnell ersetzt.

.....

Laut Verbraucherzentrale Hamburg unterhielt die Antassia GmbH bis Mitte April Konten bei fünf Kreditinstituten - darunter die Deutsche Kreditbank, die Volksbank Dreieich und die Taunus Sparkasse in Bad Homburg. Abzockopfer sollten sich deshalb bei der in ihrer Rechnung genannten Bank oder Sparkasse beschweren und eine Kündigung des fraglichen Kontos fordern, raten die Hamburger Verbraucherschützer.

Nur über Beschwerden erhielten die Banken überhaupt Kenntnis von den Abzockern, meinen Abzockgegner. Alle erfolgreichen Kontosperrungen seien bisher auf solche Beschwerden zurückgegangen. ...

Quelle: ZDF - Heute

Proinkasso mahnt für Redcio OHG

Viele Konsumenten erhalten zur Zeit Mahnungen der Proinkasso GmbH, in denen behauptet wird, man hätte sich auf einer Internetseite:
"www.……-heute.com" angemeldet und die Rechnung nicht bezahlt.

Die Seiten www.……-heute.com sind dem Europäischen Verbraucherzentrum seit Jahren bekannt. Ursprünglich wurden diese Seiten von der Firma A&M Schmidtlein OHG betrieben, danach von der Redcio OHG. ...

Quelle: Europakonsument

Stadträtin von ProInkasso belästigt

Mit den betrügerischen Machenschaften des Herrn Stefan Straßburg und seiner Firma ProInkasso GmbH darf sich jetzt auch eine Stadträtin aus Nürnberg beschäftigen. Allerdings nicht freiwillig, denn auch sie ist ein Opfer der Gewinnspielbetrüger im Internet.

Die Nürnberger SPD-Stadträtin Renate Blumenstetter scheint Opfer einer skrupellosen Geldeintreiberfirma geworden zu sein. Letzten Donnerstag erhielt sie ein Schreiben von der Firma Proinkasso. Deren Forderung: 130,09 Euro! Diese Summe soll die Stadträtin dem Mandanten des Inkassounternehmens – „Europe Payment“ - schuldig sein. Zahlt sie nicht, droht Proinkasso mit Mahnbescheiden und Zwangsvollstreckung. Sogar einer gestandenen Frau wie Renate Blumenstetter wird es da mulmig: „Da kriegt man erstmal Angst.“

Proinkasso behauptet in seinem Brief, dass sich Renate Blumenstetter am Freitag, 15. Januar, um Punkt 17.48 Uhr auf der Gewinnspielseite LottoWin24.com – einer Seite vom „Gläubiger“ Europe Payment – mit ihren Kontodaten angemeldet habe.

.....

... Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt derzeit „wegen des Verdachts der Geldwäsche und des Betrugs“ gegen das Unternehmen Proinkasso, so Oberstaatsanwalt Manfred Knothe. Ob Proinkasso sogar in unternehmerischer Verbindung zu Mandaten wie Europe Payment steht, wird gerade untersucht. ...

Quelle: Abendzeitung

Stellungnahme vom Betreiber von “Seittest” zu Verbraucherdienst.e.V.

Es gibt ein nützliches Tool für die Webseitenoptimierung (SEO), das sich an Webseitenbetreiber richtet, auf seittest.de. Mit diesem Tool kann die technische Qualität einer Webseite überprüft werden.

Die Webseite wird dann auch bewertet. Aus dieser Bewertung heraus kann eine Optimierung der Webseite durchgeführt werden. Es geht bei dieser Bewertung ausschliesslich um eine technische Bewertung.

Das Testergebnis wird von dubiosen Webseiten als Qualitätsmerkmal missbraucht. Als Beispiel sei die Seite verbraucherdienst.e.V. genannt. Hier wird dem Leser der Eindruck vermittelt die Seite an sich, also das Angebot dieser Seite, ist “Geprüft” und “Empfohlen” worden.

Das ist NICHT im Sinne von Seittest. Wenn einem Surfer bei einer dubiosen Seite diese Qualitätzszeichen auffallen sollte, um hiermit zu vermitteln das ANGEBOT dieser Webseite sei geprüfte Qualität, ist es der Wunsch von Seittest solche  Seiten  gemeldet zu bekommen.

mail@drsatow.de

Quelle: Konsumer.info

14.05.10

Moskau Inkasso in der Schweiz unerwünscht

Die Thurgauer Behörden haben einem Deutschen, der eine Firma für «russisches Inkasso» betreibt, zu Recht eine Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung verweigert. Laut Bundesgericht stellt der Mann eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

Im Internet preist der Deutsche seine Inkassodienstleistungen mit den Worten an, Forderungen «auf russische Art mit einem Team aus Moskau» einzutreiben. Bei zahlungsunwilligen Schuldnern könne er so «einen unbezähmbaren Rückzahlungswunsch wecken».

