31.12.09

Vorsicht vor der Forschungsgruppe Profana

Aktuell warnt die Verbraucherzentrale Berlin in einer Pressemitteilung vor der Forschungsgruppe Profana und deren Betreiberfirma Ascor Media Ltd.

"Forschungsgruppe Profana" belästigt Verbraucher massiv

Innerhalb von wenigen Tagen haben sich Dutzende von Konsumenten bei der Verbraucherzentrale Berlin über die Vorgehensweise der "Forschungsgruppe Profana" beschwert. Sie wirbt Personen als Produkttester an – und bittet sie nach zwei Wochen kräftig zur Kasse.

Die in Templin ansässige Firma Ascor Media Ltd., die sich hinter der "Forschungsgruppe" verbirgt, lässt laut Eigendarstellung ihre sogenannten Teilnehmer die Alltagstauglichkeit und Qualität von Produkten prüfen. Da diese nach dem Test benutzt seien, dürften die Teilnehmer sie behalten. Das Ziel sei, Fehlkäufe und den damit verbunden Frust zu verhindern.

Frust ist aber leider das Resultat für die Verbraucher. Denn nach 14 Tagen treffen nicht etwa die ersten Testprodukte ein, sondern es flattert eine Rechnung ins Haus. Als "Teilnahmegebühr" werden 84 Euro pro Quartal verlangt.

Die Verbraucherzentrale Berlin mahnte die Firma Ascor Media Ltd. vor wenigen Tagen ab, weil sie Verbraucher ohne deren vorherige Einwilligung zu Werbezwecken angerufen hatte. Wahrscheinlich bleiben Anrufe zumindest von diesem Unternehmen nun aus. Doch Susanne Nowarra, Expertin für Wettbewerbsrecht der Verbraucherzentrale, warnt: "Egal wie sie heißen: Diese Firmen schießen wie Pilze aus dem Boden und handeln stets nach demselben Strickmuster. Und niemals bekommt jemand tatsächlich Ware geschenkt."

Quelle und vollständige Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Berlin

Auf dem Portal AbZocknews.de wurde in einem lesenswerten Beitrag veranschaulicht, wer einerseits hinter dieser Abzockmasche steckt und andererseits wie eng diese Gauner vernetzt sind.

Um zu wissen wer hier abzocken möchte reicht es schon aus den Firmennamen einfach mal zu googeln. Offensichtlich hat die EuMedien GmbH der Frau Claudia Rohde, Spammer für Abzockangebote von Valentin Fritzmann, Abdulla Saleh und Matthias Müller, Beschaffer und Verkäufer von Adressen und Kundendaten und aktueller Preisträger des schwarzen Schafes für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet, eine "Umstrukturierung" für nötig erachtet.

Nur so ist zu erklären das sich bspw. bei dem hauseigenen Abzockprojekt Filmtester.net, welches mir seinerzeit durch das Call-Center der EuMedien GmbH angepriesen wurde, jetzt ebenfalls die Ascor Media Ltd. verantwortlich zeichnet:

Ascor Media Ltd.

Registered Office:
69 Great Hampton Street
B18 6EW Birmingham


Hausadresse:
Waldstr. 31
17268 Templin


Sitz Templin
Registergericht Neuruppin HRB beantragt
Director Daniel Michanikl
Steuer-Nr.: beantragt
United Kingdom
Company No. 6973773
Registered in England and Wales


Kontakt:
Telefon: (01805) 4542450*
Telefax: (01805) 4542459*
E-Mail Kontakt
(per E-Mail, keine fristbezogenen Erklärungen)

Wie eng die Verflechtungen zwischen der EuMedien GmbH und der Nutzlosbranche sind offenbart sich auch hier wieder einmal eindrucksvoll, denn die Ascor Media Ltd. zeichnet sich heute auch für das Abzockangebot Wurstmuetze.de veranwortlich (vorher Gesellschaft für Online-Gewinnspiele Ltd. der Herren Stefan Appenrodt, Thomas Appenrodt und Olaf Strecker, auch bekannt als Datenlieferanten für Abzocker mit der McCrazy GmbH):

Quelle und vollständiger Beitrag: AbZocknews

Bleibt noch zu erwähnen, dass der bisherige Teamleiter bei der EuMedien GmbH, Herr Daniel Michanikl, im britischen Handelsregister als Director eingetragen ist unter der Director-Id 780342.

ProInkasso fordert für dubiose Gewinnspiele

Mit einem Anruf im Januar fing alles an. Marie-Luise Heuer wurde telefonisch ein dubioses Gewinnspiel angeboten. Da muss wohl die Münsteranerin zu irgendetwas „Ja" gesagt haben. Zu was, das weiß sie nicht mehr so genau.

Seitdem an buchen andauernd irgendwelche Gewinnspielfirmen unberechtigt Geld von ihrem Konto ab; sie erhält Zahlungsaufforderungen von einem einschlägig bekannten Inkassobüro namens „ProInkasso" und sie wird mit Anrufen bombadiert, in denen ihr Gewinne von 500 oder 1.000 Euro versprochen werden.

Quelle: WDR-Lokalzeit (25.11.2009)

Quelle: Youtube - scamnewsTV

29.12.09

Insider berichtet über die Kaffeefahrten-Mafia

Anscheinend gibt es wieder einen Aussteiger, der nicht mehr bereit ist an betrügerisch anmutenden Geschäftspraktiken mitzuwirken. Seit Mitte Dezember wird von dem Insider auf dem eignes dafür eingerichteten Blog Die Kaffefahrten-Mafia über die dubiosen Aktionen der Gauner berichtet. Sehr lesenswert und die Empfehlung der Redaktion. Besonders interssant dürften die Inhalte für Interessierte und Opfer sein, die schon immer einmal wissen wollten, wer für diese Art der Abzocke verantwortlich ist.

... mein Vater plante Kaffeefahrten. Mittlerweile ist er schon lange in Rente und ich arbeite schon lange freiberuflich in der Schweiz.

Damals als Kind waren Kaffeefahrten noch halbwegs in Ordnung. Es gab ein paar Töpfe zu kaufen und die waren überteuert. Aber das wars.

Mir gefällt das nicht mehr, was ein paar Herrschaften aus Cloppenburg und Umgebung dort treiben. Und da scheinbar niemand bislang den Mund aufgemacht habe, werde ich das nun tun.

Quelle: Die Kaffeefahrten-Mafia

Die Abzocke der Phantomfirma Massow Inkasso

Haben sich die Warnungen vor der Erotikabzocke verena18.com von David Meinels Firma Black Lotus schon bemerkbar gemacht? Nach den letzten Ereignissen kurz Weihnachten scheint das der Fall zu sein. Wohl deshalb wurden Opfer von einer angeblichen Massow Inkasso AG angeschrieben. Diverse Portale und Blogs haben darüber bereits berichtet und festgestellt, dass es sich bei der Firma Massow Inkasso AG wahrscheinlich um ein Phantomunternehmen handelt.

Die Inkassofirma  “Massow Inkasso AG“  ist weder im Rechtsdienstleistungsregister, noch bei Genios eingetragen, noch ist sie Mitglied im Bundesverband deutscher Inkassounternehmen. Selbst Google kennt dieses “Unternehmen” bisher nicht.

Die Massow Inkasso AG – ist vermutlich eine Scheinfirma – ohne Inkassoerlaubnis!

Adresse
keine Angaben
Amtsgericht keine Angaben
Kontakt Tel: 09005105718* – Achtung Mehrwertnummer zu 1,99 Euro / Minute. Nicht anrufen!
Geschäftsführer keine Angaben
Mitarbeiter Sabine Zink
St. Nr. keine Angaben
Zulassungs-/Aufsichtsbehörde keine Angaben
Die Massow Inkasso AG hat kein eigenes Bankkonto – man soll direkt auf das Konto der Black Lotus überweisen.
Informieren Sie die Bank über Ihre Erfahrungen mit der Firma. Banken können Firmenkonten sperren, wenn sie die Geschäftspraktiken einer Firma nicht billigen.
Damit helfen Sie anderen! - Musterbrief - Hier ein Beispiel für eine erfolgreiche Kontosperrung.
Bankverbindung Black Lotus
Dezember 2009 Deutsche Bank BLZ 215 700 24 KTO 430 17 19

Als Geldeintreiber für die Black Lotus Inc., Florida alias Black Lotus UG – Die Rechnung wurde am 21.12.2009 verschickt, den offenen Betrag solle man innerhalb von 3 Tagen bis zum 9. Dezember 2009 ! überweisen.

Sehr geehrte(r) Frau …
die Firma Black Lotus Inc. Florida hat uns mit dem Einzug einer offenen Forderung beauftragt.
Sie hat am $Eintritt folgende Leistung für Sie erbracht:

Video Download verena18.com

Für diese Leistung schulden Sie einen Betrag in Höhe von 50,00 Euro. Um weitere Kosten zu vermeiden, fordern wir Sie LETZTMALIG auf, die ausstehende Summe zzgl. der aufgelaufenen Verzugskosten umgehend zu begleichen. Die von Ihnen zu zahlende Gesamtforderung setzt sich wie folgt zusammen:

Grundforderung unseres Mandanten: 50,00 Euro
bisherige Mahnkosten unseres Mandanten: 0,00 Euro
Rücklastschriftgebühren unseres Mandanten: 5,00 Euro
vorgerichtliche Inkassoauslagen: 12,50 Euro

Quelle: adressbuchbetrug-info.net         via: Konsumer.info

Bemerkenswert ist, dass als Absender der Schreiben neben der Firmenbezeichnung noch eine Emailadresse angegeben ist, welche über die vermeintliche Firmendomain massow-inkasso.de läuft.