2008 verwehrte ihm das Thurgauer Migrationsamt eine Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung für Selbständige. Zuvor hatte das Amt Abklärungen getätigt und herausgefunden, dass der Mann mehrfach vorbestraft ist, unter anderem wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung im Rahmen einer Geldeinforderung.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde des dubiosen Geschäftsmannes nun abgewiesen. Die Richter in Lausanne bekräftigen die Ansicht der Thurgauer Behörden, dass er eine schwere und gegenwärtige Gefährdung der öffentlichen Sicherheit in der Schweiz darstellt.

Seine bisherigen strafrechtlichen Verurteilungen würden ihn in einem ausgesprochen schlechten Licht erscheinen lassen. Aufgrund seiner Tätigkeit im «russischen Inkasso» bestehe stets die Gefahr, dass er in den Bereich der strafbaren Nötigung gerate.

Sein Geschäftsgebaren lasse ein persönliches Verhalten erkennen, welches weitere Straftaten sehr wahrscheinlich mache. Im übrigen sei er weder privat noch geschäftlich in der Schweiz verwurzelt. Eine Rückkehr nach Deutschland dürfte ihm deshalb nicht schwer fallen.

Quelle: 20min.ch

Gewinnspielbetrüger ruft versehentlich bei Polizei an

Die Polizeidirektion Westsachsen warnt vor einer neuen Betrugsmasche per Telefon. Wie die Beamten mitteilten, gibt es zur Zeit Anrufe, in denen ein männlicher Anrufer „Millionen, Häuser, Autos“ offeriert. Wie die Beamten aus eigener Erfahrung berichten, gehe der Interviewer freundlich Frage für Frage durch. Für die offerierte Million sei allerdings eine Bearbeitungsgebühr von 44 Euro nötig. Die Polizei warnt daher, bei entsprechenden Anrufen keinesfalls die eigene Kontonummer anzugeben, sondern das Gespräch zu beenden.

Gleiches tat laut Meldung übrigens auch der Anrufer, als er erfuhr, dass er einen Mitarbeiter der Pressestelle der Polizeidirektion Westsachsen am Hörer hatte.

Quelle: Leipziger Volkszeitung - online

Wie Twitter für Pillen-Spam genutzt wird

Die Betreiber fragwürdiger Online-Apotheken haben Twitter entdeckt. Vorreiter ist die berühmt-berüchtigte "Canadian Pharmacy", einer jener Shops, die mit ihrem Werbemüll die E-Mail-Fächer seit Jahren verstopfen. Bei Twitter haben die kanadischen Pillenversender kürzlich ganz offen eine Zweigstelle eröffnet. ...

... In seinem E-Mail-Fach wird der Mann den Viagra-Spam aus Kanada vermutlich ungelesen löschen. Bei Twitter hat er ihn freiwillig abonniert. ...

Experten warnen vor Medikamenten aus dubiosen Online-Shops. Rund die Hälfte der im Internet angebotenen Arzneimittel seien Fälschungen, heißt es. Solche Fälschungen seien "eine echte Gefahr" für die Gesundheit des Anwenders, warnt etwa das Freiburger Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit (ISG).

"Bestenfalls haben solche Fälschungen überhaupt keine Wirkung, oft enthalten sie aber auch zu wenig, zu viel, gar keine oder falsche Wirkstoffe, Lösungsmittel oder sogar giftige Substanzen", erklärt das ISG auf seiner Webseite. Außerdem hätten es viele dieser Shops nicht nur darauf abgesehen, ihre Pillen an den Mann zu bringen, warnt Sicherheitsexperte Cluley. Sie würden vielfach auch die persönlichen Daten ihrer Kunden für kriminelle Zwecke missbrauchen.