Mit verbindlichem Gruß
Massow Inkasso AG, Abteilung Mahnbescheid


Sabine Zink
mahnbescheid@massow-inkasso.de

Seltsamerweise ist ein Aufruf der angeblichen Firmenwebseite nicht möglich und wird mit einer Fehlermeldung verweigert. Bei einem Blick in das whois der Domain massow-inkasso.de kommt eine weitere Merkwürdigkeit zum Vorschein.

Domain: massow-inkasso.de
Nameserver: ns01.1blu.de.
Nameserver: ns02.1blu.de.
  
[licensee]
Type:PERSON
Name: Dr.Michael Marsow
Organisation: Massow GmbH
Street: Friedrichstr.153
City: Berlin
Country: DE
Postal Code: 10117
Phone:
Fax: 

Komisch, da ist im Whois nun auf einmal eine Massow GmbH als Domaininhaber eingetragen. Das soll aber anscheinend nur zur Verwirrung beitragen, denn auch eine Massow GmbH ist nicht im Handelsregister eingetragen. Ebenso wenig lässt sich auch die Person Dr. Michael Marsow auffinden. Zumindest ist google dieser Name unbekannt.

Ergebnisse für: Dr. "Michael Marsow"

Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage - Dr. "Michael Marsow" - übereinstimmenden Dokumente gefunden.

Quelle: google

Angesichts dieser Versuche die Urheberschaft für die nicht existente Inkassofirma zu verschleiern, muss nur auf den Geldfluss geachtet werden um die Gauner ausfindig zu machen. Da die Opfer die angemahnten Beträge auf das Konto der Firma Black Lotus überweisen sollen, ist davon auszugehen, dass deren Geschäftsführer David Meinel für die betrügerische Abzocke verantwortlich ist.

IHK warnt vor Betrug mit "Gründerbrief"

Vor einer betrügerischen Masche warnen Industrie- und Handelskammern. Unternehmensgründer berichteten, dass sie Nachnahmesendungen mit einer wertlosen Urkunde als sogenannten "Gründerbrief" erhielten.

Eine neue besonders dreiste Betrugsmasche zielt auf Firmen ab, die neu in das Handelsregister eingetragen worden sind. Diese erhalten kurz nach der Gründung Nachnahmebriefe mit einem Nachnahmewert von € 56,00.

Absender ist die „VDUG UG (haftungsbeschränkt), Verlagsgesellschaft deutscher Unternehmensgründer, Hauffstr. 13, 14542 Geltow“.

Die Firma verschickt die Nachnahmebriefe in DIN-lang-Umschlägen die oben links mit einem amtlich wirkenden Aufkleber mit Aufdruck versehen sind.

Der Aufdruck sieht ungefähr so aus:

Gründerbrief
für  # 000000000
HR A 00000
Amtgericht Musterstadt

Im Brief selbst ist eine mit einfachsten Mitteln erstellte angebliche „Urkunde“ enthalten.

Besondere Vorsicht ist daher geboten, wenn Sie ein Unternehmen oder eine Tochterunternehmen neu ins Handelsregister eintragen lassen.

Bislang waren Vorfälle aus dem Bundesland Bayern sowie aus den Städten Cloppenburg, Karlsruhe, Braunschweig, Köln, Hamburg und Münster bekannt.

Mittlerweile wurde uns auch ein Fall aus dem Kreis Konstanz gemeldet.

Betroffenen Firmen wird empfohlen Strafanzeige wegen Betrugs zu erstatten und das Geld von der Absenderfirma mit Hinweis auf die Strafanzeige zurück zu fordern.

Quelle und vollständige Mitteilung: IHK Konstanz

28.12.09

Nebelkerzen zur Verschleierung bei Nicht-Abzocken e.V.

Im Forum des Vereins Nicht Abzocken e.V. stellten Mitglieder unbequeme Fragen, auf die zunächst nicht geantwortet wurde. Erst nach einigen Tagen bezog der Vorsitzende des Vereins Nicht Abzocken e.V. mit einem Wort zum Sonntag Stellung. Doch das Posting verschwand ganz schnell wieder. Auf die Fragen der Mitglieder wurde dabei so gut wie überhaupt nicht eingegangen. Dann postete der Schatzmeister, jedoch ohne auf die drängenden Fragen seiner Mitglieder erschöpfend Auskunft zu geben. Was war passiert? Zuvor wurde der Verein Nicht Abzocken e.V. mit einem Inkasso in Verbindung gebracht und mit einer Person, die nachweislich für Abzocker aktiv war. Statt sich um Aufklärung zu bemühen, werden Nebelkerzen geworfen und mit der Auflösung des Vereins gedroht. Anscheinend hat der Vorstand des Vereins Nicht Abzocken e.V. kein Interesse an einer Klärung des Sachverhalts. Ein Indiz für diese Vermutung ist die Tatsache, dass aus dem Forum eben jenes Thema entfernt wurde, in dem diese Fragen zur Deabatte standen. Grund für die Entfernung des Themas dürfte die Veröffentlichung eines Beitrags in dem Blog ichbinterrorist.de sein. Der Autor hatte sich mit den Stellungnahmen von Präsident und Schatzmeister des Vereins Nicht Abzocken e.V. kritisch auseinandergesetzt. Nach dem die lesenswerte Zusammenfassung der Ungereimtheiten kommentiert und veröffentlicht war, verschwand das Thema aus dem Forum des Vereins, so dass der Bezug fehlte. Glücklicherweise gibt es aber einen screeenshot, so dass interessierte Leser sich selber ein Urteil bilden können.

Auch der folgende Sachverhalt darf wohl ebenfalls als weiterer Versuch der Verschleierung gedeutet werden. Sowohl ip-investigate.com, ip-investigate.de als auch nachbarschaft24-news.com wurden von der Firma Pay2Act UG und dem Vorstand vom Förderverein Nicht Abzocken e.V. betrieben. In der Zwischenzeit wurden die Domains komplett gelöscht. Offensichtlich hat da jemand ein ganz schlechtes Gewissen. Kein Wunder, denn in den von der Redaktion gesicherten Whois-Abfragen findet man den Grund dafür.

DOMAIN: NACHBARSCHAFT24-NEWS.COM
...
  
owner-contact: P-KLA349
owner-organization: IP-Investigate
owner-fname: Khassan
owner-lname: Ahmadi
owner-street: Mozenrechweg 6
owner-city: Bensheim
owner-zip: 64625
owner-country: DE
owner-phone: 49 15229297584
owner-fax: +49 15229297583
owner-email: info@ip-investigate.com
[...]
  
nameserver: ns1.namemaster.de
nameserver: ns2.namemaster.de
  
; Hosting by Pay2Act
; URL: N/A
; Created by Namemaster.de - The DNS-Engine

Hier geht schon hervor, dass die Firma Pay2Act an der Panikmache mit der Zahlungspflicht für das Portal Nachbarschaft24.net beteiligt war. Ebenso wie bei der Domain ip-investigate.com.

DOMAIN: IP-INVESTIGATE.COM
  
RSP: Straight EDV 
URL: http://namemaster.de
  
owner-contact: P-KLA349
owner-organization: IP-Investigate
owner-fname: Khassan
owner-lname: Ahmadi
owner-street: Mozenrechweg 6
owner-city: Bensheim
owner-zip: 64625
owner-country: DE
owner-phone: 49 15229297584
owner-fax: +49 15229297583
owner-email: info@ip-investigate.com
[...]
  
nameserver: ns1.ip-investigate.com 212.227.90.196
nameserver: ns2.ip-investigate.com 195.50.182.92
  
; Hosting by Pay2Act
; URL von Pay2Act
; Created by Namemaster.de - The DNS-Engine

Auch wenn sich da jemand seine Weste rein waschen und die Spuren verwischen will, so schnell vergisst das Internet nicht und bevor die Daten bei Google verschwunden sind, konnten diese Daten noch gesichert werden:

id=

Im Whois von ip-investigate.de war am 20.07.2009 Khassan Ahmadi mit der Adresse der Tochter von Ralf Mix eingetragen. Auch die Adresse des Betreibers von NACHBARSCHAFT24-NEWS.COM gehört der Tochter von Ralf Mix, dem Schatzmeister des Vereins Nicht Abzocken e.V.

  • Martina Viviane Mix *28.07.1984
    Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
    58089 Hagen
    Tel.: 02331-6254860

Der Schwiegersohn von Ralf Mix (Künstlername Mika.D aka Markus Skerra) nutzt die Adresse ebenfalls.
Zum Vorstand des Fördervereins Nicht Abzocken e.V. gehören diese Personen:

  • Khassan Ahmadi
    Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
    58089 Hagen
  • Martina Viviane Mix *28.07.1984
    Johann-Gottlieb-Fichte-Str. 6
    58089 Hagen
    Tel.: 02331-6254860
  • Markus Steven Skerra *11.11.1964
    Redlinghausstr. 11
    58093 Hagen
    Tel.: 02331-588572
  • Gerald Krauser *04.08.1964
    Martin-Luther-Str. 34
    55131 Mainz
    Tel.: 06131-53457

Offenbar ist Mix senior zu feige seine eigene Adresse anzugeben:

  • Ralf Willi Mix *24.11.1957
    H*****landstr. X
    58097 Hagen
    Tel: 02331-87***

Personelle Überschneidungen zwischen dem Förderverein Nicht Abzocken e.V. und der Firma Pay2Act sind nicht zu übersehen. Zu den Akteuren der Schmierenkomödie Pay2Act zählen:

  • Markus Steven Skerra *11.11.1964
    Redlinghausstr. 11
    58093 Hagen
    Tel.: 02331-588572
  • Gerald Krauser *04.08.1964
    Martin-Luther-Str. 34
    55131 Mainz
    Tel.: 06131-53457
  • Sven Gerzon *04.12.1964
    Am Waldgraben 3
    63165 Mühlheim
    Tel.: 06108-824258

Das Inkassounternehmen Pay2Act residiert in einem Hagener Stadtteil mit einem sehr hohen Anteil ausländischer Mitbürger.