Quelle und vollständiger Bericht: ZDF - heute

13.05.10

Akte 2010 berichtete über Reparaturbetrüger

Reparaturdienst in Handschellen: AKTE sprengt Waschmaschinenmafia

Waren es vor Jahren Fernsehgeräte, mit denen Reparaturabzocker das große Geld machten, sind es heute Waschmaschinen. Ein besonders gnadenloser Reparaturservice hat in Berlin kürzlich einer alten, schwerhörigen Dame eine Rechnung über 1.549.- Euro ausgestellt, für die angebliche Reparatur ihrer 14 Jahre alten Waschmaschine. AKTE hat diese Firma schon einmal vor fünf Jahren zur Rede gestellt, als deren Mitarbeiter auch einer betagten Dame eine völlig überteuerte Maschine verkauft hatten. Als Mitarbeiter des Waschmaschinendienstes am vergangenen Mittwoch eine letzte Rate von der 75-jährigen Dame abholen wollten, klickten bei ihnen die Handschellen. Denn außer dem AKTE-Kamerateam hat auch die Polizei auf die Männer vom Abzocker-Reparaturservice gewartet. Als anschließend AKTE zum Chef dieser Firma kommt, um eine Stellungsnahme einzuholen, rastet der aus - vor laufender Kamera. Und das alles, weil die Luft für die Reparaturkosten-Wucherer zunehmend dünner wird.

AKTE 20.10 über Reparatur-Abzocker

Quelle: Sat1 - Akte 2010

Quelle: Dailymotion - verbraucherinfoTV

WISO: Schmierige Geschäfte von Mondland.de

Es klingt wie ein Aufruf zur Solidarität mit den südeuropäischen Nachbarn:
Eine Patenschaft für einen Olivenbaum! Öl wird auch geliefert, aber wo ist der Baum?

Quelle: ZDF - WISO ermittelt

Auf diese besondere Form der Abzocke wurde der WISO-Detektiv hingewiesen. Auf der Seite mondland.de werden u.a. Patenschaften für Olivenbäume angeboten.

Für knapp 70 Euro erhalten die geneppten Kunden neben einer wertlosen Urkunde und einen Abrufschein für 2 Flaschen Olivenöl aus dem vermeintlichen Ernteanteil des Baums. Das angeblich hochwertige Olivenöl entpuppte sich beim WISO-Detektiv dann aber als minderwertig und war für den menschlichen Verzehr nicht geeignet. Auch die Suche nach seinem Olivenbaum verlief für den Paten frustrierend, denn die Suche war ergebnislos.

WISO ermittelt - Schmierige Geschäfte

Quelle: Dailymotion - verbraucherinfoTV

Verantwortlich für diesen dreisten Nepp ist laut Impressum der Mondland Verlag aus Lübeck und deren Geschäftsführer Jörg Steinhaus.

Vielleicht sollte der Mondland Verlag zukünftig darauf hinweisen, dass sich die Plantagen für die Patenschaften der Olivenbäume auf den Mondgrundstücken befinden, welche ebenfalls vom Mondland Verlag zum Verkauf angebotenen werden.

Akte 2010 über Abmahn-Wahnsinn

Plötzlich flattert Horror-Rechnung ins Haus

Aktuelle Charthits - begehrt und leicht zu haben. Kopieren, Tauschen - eine Sache von Sekunden. Aber: Das Verbreiten von urheberrechtlich geschützten Musiktiteln oder Filmen ist verboten! Zehntausende werden jetzt zur Kasse gebeten - von Anwälten, die sich darauf spezialisiert haben, gegen Musikpiraten vorzugehen. Eine Karlsruher Kanzlei verlangt per Abmahnung 450 Euro und die Unterschrift einer Unterlassungserklärung. Oft geht es hier z.B. um die Hits "Monsta" oder "Schöne Neue Welt" der Band Culcha Candela. Die Angeschrieben hätten die Songs angeblich über Musiktauschbörsen im Internet verbreitet. Die Beweise dafür liefere eine spezielle Software, die IP-Adressen der Nutzer angeblich zweifelsfrei identifiziert. Genau diese Software ist Streitobjekt vieler Kritiker. Bekommen jährlich Tausende Bürger zu Unrecht eine Abmahnung? AKTE nimmt die Abmahn-Praxis unter die Lupe.

AKTE 20.10 über teure Hits

Quelle: Sat1 - Akte 2010

Quelle: Youtube

Apotheker im Visier der Offertenbetrüger

Die Offertenbetrüger der Yellow Publishing Ltd. haben neben vielen anderen Gewerbetreibenden auch die Apotheker zu ihren potentiellen Opfern erkoren. Auf dem Portal apotheke-adhoc.de wird vor den Faxangeboten der Gauner gewarnt. Was zunächst als kostenfreie Zusatzleistung offeriert wird, entpuppt sich später als teures Abonnement. Jährliche Gebühren von 1068 Euro sind dann laut AGB zu berappen, für die mehr als fragwürdige Gegenleistung eines Eintrags in ein nutzloses Onlineregister. Durch den Domainnamen made-in.cc könnte man meinen, dass die Werbung für die Kokosinseln bestimmt sein soll. .