  • Pay2Act UG
    c/o Werner Krauser & Sven Gerzon
    Wehringhauser Str. 89
    58089 Hagen

Interessante Aufschlüsse geben auch die Whoisdaten der folgenden Domains:

http://www.who.is/whois/pay2act.com/
http://www.who.is/whois/tankstellen-inkasso.com/
http://www.who.is/whois/petroinkas.com/
http://www.who.is/whois/ad2get.com/
http://www.who.is/whois/ad2mobil.com/

Nehmen wir als Beispiel mal die Webseite ad2get.com. Als Inhalt wird/wurde das Forum das Vereins Nicht Abzocken e.V. angezeigt.

id=

Angeblich hat der Verein mit dem Inkasso nichts zu tun und es wurde im Forum behauptet, dass personelle Verflechtungen rein persönlichen Charakter haben. Recht glauben mag man das nicht, wenn man sich ansieht, wer als Inhaber der Domain registriert ist.

DOMAIN: AD2GET.COM
RSP: Straight EDV
URL: http://namemaster.de
owner-contact: P-WNK290
owner-organization: Pay2Act
owner-fname: Werner
owner-lname: Krauser
owner-street: Wehrringhauser Strasse 89
owner-city: Hagen
owner-zip: 58089
owner-country: DE
owner-phone: 49 152 29298332
owner-fax: +49 152 29298332
owner-email: info@pay2act.de

Leider bezieht der Vorstand des Vereins Nicht Abzocken e.V. keine Stellung zu den merkwürdigen Verflechtungen. Nicht einmal seinen Mitgliedern im Forum gegenüber. Stattdessen werden Nebelkerzen gezündet und zur Verschleierung von Tatsachen umfangreiche Änderungen (wie die zuvor beschriebenen) vorgenommen. Über gefakte Einladungen zu einer Mitgliederversammlung versuchte der Vorstand des Vereins Nicht Abzocken e.V. einen Maulwurf unter den Mitgliedern zu enttarnen. Anscheinend war das ganze Theater aber schon lange vorbereitet. Es ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass der gesuchte Maulwurf im Vorstand des Vereins zu suchen ist.

22.12.09

EuCeVa erhält Negativpreis "Das Schwarze Schaf"

Für die Produkttest-Abzocke der Webseite euceva.com wurde die Betreiberfirma EuMedien GmbH mit dem Negativpreis Das Schwarze Schaf ausgezeichnet. Der Preis für die dreisteste Rechtsverletzung im Internet wird monatlich von einer Jury vergeben, die sich zusammensetzt aus Juristen sowie aus Vertretern von Politik und Wirtschaft.

Duftbäume statt Laptops – ein teures Produkt-Test-Abo

Vorgang: Attraktive und teure Produkte, wie z.B. Laptops oder Handys testen und anschließend als Dankeschön behalten dürfen – diesen Eindruck vermittelt zum Beispiel die Website euceva.com. Doch was zunächst verlockend erscheint, entpuppt sich – wie OpSec Security in diesem Monat gemeldet wurde – als Abofalle und häufig als großer Reinfall. Daher zeichnet OpSec die Betreiberfirma mit dem Negativ-Preis „Das Schwarze Schaf“ für den Monat Dezember aus.

Die Masche des Schwarzen Schafes: Die Internetseite euceva.com vermittelt den Eindruck, dass man hochwertige und teure Produkte, wie Küchenmaschinen, Telefone oder Laptops testen kann und diese anschließend behalten darf. Um Tester zu werden, muss man sich zuerst auf der Seite mit seinen Kontaktdaten bewerben. Dabei erfährt man jedoch nicht, dass man als Tester automatisch eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließt. Lediglich in den FAQ wird darauf hingewiesen, dass Kosten in Höhe von 7,80 € pro Monat bzw. 93,60 € pro Jahr als Aufwandsentschädigung entstehen. Darüber hinaus kritisieren betroffene Verbraucher, dass sie nach der Überweisung des Geldes anstatt der teuren Produkte lediglich Kleinigkeiten, wie einen Duftbaum, eine Waschmitteldosierhilfe oder einen Parfumteststreifen erhalten haben. Darauf wird jedoch auf der Homepage nicht explizit hingewiesen. Auf E-Mails von Testern nach anderen Produkten gab die Betreiberfirma laut den Meldungen keine konkrete Antwort. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass man nicht erfährt, für wen und wofür genau die Tests durchgeführt werden bzw. wo die Testergebnisse veröffentlicht werden. Zudem findet man auf verschiedenen Internetplattformen Einträge von Usern, die von nicht akzeptierten Widerrufen und Mahnungsschreibungen berichten. Da die Betreiberfirma den Testern auf der Homepage nicht ausdrücklich zusichert, dass sie teure Artikel testen und behalten können, kann man ihr Vorgehen zwar nicht als Betrug bezeichnen. Da sie jedoch den Anschein erweckt, man würde hochwertige Ware testen und anschließend behalten können, da auf der Website solche Produkte als aktuelle und vergangene Testbeispiele präsentiert werden, kann man von einer bewussten Täuschung sprechen, die Verbraucher dazu veranlasst, das Geld für die einjährige Mitgliedschaft zu überweisen.

Quelle: das-schwarze-schaf.com

Nukleare Abzocker-Verseuchung hält an!

Zitat:

Quelle: antiabzockzentrale.co.cc

Anmerkung der Redaktion: Weil das Original nicht mehr vorhanden ist, wurde das hier vorhandene Zitat des Beitrag gelöscht.
Wir bitten um Verständnis.

21.12.09

Warnung vor Ein-Cent-Überweisungen

Gauner werden erfinderisch: Mit einer neuen Masche versuchen derzeit Betrüger an die Bankdaten von Privatkunden heranzukommen.

Ihr Trick: Mit Ein-Cent-Überweisungen werden Konten leer geplündert.


Quelle: Dailymotion - verbraucherinfoTV

Falscher Konsul und echter Internetabzocker

Ein Schweizer, der sich als Vizekonsul ausgab, ist in Brasilien verhaftet worden. Früher hatte er im Internet dubiose Geschäfte betrieben.

Die Welt der brasilianischen TV-Sternchen und Missen steht Kopf. Einer ihrer Promotoren, der Schweizer Daniel oder Dragan A., wurde wegen Beihilfe zur Prostitution verhaftet – er vergnügte sich in einem Hotel mit einem 15-jährigen Mädchen, das er gegenüber den Behörden als seine Freundin bezeichnete. Während Jahren zog A. als «Vizekonsul der Republik Surinam» durch Rio de Janeiro, gab rauschende Partys mit Prominenz aus der TV-, Model- und Schönheitsköniginnenszene, war Teilhaber einer Modelagentur.

Fleissig war A. auch in der Schweiz gewesen – im Jahr 2000, als die teuren Premium-Nummern (0900), die SMS-Dienste und die sogenannten Dialer-Programme negative Schlagzeilen machten. Mit zwei Kumpeln führte er die liechtensteinische Firma Intertele, mit der eine Reihe weiterer Unternehmen verquickt war.

In ganz Europa wurden damit massenhaft Personen abgezockt und Gewinne in Millionenhöhe eingefahren. ...

Quelle und vollständiger Beitrag: Tagesanzeiger.ch

Baser Direct GmbH wurde Kaltakquise gerichtlich untersagt

Der Baser Direct GmbH aus Düsseldorf wurde auf Antrag der Verbraucherzentrale Hamburg e.V verboten, Verbraucher ohne deren Zustimmung auf ihrem privaten Telefonanschluss anzurufen oder anrufen zu lassen, um für eine Teilnahme an einem kostenpflichtigen Gewinnspielservice zu werben. Auch das „Unterschieben“ eines Vertrages wurde untersagt (LG Düsseldorf, Urt. v. 9.9.2009, 37 O 79/09).

Verbraucher sind von den ständigen Werbeanrufen genervt. Schlimmer noch, wenn ein deutliches „nein“ des Verbrauchers ignoriert und ein angeblicher Vertrag untergeschoben wird. So geschah es dem Rentner Herbert D. aus Braunschweig, der sich überdies noch gegen eine unberechtigte Belastung seines Kontos von knapp 100 Euro zur Wehr setzen musste. Die Verbraucherzentrale mahnte die Firma Baser ab und reichte Klage ein, als keine Reaktion erfolgte. Mit der Entscheidung des LG Düsseldorf sind nun Verbraucher vor der Kaltakquise jedenfalls dieser Firma geschützt, denn für jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen das Urteil wird Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu 6 Monaten angedroht.

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Hamburg

18.12.09

Deutscher Werbe- und Datenschutzverein wirbt per Cold-Call

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnt in einer Pressemitteilung vor dem Verein Deutscher Werbe- und Datenschutzverein e.V. Der Verein wirbt damit, dass er seine Mitglieder vor unerwünschter Telefonwerbung schützen will. Komisch ist aber, dass für den Verein ausgerechnet mit Cold-Calls geworben wird. Da die Mitgliegschaft auch nicht ganz preiswert ist, darf man hinter der Masche mit gutem Recht wohl eine Abzocke vermuten.

Schutz vor Werbeanrufen durch einen Werbeanruf?

Viele Verbraucher erhalten in Schleswig-Holstein aktuell Anrufe vom Verein "Deutscher Werbe- und Datenschutzverein e.V.", der vorgibt Verbrauchern mittels der kostenpflichtigen Mitgliedschaft in dem Verein vor unerwünschter Telefonwerbung zu schützen.

Die Betroffenen werden zunächst vom Mitarbeiter des Vereins mit der Nennung ihrer persönlichen Daten, häufig auch deren Kontonummern, konfrontiert. Dabei wird den verunsicherten Verbrauchern angeboten, dass die persönlichen Daten angeblich durch eine Mitgliedschaft im "Deutschen Werbe- und Datenschutzverein e.V." geschützt werden können und zukünftig keine Werbeanrufe mehr erfolgen würden. Mit der Drohkulisse von illegalen Kontoabbuchungen sollen die Angerufenen zusätzlich unter Druck gesetzt werden.

Wer dann einer Mitgliedschaft im Verein zustimmt, erhält ein Schreiben des Vereins mit einer Vertragsbestätigung, in der nochmals sämtliche persönlichen Daten des Angerufenen gelistet sind. Beigefügt ist auch ein Willkommens-Gutschein, der unterschrieben an den Verein zurückgesandt werden soll. Im Gutschein wird dem Verbraucher erneut suggeriert, dass der "Deutsche Werbe- und Datenschutzverein e.V." angeblich entsprechende Anrufe unterbinden könne. Im Kleingedruckten ist zu lesen, dass die
Mitgliedschaft 99,00 € jährlich kostet zzgl. einer Aufnahmegebühr in Höhe von 60,00 € mit dem Hinweis, dass diese Beträge vom Bankkonto des Verbrauchers abgebucht werden. Die Widerrufsbelehrung ist unvollständig, mit der Folge, dass zeitlich unbeschränkt widerrufen werden kann.

Quelle und vollständige Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

StA ermittelt gegen RA Frank Michalak

Neu ist die Masche nicht mit der Internetkriminelle versuchen, sich durch frei erfundene und/oder unberechtigte Forderungen, wie im Fall nachbarschaft24.net, zu bereichern. Meistens wird dabei auch die Hilfe eines Inkasso oder Anwalts in Anspruch genommen. Und oft sind die handelnden Personen direkt in die betrügerische Abzocke verstrickt. Gegen den, als Hasimaus-Anwalt bekannten, RA Frank Michalak wurden mittlerweile mehrere Anzeigen erstattet und die Staatsanwaltschaft hat einem Bericht der Potsdamer Neusten Nachrichten zufolge die Ermittlungen aufgenommen.

Inzwischen beschäftigt der Fall Michalak die Justiz. Gegen ihn liegen bei der Potsdamer Polizei bereits 13 Anzeigen wegen Betrugs aus mehreren Bundesländern vor, so Sprecherin Katrin Laurisch. Und auch bei der Staatsanwaltschaft Potsdam gäbe es „eine Reihe“ von Betrugsanzeigen im Zusammenhang mit Michalaks Schreiben, so Behördensprecher Rolf Roggenbuck: Demnächst werde das gebündelte Verfahren von der Cottbuser Staatsanwaltschaft übernommen, die eine Abteilung für Internetkriminalität besitzt.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten

Nicht nur den vielen Opfern ist unverständlich, warum die Rechtsanwaltskammer keinen handlungsbedarf erkennen will. Aber wie war das noch mit den Krähen und den Augen?

Den ins Zwielicht geratenen Anwalt kennt auch die Rechtsanwaltkammer Brandenburg, die Verstöße gegen das Berufsrecht bestrafen kann. Doch Handlungsbedarf sieht Geschäftsführer Rüdiger Suppé noch nicht. Denn Michalak mache zunächst nur das, was Anwälte eben tun sollen – die Forderungen von Mandanten wie der Netsolutions aus Dubai durchsetzen. „Das ist nicht verboten“, sagt Suppé. Problematisch würde es nur, wenn Michalak wissentlich mit Betrügern zusammenarbeite oder die Forderungen frei erfunden seien, so Suppé: „Darüber habe ich aber noch keine Erkenntnisse.“
Doch herrscht um Michalaks Auftraggeber aus Dubai Rätselraten. Ein Team von Sat1reiste auf der Spur des Falls erst jüngst in die Golfmetropole – und fand unter der Adresse von Netsolutions nur ein Gebäude mit eingefallener Fassade. Eine Klage der VZ Brandenburg gegen die Firma konnte bislang mangels „ladungsfähiger Anschrift“ nicht zugestellt werden.

Quelle: Potsdamer Neueste Nachrichten

Antassia GmbH, die neue Firma des Frankfurter Kreisels

Vom Frankfurter Kreisel wurden in den letzen Monaten und Jahren schon viele verschiedene Seiten zur Abzocke betrieben. Darunter auch Portale zum Download von Programmen wie beispielsweise opendownload.de und softwaresammler.de. Nun ist eine weiteres Abzockportal hinzugekommen, mit dem die Gauner auf Kundenfang gehen.

  • top-of-software.de

Wie schon bei den vorherigen Downloadseiten des Frankfurter Kreisels mangelt es auch diesem Projekt an einer deutlichen Preisangabe. Lediglich auf den Seiten für das Login und der Anmeldung sowie in den AGB ist der Kostenhinweis im Kleingedruckten zu finden.

5. Vergütung

5.1. Die Inanspruchnahme der Leistung des Anbieters ist mit acht (in Zahlen: 8) Euro pro Monat inkl. der Mehrwertsteuer in der jeweiligen gesetzlichen Höhe zu vergüten.

5.2. Der Vertrag läuft für mindestens 24 Monate.

5.3. Die vertraglich geschuldete Vergütung für die Inanspruchnahme der Leistung wird dem Kunden jeweils für zwölf Monate im Voraus berechnet.

Für die Abzockseite top-of-software.de wurde mal eben eine Firma ins Leben gerufen. Für den Nachfolger von opendownload.de und softwaresammler.de ist jetzt die Firma Antassia GmbH verantwortlich.

id=

Aus dem Impressum ist zwar nicht ersichtlich welche Personen in der Firma Antassia GmbH die leitenden Positionen besetzen. Immerhin ist dort aber die Firmennummer des Handelsregisters angegeben und in dem dazugehörenden Auszug ist mit Alexander Varin ein bekannter Strohmann des Michael Burat eingetragen.

Amtsgericht Mainz Aktenzeichen: HRB 42223: Bekannt gemacht am: 08.09.2009 12:00 Uhr

Die in ().
gesetzten Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Neueintragungen

22.08.2009

Antassia GmbH, Mainz, Rhabanusstrasse 10, 55116 Mainz.Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 16.04.2009 Die Gesellschafterversammlung vom 13.07.2009 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in § § 1 (Firma,Sitz), § 2 (Gegenstand des Unternehmens) und § 3 ( Stammkapital) und mit ihr die Änderung der Firma, des Unternehmensgegenstandes und die Sitzverlegung von Bonn (bisher Bonn HRB 17046) nach Mainz beschlossen. Geschäftsanschrift: Rhabanusstrasse 10, 55116 Mainz. Gegenstand: EDV- und Web-Design. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Varin, Alexander, Bonn, *07.07.1980, einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer: B., Steffi, Bad Honnef, *23.12.1971.

Auch im Whois der Domain top-of-software.de findet sich noch ein Hinweis auf den Geschäftsführer Alexander Varin, denn dort ist als Domaininhaber A. Varin mit der Mailadresse: a.varin@gmx.de eingetragen. Wie neu dieses Abzockportal noch ist, lässt sich am Datum der Registrierung ablesen: 04.12.2009. Der Geschäftsführer Alexander Varin war vorher auch schon für andere Firmen des Michael Burat aktiv. So auch für die Content Service Ltd. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich die Domain top-of-software.de den Mailserver mit anderen bekannten Abzockseiten der Internetgauner aus dem Frankfurter Raum teilen.

domains sharing mailservers under another name

  • contentservicesltd.de
  • dein-geistiges-alter.de
  • desktop-downloads.de
  • fragschnell.de
  • grusskarten-suchen.de
  • himmel-vs-hoelle.de
  • iq-fun.de
  • jede-frau-abschleppen.de
  • lehrstellen-infos.de
  • opendownload-aktivierung.de
  • opendownload.de
  • outlet-sparen.de
  • softwaresammler.de
  • start-download.de
  • sternzeichen-infos.de
  • support-online-center.com
  • vornamen-suchen.de

Quelle: robtex.com

17.12.09

Update zu Acoreus

Was ist Acoreus eigentlich für ein Unternehmen, das zu einem Großteil mit unberechtigten und verjährten Forderungen die angeschriebenen Personen abzocken will? Es ist schon seltsam, dass auch auf Nachfragen von Medienvertretern niemand zu einer Stellungnahme bereit ist. ...

Weiter im Update zu Acoreus

16.12.09

Vorsicht vor Verbraucherdienst e.V.

Als weiterer angeblicher Verbraucherschutzverein ist der Verbraucherdienst e.V. auf der Jagd nach Mitgliedern und gibt vor, diese vor Abzocke und unerwünschter Telefonwerbung zu schützen. Dummerweise wird für den Verein Verbraucherdienst e.V. aber per Cold-Calls über die Rufnummer 0201-176790 für eine Mitgliedschaft geworben.

... Telemarketing, wobei versucht wird, einen Mitgliedschaftsvertrag mit der Laufzeit von einem Jahr zu verkaufen.
Als Dienstleistung wird Hilfe und Beratung angeboten, sollte man irgendwelchen Abzock-Vereinen zum Opfer fallen.
Wäre das nicht schon ironisch genug, hat man mir auch erzählt, dass Banken nunmehr grundsätzlich keine Lastschrift-Rückbuchungen mehr tätigen würden, was ein weiterer Grund wäre, ihrer "starken Gemeinschaft" beizutreten.
Auf die Frage, wie ihr Verein denn überhaupt an meine Rufnummer gekommen wäre, wurde wahrheitsgemäß geantwortet, dass sie diese auf die gleiche Weise bezogen hätten, wie andere illegitime Unternämen das auch täten, aber nur um zu helfen. Amüsanter Weise sah mein Gesprächspartner darin weder einen Widerspruch noch ein Problem.

Wenn einem nicht grad langweilig ist, sollte man am besten gleich auflegen und in den folgenden Tagen sein Konto im Auge behalten.