Die Präsenz im Internet wird auch für Apotheken immer wichtiger. Wie man von Patienten online schnell gefunden wird, wissen vielleicht die wenigsten Pharmazeuten. Diese Schwachstelle versucht derzeit ein Unternehmen mit Sitz im britischen Manchester auszunutzen: Die „Marketing Administration Ltd.“ bietet Apotheken per Fax den Eintrag in ihr Online-Branchenverzeichnis „www.made-in.cc“ inklusive einer Anmeldung bei Google an. Die Leistung hat einen stolzen Preis: Zwei Jahre lang muss die Apotheke 89 Euro pro Monat zahlen.

Das Fax ist mit dem Betreff „Datenmeldung bei google.de“ überschrieben. Die Anmeldung der Apotheke bei der Suchmaschine wird als „kostenfreie Zusatzleistung für Kunden“ angepriesen. Die Daten der Apotheke sind zum Teil schon im Faxformular eingetragen. Nach der Vervollständigung ist nur noch eine Unterschrift erforderlich.

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Die Domain „cc“ ist übrigens die offizielle Endung der Kokosinseln, einer Inselgruppe im indischen Ozean, die zum australischen Außengebiet zählen. made-in.cc wird auf der Homepage der Firma als „internationales B2B online Branchenverzeichnis“ angepriesen, ...

Quelle und vollständiger Bericht: apotheke-adhoc.de

Hinter dieser betrügerischen Abzocke steckt zweifelsfrei die Yellow Publishing Ltd. über die schon seit einiger Zeit mit Offertenbetrug auf Kundenfang ist. Die Yellow Publishing Ltd. ist wiederum ein Tochterunternehmen Yellow Page (Netherlands) B.V. mit dem Geschäftsführer Jan Marks.

Mintnet-Prozess: Verfahren gegen Strohmann eingestellt

Im sog. SMS-Chat-Prozess gegen insgesamt sechs Angeklagte, die seit mehr als 50 Verhandlungstagen in mittlerweile zwei getrennten Hauptverhandlungen im Landgericht Kiel auf der Anklagebank sitzen, hat es nun die erste Verfahrenseinstellung gegeben. Das Verfahren gegen einen von drei mutmasslichen “Strohmännern” wegen Beihilfe zum gewerbsmässigen Bandenbetrug wurde gegen die Zahlungsauflage von 2.000,- Euro an die Staatskasse und je 1.000,- Euro in jeweils zwei Raten an Naturschutzbund, Kinderschutzbund und Förderverein der Bewährungshilfe sowie der Auflage zur Ableistung von 200 Sozialstunden nach §153a Abs.2, Abs.1 StPO vorläufig eingestellt. Werden alle Auflagen bis Oktober 2010 erfüllt ist die Einstellung endgültig. Heiko H. hatte dazu bereits am Vormittag die ersten 2.000,- Euro an die Gerichtskasse eingezahlt. Die Einstellung erfolgt bei fehlendem öffentlichen Interesse an der Strafverfolgung, wenn und soweit die mutmaßliche Schwere der Schuld nicht entgegensteht. Dies war bereits vor Monaten vom Gericht angeregt und seitens der 6. Großen Strafkammer nicht an eine Sacheinlassung geknüpft worden. In intensiven Gesprächen zwischen Staatsanwaltschaft, Kammer und der Verteidigerin Sabine U. Marx war man zu diesem Ergebnis gekommen. Auch für die anderen beiden, der Beihilfe angeklagten, mutmaßlichen “Strohmänner” steht eine Verfahrenseinstellung im Raum. Ihre Verfahren waren zuvor aus strafprozessrechtlichen Gründen abgetrennt worden. ...

Quelle und vollständiger Bericht: Kiel211vorab

Auch die Verfahren gegen die beiden anderen Angeklagten, Rainer Sawatzki und Mirko Heinzer werden vermutlich gegen Auflagen eingestellt, da sie vermutlich ebenfalls nur als Strohmänner agiert haben. Das Augenmerk richtet sich damit dann auf die als Hauptangeklagten Herren Heiko Ancker, Dirk von Wildenradt und Norman Worgall. Interessant sind in dem Zusammenhang die Kommentare zur Presseerklärung der Verteidiger von Heiko Hampfe.