Die Website:
http://www.verbraucherdienst.com
Caller ID: 0201176790
Caller: Verbraucherdienst e.V.

Quelle: whocallsme.com

In verschiedenen Presseportalen finden sich für den Verein Mitteilungen, welche die offerierte Hilfe genauer definiert.

Die Tricks und Schlichen der Abzocker im Internet, an der Haustür oder am Telefon werden Jahr für Jahr dreister. Kaum ein Verbraucher, der nicht bereits darauf reingefallen wäre. Vor allem ältere Menschen sind häufig ein lohnendes Ziel. Mit Gewinnspielen oder Kaffeefahrten und anderen dubiosen Geschäften werden Millionen verdient.

(News4Press.com) Verbraucherdienst e.V. bietet effiziente Hilfe für abgezockte Bürger. Die Mitglieder des Vereins sind selbst ehemals Geschädigte, die sich erfolgreich mit Hilfe des Vereins und dessen Anwälten zur Wehr gesetzt haben. Die guten juristischen Kenntnisse über die Feinheiten der Schlupflöcher, die Abzock-Unternehmen immer wieder erfolgreich nutzen für ihre dubiosen Geschäfte, begründen die durchweg guten Erfolge des Vereins im Kampf gegen die Abzocke.

Verbraucherdienst e.V. erhebt einen Mitgliedsbeitrag von 15,-€ / monatlich. Für den Vereinsbeitrag erhalten Geschädigte umfassende aktive Unterstützung.

Quelle: news4press.com

Demnach kostet die Mitgliedschaft 180,- Euro pro Jahr, was man auch der Webseite verbraucherdienst.com des Vereins entnehmen kann. Wenn die Mitgliedschaft nicht rechtzeitig 3 Monate vor Jahresende gekündigt wird, verlängert sich diese automatisch um eine weiteres Jahr.

Die Tricks und Schlichen der Abzocker im Internet sind inzwischen so dreist, dass die User mit angeblichen Verbraucherschutzvereinen ein weiteres Mal über den Tisch gezogen werden sollen. So wohl auch bei dem Verbraucherdienst e.V. Der Verein kann man wegen der beruflichen Tätigkeiten und Kontakte des Vorstands zu den Helfern des Wiener Karussells gezählt werden. Was und vor allem WER steckt hinter dem Verein?

  • Verbraucherdienst e.V.
    Carl-Funke-Str. 54
    45259 Essen
    Amtsgericht: Essen (VR 5018)
    Eintragsdatum: 16.11.2009
    Vorstand:
    Aline Krause
    Gänsemarkt 47
    45127 Essen
    Michaela (Zensen)-Döring
    Carl-Funke-Str. 54
    45259 Essen

Mit einem Schreibfehler im Namen findet sich Frau Zensen-Döring auch im whois der Vereinsdomain wieder.

Domain Name:verbraucherdienst.com
Created On:2009-07-15 14:04:06
Last Updated On:2009-11-10 13:07:49
Expiration Date:2010-07-15 14:04:06
Status:clientTransferProhibited
  
Registrant-ID:CDC-42638-EPNIC
Registrant-Name:Michaela Lensen-Doehring
Registrant-Organisation:Verbraucherdienst e.V.
Registrant-Street:Gaensemarkt 47
Registrant-City:Essen
Registrant-Postal-Code:45127
Registrant-Country:DE
Registrant-Phone:+49.201176790
Registrant-FAX:+49.201176791
Registrant-Email:kontakt@verbraucherdienst.com

Das andere Vorstandsmitglied hat ein sehr interessantes Profil bei Xing angelegt. Dem ist zu entnehmen, dass Aline Krause im Bereich Callcenter und Gewinnspiele involviert ist.

Ich suche
Call Center im Gewinnspielbereich tätig sind und endlich keine Provisionen mehr wollen, sondern ein eigenen Produkt vermarkten wollen.

Ich biete
Coaching von Call-Center Agent, sowie Teamleitercoaching im Outbound. Erstellung von Leitfäden usw. Produkte: Telekommunikation, Strom u. Gas, Gewinnspiele, Finanzdienstleistung Outbound sowie Inbound

Quelle: Xing.com

Aus dem Profil geht ebenfalls hervor, dass zu den Kontakten von Aline Krause z.B. auch Michael Gigler (GF von Burgstallers Firma InOne Media GmbH) sowie der Inhaber des Callcenters Alphaplay GbR gehören.

Das ganze Ausmaß der Gaunerei wird deutlich, wenn man einmal einen Blick über den großen Teich wirft. In Oregon/USA hat Aline Krause noch eine Briefkastenfirma, unter deren Namen sie selbst auch noch Gewinnspielseiten betreibt.

  • SHANGHAI-NEW YORK HOLDINGS, INC.
    391 NW 179TH AVE
    BEAVERTON
    OREGON 97006
    USA
    President: Cathy L. Halverson
    Registered Agent: Cathy L. Halverson
    Secretary: Cathy L. Halverson

Die im Handelsregister eingetragene Person Cathy L. Halverson ist wohl nur eine Treuhänderin, denn sie ist für mehr als 1000 Firmen aktiv. Ein besserer Hinweis lässt sich aber im whois.der Firmendomain sny-holding.com finden.

Domain Name:sny-holding.com
Created On:2009-01-23 15:10:17
Last Updated On:2009-01-23 15:10:17
Expiration Date:2010-01-23 15:10:17
Status:clientTransferProhibited
  
Registrant-ID:CDC-34092-EPNIC
Registrant-Name:Cathy L. Halverson
Registrant-Organisation:Shanghai-New York Holdings Inc.
Registrant-Street:1005 West Fourth Street
Registrant-City:Carson City
Registrant-Postal-Code:89703
Registrant-Country:US
Registrant-Phone:+1.5034301748
Registrant-FAX:+1.5034301753
Registrant-Email:alinekrause@hotmail.de

Eine weitere Verbindung lässt sich über den Hoster ausmachen. Die Gewinnspielseitenseiten liegen beim selben Hoster wie verbraucherdienst.com.

  • zehngewinnt.com
  • xn--glcksqueen-beb.com
  • glücksqueen.com
  • xn--glckstipp-r9a.com
  • glückstipp.com
  • gluecksinsel.com
  • glueckswelt.com

Kontakt

Service Rufnummern:
09005-900077-35 (aus dt. Festnetz 1.98 € )

Service Fax:
09001-300663 (aus dt. Festnetz 1.98 € )

E-Mail:
gluecksqueen@sny-holding.com

Adresse
Glücksqueen
Postfach 20 02 44
47018 Duisburg

Quelle: Glücksqueen

Kontakt

Service Rufnummern:
09005-900077-35 (aus dt. Festnetz 1.98 € )

Service Fax:
09001-300663 (aus dt. Festnetz 1.98 € )

E-Mail:
zehngewinnt@sny-holding.com

Adresse
Zehngewinnt
Postfach 20 02 44
47018 Duisburg

Quelle: Zehngewinnt

Wahrscheinlich sind die Hintermänner der Gewinnspiele Bugra Korhan, Dino Dessi und die TreNova Support GmbH. Immerhin ist in den AGB von deren Gewinnspiel Gwin24 der komplette Wortlaut identisch.

  • TreNova Support GmbH
    Rheinstraße 40-42
    47799 Krefeld
    Amtsgericht: 47798 Krefeld (HRB 11919)
    Geschäftsführer:
    Dino Dessi *29.08.1972
    Westwall 30
    47799 Krefeld
    ehemaliger Geschäftsführer:
    Bugra Korhan
    *16.09.1975
    Martinstr. 58
    47805 Krefeld
    Gesellschafter:
    Bugra Korhan *16.09.1975
    Martinstr. 58
    47805 Krefeld
    Dino Dessi *29.08.1972
    Westwall 30
    47799 Krefeld
Amtsgericht Krefeld Aktenzeichen: HRB 11919: Bekannt gemacht am: 10.09.2009 12:00 Uhr

In ().
gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen

03.09.2009

TreNova Support GmbH, Krefeld, Rheinstraße 40-42, 47799 Krefeld.Geschäftsanschrift: Rheinstraße 40-42, 47799 Krefeld. Nicht mehr Geschäftsführer: Korhan, Bugra, Tönisvorst, *16.09.1975. Bestellt als Geschäftsführer: Dessi, Dino, Krefeld, *29.08.1972, einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Einzelprokura mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen mit der Ermächtigung zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken: Korhan, Bugra, Tönisvorst, *16.09.1975.

Quelle: Handelsregister

Es ist fraglich, ob die Mitglieder des Vereins auch von den Abzocksseiten und Firmen der Vorstandmitglieder sowie deren Kooperationspartner verschont werden oder ob man sich lediglich der vermeintlichen Konkurrenz erwehren möchte. Auf Grund der Verflechtungen zwischen dem Verbraucherdienst e.V., seiner Vorstandsmitglieder und den Firmen der Gewinnspiel- und Lottomafia liegt der Verdacht nahe, dass über den Verein lediglich Adressen für spätere Abzocken generiert werden sollen. Daher die Warnung der Redaktion:
Vorsicht vor dem Verein Verbraucherdienst e.V.

StA ermittelt gegen Proinkasso

Gegen die Verantwortlichen von Mega-Downloads wird von der Staatsanwaltschaft Hannover schon seit geraumer Zeit wegen des Verdachts auf Betrug ermittelt. Im Zuge der Ermittlungen wurden bereits mehrere Konten eingefroren. Einem Bericht von HR-online zufolge ist jetzt auch die Firma Proinkasso in den Fokus der Behörden geraten. Auch von Proinkasso wurde mittlerweile ein Konto eingefroren.

"Vorsicht Abzocke! Lasst bloß die Finger davon weg!" So warnen geprellte Internet-Nutzer vor der Seite "Mega-Downloads.net" - wohl zu recht: Gegen die Internet-Seite ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs. Es besteht der Verdacht, dass die Internet-Nutzer durch ungenaue Angaben in Abonnements für Computerprogramme gelockt wurden. Die vermeintlich kostenlose Software, die man auf der Seite erhalten kann, entpuppte sich nach der Anmeldung als Abonnement, für das Zahlungsaufforderungen über 170 Euro verschickt wurden.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover auch gegen das Unternehmen Proinkasso aus Hanau, das für "Mega-Downloads.net" das Inkasso gemacht haben soll. Der Verdacht: Geldwäsche. ...

Quelle: hr-online.de

Nachtrag: Auch die Frankfurter Rundschau berichtete über die Ermittlungen gegen Proinkasso

Während die heimischen Behörden keine Handhabe fanden, geht nunmehr die Staatsanwaltschaft Hannover gegen die Inkassofirma vor, die bereits vor vier Jahren wegen "unseriöser Praktiken" aus dem Bund deutscher Inkassounternehmen flog.

"Gegen die Verantwortlichen von Proinkasso wird wegen des Verdachts der Geldwäsche und des Betrugs ermittelt", sagte Oberstaatsanwalt Manfred Knothe der Frankfurter Rundschau.

Quelle: Frankfurter Rundschau

15.12.09

outlets.de: Drohung mit Schufa-Eintrag rechtswidrig

Schon seit Wochen beschäftigt die Abzockseite outlets.de von der Firma I Content GmbH die Verbraucherzentralen. Auch in den einschlägigen Foren tauschen sich Opfer aus. Die Betroffenen sollen angeblich einen Vertrag mit der Firma I Content GmbH abgeschlossen haben. Dieser vermeintliche Vertrag kann aber nicht rechtskräftig sein, weil der Kostenhinweis nicht dem Wettbewerbsrecht entspricht und nur im Kleingedruckten zu finden ist. Wer auf diese Kostenfalle reingefallen ist, erhält dennoch Rechnungen und Mahnungen. Besonders die Mahnungen haben es in sich, denn damit wird eine massive Drohkulisse aufgebaut. Dazu gehört unter anderem auch die Drohung eines Eintrags bei der Schufa. Das dies unzulässig und rechtswidrig ist, wurde nun per einstweiliger Verfügung von einem Gericht bestätigt.

Auf dem Portal 123recht.net teilt Rechtsanwalt Knöppel mit, dass er für seine Mandantin eine EV gegen die Firma I Content GmbH erwirkt hat.

Die Firma I Content GmbH, welche unter dem Internetportal outlets.de Dienstleistungen anbietet, drohte einer Kundin bei Nichtzahlung der offenen, aber bestrittenen Forderung von 96 € einen Schufaeintrag an. Gegen diese Drohung ist die Rechtsanwaltskanzlei anwalt sofort gerichtlich mit einer einstweiligen Verfügung vorgegangen. Grund der Verfügung ist, dass schon die Androhung eines Schufaeintrages bei einer bestrittenen Forderung, rechtswidrig ist.

Quelle: 123recht.net

Der Firma I Content GmbH ist es durch diese EV nicht mehr gestattet wegen der bestrittenen Forderung mit einem Schufa-Eintrag zu drohen. Bei einem Verstoß gegen die Ev droht der I Content GmbH die Zahlung eines Ordnungsgeldes von 250.000 Euro.

(Amtsgericht Halle, Beschluss v. 09.12.2009 - Az. 105 C 4636/09)

Artikel bei Antispam: Outlets.de darf nicht mit Schufa-Eintrag drohen - einstweilige Verfügung
Artikel bei Computerbetrug: Gericht verbietet outlets.de Schufa-Eintrag

Nachbarschaft24: Anwaltsmahnungen mit Falschaussagen

In einem lesenswerten Beitrag hat fastix offengelegt, dass die Mahnungen des Anwalts Frank Michalak für das Portal nachbarschaft24 auf Lügen und falschen Aussagen basiert. Nach seinen Recherchen und technischen Auswertungen hat fastix dies in seinem Beitrag sehr anschaulich und ausführlich dokumentiert.

Laut RA Sebastian Dosch behauptet der gegenwärtig für Nachbarschaft24.net mahnende Hasimausianwalt Frank Michalak wie folgt:

Es ist nachweisbar und über http://www.archive.org/web/web.php leicht nachvollziehbar, dass diese kostenpflichtige Internetseite seit ihrer Veröffentlichung durch das Einstellen in das Internet am 8.10.2007 in keinen wesentlichen Punkten verändert wurde.

Diese Aussage ist technisch falsch, denn abhängig vom Client oder auch dessen IP-Adresse (und sehr vielen anderen Sachverhalten) kann bei gleicher URL eine unterschiedliche Webseite ausgeliefert werden. Näheres dazu findet sich in der Apache-Dokumentation zu mod_rewrite. Und nachbarschaft24.net benutzt: Server: Apache/2.2.9 (Debian) DAV/2 SVN/1.5.1 PHP/5.2.6-1+lenny4 with Suhosin-Patch mod_ssl/2.2.9 OpenSSL/0.9.8g. Die obige Behauptung ist, wenn sie der Betreiber oder hier der offensichtlich ahnungslose Rechtsanwalt Frank Michalak äußert, also nur eine falsche Behauptung, keinesfalls ein Beweis. Zudem muss dem Beklagten auch bewiesen werden, dass diese Seite überhaupt von ihm aufgerufen wurde. Dieser Beweis ist praktisch nicht führbar.

Wenn man dann noch auf Teile der Konfiguration zugreifen kann - und die Datei robots.txt ist ein Teil der öffentlich für jedermann zugänglichen Konfiguration, dann können sich sogar (wie hier vorliegend) starke Anhaltspunkte ergeben, wonach eine solche Darstellung eine Lüge ist. Hier die robots.txt von Nachbarschaft24.net:


Screenshot vom 11.12.2009, 19:00 Uhr

Da wird für Suchmaschinen und Archive - gerade auch das Webarchiv - jeder Zugriff auf eine gewinn.php und andere Seiten, gerade auch die Startseite mit Parametern verboten. Dokumentiert ist dies bei Google und bei archive.org selbst, dies folgt der Oakland Archive Policy. Das Resultat bei einer Nachsuche sieht dann erwartungsgemäß so aus:


Screenshot vom 11.12.2009, 19:00 Uhr

[ ..... ]

Beweispflichtig für das Zustandekommen eines Vertrages ist derjenige, der eine Forderung aus dem Vertrag erhebt. Hier wäre schon mal zu bestreiten, dass auf den Webseiten

  • http://www.nachbarschaft24.net/user/
  • http://www.nachbarschaft24.net/gewinn.php
  • http://www.nachbarschaft24.net/?Mail*
  • http://www.nachbarschaft24.net/?x=y*
  • http://www.nachbarschaft24.net/?kennung*
  • http://www.nachbarschaft24.net/index.php?check=*

... die ja gerade als Einstiegsseiten genutzt wurden - der Preis genannt wurde. Wie das der Eintreiber beweisen will ist mir rätsehaft, denn .....

Quelle und vollständiger Beitrag: fastix.blogspot.com

14.12.09

Planetopia über RA Michalaks Mahnungen für Nachbarschaft24

Neue Abmahnwelle – Tausende Internetnutzer erhalten unrechtmäßige Rechnungen

In diesen Tagen rollt eine gewaltige Abmahnwelle über Deutschland hinweg. Ein Potsdamer Anwalt fordert von tausenden Internetnutzern jeweils fast 300 Euro. Die Adressaten hatten sich bei einem Onlineportal registriert, bei dem nachträglich Gebühren erhoben wurden. Aus Angst vor den Folgen haben viele gezahlt. PLANETOPIA begibt sich auf die Spuren des Abmahnanwalts und zeigt, wie Sie richtig reagieren. 

Quelle incl. Video: Planetopia

Erneute Mahnwelle von Proinkasso

In einer Presseinformation warnt die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e.V. vor unberechtigten Mahnungen der Firma Proinkasso GmbH. Schon des öfteren ist das Unternehmen des Stefan Straßburg negativ aufgefallen, weil die Proinkasso GmbH versucht hat unberechtigte Forderungen einzutreiben. Zuletzt beispielsweise für angebliche Gewinnspieleintragungen einer Firma CC Profi. Anscheinend möchte Stefan Straßburg hiermit seinen Ruf als Eintreiber für betrügerische Geschäftsmodelle bestätigen.

Verbraucherzentrale: „Nicht einschüchtern lassen!“

Unzählige Mahnschreiben hat in der vergangenen Woche die Firma Proinkasso GmbH aus Hanau versandt. Das Inkassobüro gibt vor,  offene Forderungen  des Verbraucher-Umfragewerkes einzuziehen. Zu zahlen seien 153,47 Euro, die innerhalb der nächsten sieben Tage zu überweisen sind. Für den Fall der Nichtzahlung werden eine Reihe von Maßnahmen wie beispielsweise Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung, Pfändung der Bezüge und Bankguthaben sowie Eintragung in entsprechende Schuldnerverzeichnisse angedroht.

Viele Ratsuchende meldeten sich bei der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e.V., die verärgert und angesichts der Drohung verunsichert sind, da sie weder die Rechnung noch deren Anspruchsgrundlage kennen. Inkassoforderungen lösen bei vielen Menschen Ängste aus. Inkassobüro klingt nach Ärger und nach hohen Kosten und viele fühlen sich daher genötigt zu zahlen.

"Leisten Sie keinerlei Zahlung, wenn keine Anspruchsgrundlage besteht und kein Nachweis der Forderung seitens des Inkassobüros erbracht werden kann", so Anja Schewe von der  Neuen Verbraucherzentrale. "Auch sollten Verbraucher auf keinen Fall aus Unkenntnis oder Angst die im Inkassoschreiben vorgeschlagene Ratenzahlungsvereinbarung unterzeichnen, um die Forderung abzustottern", so Schewe weiter. Mit einer solchen Vereinbarung wird die Forderung unter Umständen anerkannt und man verliert die Möglichkeit sie zu bestreiten. ...

Quelle: Presseinformation der Neuen Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern e.V.

software-heute.de - Neuer Abzockversuch aus Wistedt

Bereits vor einiger Zeit berichteten wir über die Abzock-Seite extreme-downloads.net des Daniel Popp aus Wistedt.
Nachdem diese eher mäßig erfolgreich schien und schnell wieder in der Versenkung verschwand, versucht man offensichtlich diesmal mit der Seite www.software-heute.de und der Firma iNet Online den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Hierbei hat man die Masche von online-downloaden.de übernommen.
Auf der eigentlichen Seite des Abzockportals software-heute.de ist ein relativ deutlicher Preishinweis zu finden...

 name=

...doch wird keiner der in die Abofalle getappten Nutzer diese jemals gesehen haben können, werden die Verbraucher durch Werbeanzeigen in Suchmachinen doch gleich auf die Anmeldeseite http://software-heute.de/anmeldung.php weitergeleitet, auf welcher aber jegliche transparente Preisangabe fehlt.

Quelle und vollständiger Beitrag: gegen-abzocke.blogspot.com

11.12.09

Downloadabzocke von der Phantomfirma Vanus Ltd.

Bei ein paar betrügerischen Abzockportalen, die mit Downloads ihre Opfer über den Tisch gezogen haben, sind inzwischen die Ermittlungsbehörden aktiv geworden. Das beste Beispiel dafür ist Mega-Downloads, für das bereits mehrere Konten seitens der StA eingefroren wurden. Laut dem ehemaligen Insider Claus Frickemeier sollen auch das LKA und Interpol in dem Fall ermitteln. Doch offensichtlich gibt es Abzocker, die den Schuss nicht gehört haben und nun versuchen die vermeintlich entstandene Lücke zu füllen. Nur so ist es zu verstehen, dass mal wieder jemand mit einem neuen Downloadportal auf Kundenfang geht.

  • downloadkoenig.com

Ein Preishinweis ist auf der Startseite natürlich nicht vorhanden. Der wurde wieder einmal im Kleingedruckten versteckt wie beispielsweise in den AGB.

4 Preis, Zahlungsbedingungen
(1) Der Preis für die Nutzung des Mitgliederbereiches beträgt monatlich acht (in Worten: 8) Euro inklusive der deutschen Umsatzsteuer.
(2) Der Vertrag läuft mindestens 24 Monate und verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, wenn er nicht bis 14 Tage vor Ablauf des Laufzeitendes gekündigt wird. Die vertraglich geschuldete Vergütung für die Inanspruchnahme der Leistung wird dem Kunden jeweils für zwölf Monate im Voraus berechnet. Der Betrag ist sofort fällig.

Auch ganz lustig ist die folgende Passage aus den AGB.

Durch Drücken des Buttons im Anmeldeformular entstehen Ihnen Kosten in Höhe von 96 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro), Vertragslaufzeit 2 Jahre.

Auch bei den Abzockern sollte es sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass so eine Aussage irreführend ist. Durch das Drücken eines Buttons wird kein rechtsgültiger Vertrag abgeschlossen. Dem zufolge kann daraus auch keine Zahlungspflicht abgeleitet werden.

Für diese miese Masche ist laut Impressum eine Firma Vanus Ltd. verantwortlich.

Vanus Ltd.
5 Jupiter House, Calleva Park
Aldermaston
Reading
Berkshire RG7 8NN
Großbritannien

E-Mail: Support@DownloadKoenig.com

Die Firma Vanus Ltd. ist allem Anschein nach ein Phantomunternehmen, denn im britischen Handelsregister ist diese Firma aktuell nicht zu finden. Auch die Daten aus dem Whois der Domain downloadkoenig.com geben keinen Aufschluss, welche(r) Gauner dahinter steckt.

Domain downloadkoenig.com
  
Date Registered: 2009-10-26
Date Modified: 2009-10-26
Expiry Date: 2011-10-26
   
DNS1: dns1.tdns.to
DNS2: dns2.tdns.to
  
Registrant
    Vanus Ltd.
    5 Jupiter House
    Calleva Park
    RG7 8NN Aldermaston, Reading, Berkshire
    United Kingdom
  
Administrative Contact
    Vanus Ltd.
    Brad Sinston  hostmaster@DownloadKoenig.com
    5 Jupiter House
    Calleva Park
    RG7 8NN Aldermaston, Reading, Berkshire
    United Kingdom

Interessant ist zwar, dass im Whois ein Name eingetragen ist. Aber auch bei dem Namen Brad Sinston dürfte es sich um ein Phantom handeln. Eine Online-Suche nach Brad Sinston verläuft ergebnislos, denn es können auf google Keine Ergebnisse für "Brad Sinston" gefunden werden.

Bei einer erweiterten Whois-Abfrage findet sich im Service Scan dafür aber ein verwertbarer Hinweis:

SMTP - 25  220 lvs1.nomadminpanel.net ESMTP Postfix (Debian/GNU)

Quelle: centralops.net

Die Abkürzung NOM kommt einem irgendwie bekannt vor. Und richtig, schaut man sich das whois der Domain nomadminpanel.net an, dann findet man auch die dazugehörende Firma und den Geschäftsführer.

domain:                      nomadminpanel.net
status:                      LOCK
owner-c:                     LULU-10174056
admin-c:                     LULU-10174056
tech-c:                      LULU-10174056
zone-c:                      LULU-10174056
nserver:                     dns1.tdns.to
nserver:                     dns2.tdns.to
created:                     2008-08-07 11:17:02
expire:                      2010-08-07 11:17:02 (registry time)
changed:                     2009-08-09 05:36:23
  
[owner-c] handle:            10174056
[owner-c] type:              PERSON
[owner-c] title:             Mr
[owner-c] fname:             Heiko
[owner-c] lname:             Fenske
[owner-c] org:               NOM New Online Media Ltd.
[owner-c] address:           THE PICASSO BUILDING
[owner-c] address:           CALDERVALE ROAD
[owner-c] city:              WAKEFIELD
[owner-c] pcode:             WF1 5PF
[owner-c] country:           GB
[owner-c] state:             GB
[owner-c] phone:             +44-870-4714967
[owner-c] fax:               +44-870-4714967
[owner-c] email:             support@online-fahrpruefung.com

Ausser dem Hinweis auf die Firma NOM New Online Media Ltd. ist die eingetragene email interessant, denn diese läuft über die inzwischen wohl bestens bekannte Abzockseite online-fahrpruefung.com. Kein Wunder, gehört das doch alles zusammen und liegt auf einem Server. Dort liegen noch weitere, zum Teil ganz neue, Abzockseiten. Nachfolgend eine Übersicht der Domains, die auf dem gleichen Server liegen.

  • bestadmarketing.com
  • die-freeware.org
  • domreg4partners.com
  • fahrpruefung-online.org
  • fahrpruefungonline.org
  • fahrschule-im-netz.org
  • fix-downloaden.com
  • fix-laden.org
  • freeware-live.im
  • freeware-power.im
  • freeware111.com
  • freewarekick.com
  • freewarekick.net - (NEU - 04.12.2009)
  • freewarelad.org
  • freewarepark.biz
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Anwalt als Eintreiber für Gewinnspielabzocker tätig

Rechtsanwalt treibt Geld ein für Gewinnspielfirma
Verbraucherzentrale: Nicht zahlen, angeblichen Vertrag widerrufen

Bei der Verbraucherzentrale häufen sich derzeit Beschwerden über unerwünschte Anrufe der Gewinnspielfirma "Deutsche-Gewinn-Garantie" aus Nicosia auf Zypern. Die Angerufenen werden dabei geschickt in ein Gespräch verwickelt, an deren Ende die Adress- und Kontodaten abgeglichen bzw. herausgegeben werden. Wenige Tage später folgt eine Auftragsbestätigung des Unternehmens aus 1061 Nicosia, Digeni Akrita 46, Cyprus über die angebliche Teilnahme an 600 Gewinnspielen für 89 Euro, vierteljährig im Voraus zu zahlen. Auch auf Widerrufsschreiben der Betroffenen, die an das Unternehmen Yesgreat Consultants Ltd. in Düsseldorf gesandt wurden, reagierte das Unternehmen bisher nicht. Stattdessen erhielten die betroffenen Verbraucher einen Drohbrief mit Zahlungsaufforderung des Rechtsanwalts A. A. aus Gelsenkirchen in Höhe von insgesamt 135,50 Euro.

Die Masche ist nicht neu, weiß die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Immer wieder kommt es am Telefon zu angeblichen Vertragsabschlüssen und mitunter auch zu unberechtigten Abbuchungen. Denn immer häufiger liegen den Firmen die Bankverbindungen bereits vor. Auch die Gewinnspielfirma aus Nicosia scheint illegal an die Kontodaten gelangt zu sein. Gegenüber der Verbraucherzentrale versicherten die Angerufenen jedenfalls glaubhaft, niemals ihre Daten am Telefon genannt oder jemals Kontakt mit dieser Firma gehabt zu haben. In einigen Fällen ist es bereits zu unerlaubten Abbuchungen gekommen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachen rät Betroffenen, sich nicht einschüchtern zu lassen und auf keinen Fall zu zahlen. ...

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Niedersachsen

Verlustgeschäft für Katja Günther

Mit dem Versuch gegen die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vorzugehen ist die Anwältin Katja Günther gescheitert. Frau Günther ging es dabei um juristische Spitzfindigkeiten. Gestört hatte sich Frau Günther an dem Wörtchen "wegen" in der Überschrift einer früheren Pressemitteilung der Verbraucherzentrale mit dem Titel: "Deutschlands unbeliebteste Anwältin zu Schadensersatz wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt."

Die Rechtsanwältin Katja Günther, die mit Inkassogeschäften zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist, ist mit einer einstweiligen Verfügung gegen die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein (VZSH) gescheitert. Das Landgericht Köln wies Frau Günther vermutlich darauf hin, dass der dort eingereichte Antrag auf Erlass einer solchen Verfügung keine Aussicht auf Erfolg habe, woraufhin dieser prompt zurückgenommen worden war.

Gegenstand dieser einstweiligen Verfügung war die Überschrift einer Pressemeldung der VZSH. Um genau zu sein, sogar nur ein Wort. In dieser hieß es: "Deutschlands unbeliebteste Anwältin zu Schadensersatz wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt." Dieser Pressemitteilung war ein Urteil des AG Karlsruhe vorausgegangen, in dem Folgendes rechtskräftig festgestellt wurde: "Bei der Geltendmachung solcher Forderungen [gemeint sind Forderungen von Internetabzockern, Anm. der Red.] für Mandanten handelt es sich um Beihilfe zu einem versuchten Betrug. Die Belastung […] mit Anwaltskosten, die durch die außergerichtliche Abwehr dieser Forderung entstanden sind, stellt einen adäquat kausal verursachten Schaden dar, den die Beklagte [Frau Günther] zu erstatten hat."

Frau Günther störte sich bei der Schlagzeile der VZSH nicht etwa an dem Adjektiv "unbeliebteste", sondern vielmehr an dem Wort "wegen". Der Anwalt von Frau Günther, die sich in dieser Angelegenheit nicht selber vertreten mochte, trug außergerichtlich hierzu vor, dass das Wörtchen "wegen" einen Rückschluss darauf zuließe, dass Frau Günther strafrechtlich verurteilt wurde.

Dies ist aber gar nicht mit der Schlagzeile zum Ausdruck gekommen, sondern ist vielmehr eine an den Haaren herbeigezogene Deutung. Der Anwalt von Frau Günther trug juristisch ambitioniert vor, dass das Wort "wegen" für Laien und Nicht-Laien zwangsläufig mit einer strafrechtlichen Verurteilung in Verbindung gebracht wird und scheiterte offenkundig damit.

Die Motive für das von Frau Günther initiierte Verfahren liegen keinesfalls in der Wiederherstellung des guten Rufes. Denn diesen genießt Frau Günther als Abmahnanwältin von Internetabzockern bereits seit Jahren nicht mehr. Abgesehen von dem oben genannten Urteil des AG Karlsruhe liegen der Staatsanwaltschaft München mehrere Hundert Strafanzeigen wegen Betruges und Nötigung vor. Die Stadtsparkasse München, bei der Frau Günther bis vor kurzem ihr Geschäftskonto führte, kündigte dieses, weil man mit den rufschädigenden Geschäftspraktiken der Frau Günther nichts zu tun haben wollte. Die Schufa löste ebenfalls den Vertrag, wohl aus ähnlichen Gründen. Und nun häufen sich auch noch die juristischen Niederlagen.

Als Rechtsanwalt ist man Organ der Rechtspflege, die einen wohl mehr, die anderen wohl weniger.

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

09.12.09

Firma acoreus war wieder Thema bei Akte 09

Jeden Tag gehen in der AKTE-Redaktion neue Beschwerden über die Mahnschreiben von acoreus ein. Der Ärger der Zuschauer entzündet sich an den angeblich alten, offenen Forderungen aus Telefonrechnungen, die zwischen 3 und 5 Euro liegen. Die versucht das Inkassounternehmen mit Aufschlägen von bis zu 56 Euro einzutreiben. Seit AKTE vor drei Wochen zum ersten Mal über acoreus berichtet hat, nimmt die Zahl von Zuschriften zu, die sich auf inhaltlich absurde Forderungen des Unternehmens beziehen. So werden Forderungen von 0,00 Euro mit Mahngebühren von über 60 Euro belegt oder eine schwer kranke Oma, die inzwischen verstorben ist und nie einen Computer besessen hat, soll Online-Gebühren nachzahlen. Als AKTE sich in der Firma acoreus nach der Wahrhaftigkeit solcher Forderungen erkundigen will, kommt plötzlich die Polizei.

Quelle: Sat1 - Akte 09

Quelle: Rutube.ru

Update: Was ist Acoreus eigentlich für ein Unternehmen, das zu einem Großteil mit unberechtigten und verjährten Forderungen die angeschriebenen Personen abzocken will? Es ist schon seltsam, dass auch auf Nachfragen von Medienvertretern niemand zu einer Stellungnahme bereit ist. Wer sind die dafür verantwortlich Handelnden?

  • acoreus Collection Services GmbH
    Hellersbergstr. 14
    41460 Neuss
    Amtsgericht: 41460 Neuss (HRB 10924)
    Geschäftsführer:
    Stephan Vila Y Pfisterer *16.07.1969
    Walpurgisstr. 47
    45131 Essen
    Thomas Gläßer *25.01.1969
    Siepenstr. 24
    45138 Essen
    Wolfgang Reinhardt *16.06.1967
    Brunebecker Str. 101 B
    58454 Witten
    Prokurist:
    Rolf Kewitz *03.02.1958
    Altrheinstr. 30
    53227 Bonn
    Gesellschafter:
    Creditreform AG
    Hellersbergstr. 14
    41460 Neuss
    Anteil: 51%
    acoreus AG
    Zollhof 10
    40221 Düsseldorf
    Anteil: 49%
Amtsgericht Neuss Aktenzeichen: HRB 10924: Bekannt gemacht am: 02.05.2008 12:00 Uhr

Die in ().
gesetzten Angaben der Geschäftsanschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Veränderungen

30.04.2008

acoreus Collection Services GmbH, Neuss (Hellersbergstr. 14, 41460 Neuss). Bestellt als Geschäftsführer: Gläßer, Thomas, Münster, *25.01.1969, vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer: Kewitz, Rolf, Bonn, *03.02.1958. Prokura erloschen: Dr. Wolff, Matthias, Düsseldorf, *07.08.1958. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Kewitz, Rolf, Bonn, *03.02.1958.

Quelle: Handelsregister

Das Eberle-Netzwerk rüstet sich für Cold-Calls

Das in den letzten Jahren überwiegend durch Abzocke auffällige Firmennetzwerk um Faustus Eberle weitet seine Aktivitäten immer mehr auf andere Bereiche aus. Der jüngste Ableger aus dem Eberle-Netzwerk ist der Betrieb eines CallCenters, welches sich mit der folgenden Firmenwebseite im Internet präsentiert:

  • sensible-communication.de

Die Besucher der Domain erfahren schon auf der Startseite, dass die sensible communication services GmbH offenbar keine Skrupel hat um mittels verbotener Cold-Calls auf Kundenfang zu gehen.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf Marketing und Kommunikation jeglicher Art, Dienstleistung von Auftraggebern am Telefon, via Internet und Fax zu bearbeiten. Ob Kaltakquise oder Bestandskunden die von uns kontaktiert und bearbeitet werden.

Über verschiedene Online-Jobbörsen wurde nach Gründung der Firma das entsprechende Personal für Call-Center gesucht. Eingetragen in das Handelsregister wurde die sensible communication services GmbH bereits im Juni 2009.

Amtsgericht Frankfurt am Main Aktenzeichen: HRB 85698: Bekannt gemacht am: 22.06.2009 12:00 Uhr

Veröffentlichungen des Amtsgerichts Frankfurt am Main In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.

Neueintragungen

19.06.2009

sensible communication services GmbH, Frankfurt am Main, Goldsteinstraße 252, 60529 Frankfurt am Main.Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 17.04.2009. Geschäftsanschrift: Goldsteinstraße 252, 60529 Frankfurt am Main. Gegenstand: Der Vertrieb von Dienstleistungen für Versicherungsgesellschaften, Durchführung von Schulungen und Tätigkeiten jeglicher Art im Zusammenhang damit. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Jeder Geschäftsführer ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Bestellt als Geschäftsführer: Johri, Noradin, Frankfurt am Main, *14.03.1981, einzelvertretungsberechtigt.

Quelle: handelsregister.de

Interessanterweise ist mit Noradin Johri ein alter Bekannter als Geschäftsführer eingesetzt. Noradin Johri war schon früher Geschäftsführer von Firmen aus dem Eberle-Geflecht, wie z.B. bei der ehemaligen Firma HaF Hire and Fire GmbH.

HaF Hire and Fire GmbH
Colmarer Str. 5
60528 Frankfurt am Main
Amtsgericht: 60313 Frankfurt am Main (HRB 77053)
Geschäftsführer: Noradin Johri, Frankfurt am Main, *14.03.1981
ehem. Geschäftsführer: Christos Gakis, Wiesbaden, *09.02.1982

Ein anderer alter Bekannter aus dem Umfeld von Faustus Eberle ist ebenfalls direkt an der sensible communication services GmbH beteiligt. Dabei handelt es sich um Stefan Schuster, den ehemaligen Geschäftsführer der Firma mc mobile communication GmbH. Offensichtlich hat Stefan Schuster seine Position innerhalb von Faustus Eberles Firmengeflechts verbessern können, denn er ist nun einer der beiden Gesellschafter der sensible communication services GmbH.

sensible communication services GmbH
Goldsteinstraße 252
60529 Frankfurt am Main
Amtsgericht: 60313 Frankfurt am Main (HRB 85698)
Geschäftsführer:
Noradin Johri *14.03.1981
Ziegelhüttenweg 40
60598 Frankfurt am Main
Gesellschafter:
Emanuele Vittorio Caravello *07.08.1970
Sodener Str. 12
63454 Hanau
Stefan Schuster *05.10.1975 (ehemals GF: mc mobile communication GmbH)
Erich-Ollenhauer-Str. 42
63486 Bruchköbel